Auf einen Blick (29.9.)

Nachricht 29. September 2006

Landessuperintendentin lobt Unternehmen in Osnabrück

Osnabrück (epd). Die evangelische Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke hat den Beitrag der Unternehmen im Osnabrücker Raum zur Sicherung des sozialen Friedens gelobt. Vielen Firmen der Region orientierten sich in hohem Maße an Werten wie Standorttreue, Mitbestimmung, Familienfreundlichkeit und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, erklärte die Regionalbischöfin am Freitag in Osnabrück. In den kommenden Wochen werde sie Firmen innerhalb ihres Sprengels besuchen.

"Ich möchte mit meinem Besuch diese Form des verantwortlichen Wirtschaftens ausdrücklich anerkennen und bestärken", sagte Janssen-Reschke. Die evangelische Kirche beschäftige sich derzeit intensiv mit der Frage zukunftsfähigen Wirtschaftens: "Ich will in Gesprächen mit Unternehmensleitungen deren Einschätzung über familienfreundliche Arbeitszeitregelungen, Führungsprinzipien und Ausbildungskonzepte kennen lernen." Die Landssuperintendentin kündigte an, sie werde die Gesprächsreihe im Frühjahr mit Besuchen bei Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern fortsetzen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2628/29.09.06)
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Fernsehgottesdienst über Kirchenpädagogik aus Osnabrück

Osnabrück (epd). Kirchenpädagogik ist das Thema des ZDF-Fernsehgottesdienstes am 8. Oktober aus der evangelischen Marienkirche in Osnabrück. Im Gottesdienst sollen Menschen verschiedener Generationen von "ihrer" Kirche erzählen und ihren Lieblingsplatz zeigen, teilte das Büro des Rundfunkbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag mit. Pastor und Kirchenpädagoge Achim Kunze werde den um 9.30 Uhr beginnenden Gottesdienst leiten.

Der Gottesdienst ist nach Angaben des Rundfunkbeauftragten Teil der diesjährigen Reihe "Was trägt" der evangelischen Fernsehgottesdienste im ZDF und im ORF. Sie vermittelten aus den Erfahrungen der jeweiligen Gemeinden Gegenbilder zu Angst und Verunsicherung. Sie sollten zeigen, dass christlicher Glaube aktiv und gestalterisch das Leben und die Umwelt vieler Menschen präge.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2630/29.09.06)
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Landeskirche verkauft Studienhaus am Kreuzberg in Göttingen

Die Landeskirche trennt sich von ihrem Evangelischen Studienhauses am Kreuzberg in der von-Bar-Str. 2-4, Göttingen. Der 1965 gebaute achtgeschossige Wohnturm mit eingeschossigem Anbau für Seminar-/Büroräume und Andachtsraum beherbergte zuletzt die Evangelische Studierendengemeinde (ESG), das Studienseminar – eine Fortbildungseinrichtung für Pastoren und Pastorinnen, sowie das Gerhard-Uhlhorn-Studienkonvikt mit Wohnheimplätzen für Theologiestudierende.

Fortgesetzt wird die landeskirchliche Hochschularbeit in Göttingen im ehemaligen Studienhaus der Reformierten Gemeinde. Deren Räumlichkeiten in der Oberen Karspüle 30 werden zum 1. Januar 2007 angemietet. Auch das Kontaktstudium für Pastorinnen und Pastoren wird im Sommersemester 2007 mit maximal acht Teilnehmern dort durchgeführt. Die Wohnheimplätze in der von-Bar-Straße werden bis zum Verkauf weiterhin vermietet.

Der Verkauf des Studienhauses und die Neuorientierung der kirchlichen Hochschularbeit werden nötig als Folge der Synodenbeschlüsse vom Juli 2005. Auf dem Hintergrund des dramatischen Rückgangs der Kirchensteuereinnahmen war damals ein großes Sparpaket beschlossen worden. Unter anderem war festgelegt worden, sich von kirchlich subventioniertem Wohnraum für Studierende zu trennen. Darüber hinaus soll an den Hochschulstandorten die kirchliche Arbeit stärker mit der Arbeit im Kirchenkreis verbunden werden.

