Wichtige Impulse für Gemeindeaufbau und Gemeindeentwicklung

Nachricht 29. September 2006

Celle/Hannover – Als "Zeichen der Hoffnung" hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), das Gemeindekolleg der VELKD in Celle bezeichnet. In seiner Predigt im Festgottesdienst anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser Einrichtung sagte Friedrich am 29. September, diese sei ein "sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn Kirche sich angesichts von Veränderungen in der Gegenwart nicht resigniert zurückzieht, sondern offensiv den Herausforderungen stellt". Das Gemeindekolleg sei gegründet worden, um die 1983 entwickelte "missionarische Doppelstrategie" der VELKD mit ihren zentralen Begriffen "verdichten" und "öffnen" umzusetzen. Dabei sollten die bereits mit der Kirche verbundenen Menschen in ihrem Christsein bestärkt und zugleich befähigt werden, über ihren Glauben auskunftsfähig zu sein. Parallel dazu sollten auch die in den Blick genommen werden, die am Rande der Kirche oder außerhalb stehen.

Das 1986 ins Leben gerufene Gemeindekolleg hat nach den Worten des Leitenden Bischofs "wichtige Impulse für den Gemeindeaufbau und die Gemeindeentwicklung" in den Gliedkirchen der VELKD sowie weit darüber hinaus gegeben. Ausdrücklich würdigte der bayerische Landesbischof in diesem Zusammenhang auch die Arbeit des bisherigen stellvertretenden Leiters des Gemeindekollegs, Pfr. Johannes Bilz. Er habe das Profil der Einrichtung "entscheidend mitgeprägt". Bilz verlässt nach acht Jahren Celle und kehrt in die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens zurück, wo er zum 1. Oktober die Leitung der Evangelischen Akademie Meißen übernimmt und Domprediger am Dom zu Meißen wird.

Das Gemeindekolleg hat die Aufgabe, bundesweit Projekte für Gemeindearbeit zu entwickeln und zu vermitteln, Ideen und Impulse zur Gemeindeentwicklung zu vernetzen sowie Veränderungsprozesse in Gemeinden zu begleiten. Es soll die beiden Schlagworte "öffnen" und "verdichten" der 1983 von der VELKD verabschiedeten "Missionarischen Doppelstrategie zur Stabilisierung der Kirchenmitgliedschaft" in Projekte für die Gemeindearbeit umsetzen. "Ziel war und ist es, einerseits Menschen in ihrem Christsein zu vergewissern und – neu – sprachfähig für den Glauben zu machen, andererseits Menschen erstmalig oder erneut und in großer Weite den Kontakt mit der Kirche und ihrer Botschaft zu ermöglichen", so die Leiterin des Gemeindekollegs. Neben Konsultationen führt diese Einrichtung u.a. Schulungen zu folgenden Projekten durch, die teilweise auch von Kirchen in Brasilien, Finnland und Namibia übernommen wurden: "Sterbende begleiten lernen", "Spiritualität im Alltag – sieben Schritte als Chance, GOTTESDIENST und LEBEN zu verbinden", "Kirchen erzählen vom Glauben", "neu anfangen – Christen laden ein zum Gespräch", "GET – Training für Gemeinde-Entwicklungs-Teams", "Wort und Antwort neu" sowie die "ThomasMesse". Die Angebote richten sich an Haupt- und Ehrenamtliche.

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
WWW: www.velkd.de