Landeskirche trauert mit den Angehörigen der Unglücksopfer

Nachricht 23. September 2006

„Erschrocken und betroffen verfolge ich seit Freitag die Berichte über das Unglück in Lathen“, erklärte Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen (Lüneburg) als offizieller Vertreter von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann.

„Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Opfer dieser entsetzlichen Katastrophe“, so Jantzen weiter. „Es ist gut, dass wir ihr Leid vor Gott bringen können. Vor ihm dürfen wir klagen und anklagen. Ihm dürfen wir unsere Trauer und Angst vor die Füße werfen. Ihn bitten wir auch um Beistand und Hilfe.“

Er sei froh und dankbar, sagte der Geistliche, dass die evangelischen und katholischen Notfallseelsorger und –seelsorgerinnen seit Bekanntwerden des Unfalls vor Ort seien, um den Familien beizustehen.

Die hannoversche Landeskirche wird in dem ökumenischen Gottesdienst am kommenden Mittwoch durch Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke (Osnabrück) vertreten sein.

Hannover, 23.9.2006
Pressestelle der Landeskirche
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Acht Notfallseelsorger helfen bei Transrapid-Unglück

Lathen/Kr. Emsland (epd). Acht Notfallseelsorger unterstützen nach Informationen von "NDR1" zur Stunde die rund 150 Rettungskräfte nach dem Unfall des Transrapid bei Lathen. Sie kümmern sich um die Verletzten und die Angehörigen der Unfallopfer. Auch den Rettungshelfern, die die Schwerverletzten und Todesopfer aus den Trümmern ziehen müssen, bieten die Theologen eine "Erste Hilfe für die Seele" an. Am Freitagvormittag war ein mit 30 Menschen besetzter Transrapid auf der Teststrecke der Magnetschwebebahn im emsländischen Lathen verunglückt. Dabei wurden bis zu 19 Todesopfer befürchtet.

1989 begannen Pfarrer, die selbst in Rettungsorganisationen tätig waren, interessierte Kolleginnen und Kollegen zu suchen. 1990 entstand aus dieser Initiative die ökumenische "Arbeitsgemeinschaft Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst" (AGS). In ihr treffen sich bundesweit Pfarrer und andere Interessierte, die sich speziell um die Seelsorge in und mit den Rettungsorganisationen kümmern. Heute gibt es in nahezu nahezu allen Kirchenkreisen ein Netz von Notfallseelsorgern, die eng mit der Polizei und der Feuerwehr zusammenarbeiten. (www.notfallseelsorge)

(epd Niedersachsen-Bremen/b2543/22.09.06)
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