Hannover, 29.9.2006
Pressestelle der Landeskirche
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Aktion „1.000 Gemeinden trinken fair“
Hundertste „faire Gemeinde“ kommt aus Bremen


Stuttgart/Bremen, 29. September 2006. Die evangelische Kirchengemeinde Unser Lieben Frauen in Bremen verpflichtet sich, bei ihren Veranstaltungen in Zukunft nur noch fair gehandelten Kaffee auszuschenken. Damit ist sie die Nummer 100 der „Brot für die Welt“-Aktion „Gerecht genießen - 1.000 Gemeinden trinken fair“.

„Wir wollen mit der Aktion ein Zeichen gegen den anhaltenden Billigtrend bei Kaffee setzen“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“. „Den Kaffeebauern bleibt bei den derzeitigen Weltmarktpreisen kaum genug zum Leben.“ Viele müssten im gnadenlosen Kampf um den billigsten Preis ihr Land aufgeben und vergrößerten in den Städten das Heer der Arbeitslosen. „Unser Geiz ist nicht geil, sondern existenzvernichtend.“

„Auch wir als Kirchengemeinde tragen Verantwortung dafür, dass Kleinbauern in den Kaffeeanbauregionen ihre Familien richtig ernähren können,“ betont Kristina Bulling, leitendes Kirchenvorstandsmitglied der Gemeinde Unser Lieben Frauen. Ebenso werde die Glaubwürdigkeit kirchlicher Einrichtungen gefördert: „Wir dürfen nicht nur über weltweite Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung reden, sondern müssen auch aktiv einen Beitrag dazu leisten.“

Angela Hesse vom Diakonischen Werk Bremen übergibt der Gemeinde am 30. September ein Schild mit der Aufschrift „Wir trinken Kaffee aus fairem Handel“. Künftig werden hier nur noch Kaffee und Tee mit dem Transfair-Siegel in die Tasse kommen. Damit ist sicher gestellt, dass die Kaffeebauern aus den Kooperativen der südlichen Anbauländer von ihrem Verdienst leben können.

Die Aktion „1.000 Gemeinden trinken fair“ läuft noch bis zum 1. Advent 2008, der 50. Eröffnung der Hilfsaktion „Brot für die Welt“.

Mehr Informationen im Internet:
www.brot-fuer-die-welt.de/1000-gemeinden
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Militärbischof Krug: Kirche "Nachschub für die Seele"

Garlstedt/Kr. Osterholz (epd). Das ökumenische Kirchenzentrum der Bundeswehr-Logistikschule in Garlstedt bei Bremen ist am Freitag nach dem Schweizer Theologen Frère Roger Schutz benannt worden. Das Zentrum sei "Logistik und Nachschub für die Seele", sagte der evangelische Militärbischof Peter Krug (Oldenburg) in einem Festgottesdienst. Nur in der Zusammenarbeit zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche könne es gelingen, den Soldaten angesichts einer wachsenden Zahl von Auslandseinsätzen den nötigen seelischen und spirituellen Rückhalt zu geben.

Die Einrichtung auf dem Gelände der Logistikschule der Bundeswehr trägt jetzt den Namen "Frère-Roger-Haus". Der Gründer der ökumenischen Ordensgemeinschaft von Taizé im französischen Burgund wurde im vergangenen Jahr ermordet. Er sei aber nach wie vor ein lebendiges Vorbild, weil er Frieden durch Vertrauen und Versöhnung geschaffen habe, sagte der evangelische Standortpfarrer Immo Wache.

Der katholische Militärgeneralvikar Walter Wakenhut sagte in seiner Predigt, das Seelsorgezentrum sei zugleich Rasthaus und Kraftquelle. Doch das Haus allein genüge nicht: "Leben kommt nur durch die Menschen zustande", betonte Wakenhut. Für die Arbeit mit den Soldaten vor Ort ist neben dem evangelischen Militärpfarrer Wache der katholische Pastoralreferent Kai-Lars Hinkelmann verantwortlich.

Der Gottesdienst war gleichzeitig Auftakt zu einem Festakt, mit dem die ehemalige Nachschubschule des Heeres offiziell ihren Dienst als zentrale Logistikschule der Bundeswehr aufgenommen hat. Die Lucius-D.-Clay-Kaserne nördlich von Bremen ist damit die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte der Truppe in allen Fragen der Versorgung. Das Kommando ging von Brigadegeneral Klemens-Karl Drescher an Brigadegeneral Harry Richter über.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2622/29.09.06)
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