EKD-Auslandsbischof Schindehütte ins Amt eingeführt

Nachricht 07. September 2006

Hannover (epd). Der neue Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte, ist am Donnerstag in sein Amt eingeführt worden. Der 56-Jährige folgt Rolf Koppe (65), der in den Ruhestand ging. Schindehütte leitet die Hauptabteilung "Ökumene und Auslandsarbeit" im EKD-Kirchenamt in Hannover. Er ist damit zuständig für die ökumenischen Beziehungen zu den christlichen Weltbünden, den Partnerkirchen und die deutschen Auslandsgemeinden.

Im Gottesdienst zu seiner Einführung in Hannover warnte Schindehütte vor einer zunehmenden sozialen Kälte und rief zu mehr Gottvertrauen auf. "Es geht nicht immer von alleine. Es geht nur gemeinsam. Was Gott tut, bildet sich immer auch ab in dem, was Menschen füreinander tun können", erklärt der Theologe in einem Redemanuskript.

Zugleich warnte er die Kirchen davor, sich zu sehr an äußere Strukturen und materielle Ressourcen zu binden. Schindehütte: "Wehe, wenn auch unsere Kirche der Ökonomisierung aller Lebensvollzüge selber erliegt, die wir mit Sorge in unserer globalisierten Welt beobachten." Geld und Strukturen hätten dienende Funktion, um dem eigentlichen Auftrag gerecht zu werden.

Der 1949 in Kassel geborene Schindehütte war zuvor Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes. Er studierte Theologie und Sozialpädagogik und war nach der Ordination Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. 1987 wurde er Studienleiter an der Evangelischen Akademie in Hofgeismar. Von 1992 bis 1994 war er im Kirchenamt der EKD in Hannover als Oberkirchenrat für Ausländer und ethnische Minderheiten zuständig.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2372/07.09.06)
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