Auf einen Blick (29.8.)

Nachricht 29. August 2006

Die H E L P L I N E
präsentiert von Hit-Radio Antenne und der Diakonie Niedersachsen
Unser Thema nächste Woche: Sonntag, 03.09.2006, 20:00 bis 22:00 Uhr

„Armut macht krank - Tipps für gesunde Ernährung“
Currywurst mit Pommes, Fertiggerichte aus der Dose oder ein mehrstöckiger Burger - wer wenig Geld hat, achtet in der Regel nicht so sehr auf eine gesunde Ernährung. Fett, Weißmehl und Zucker - Fast Food & Co. haben böse Folgen: Übergewicht und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Und nicht nur das: Gesundheit ist für die Menschen eine der Grundbedingungen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Arme Menschen sind demnach von vielem ausgeschlossen. Bärbel Linke, eine junge Mutter aus Hannover, erzählt der Helpline-Moderatorin Maren Sieber von den Ernährungssünden, die sie früher begangen hatte, bevor sie den Diakonie- und Gesundheitsladen Nordstadt entdeckte. Die Leiterin, Sabine Vetterlein-Janschek, ist ebenfalls zu Gast bei der Helpline und gibt Tipps für eine gesunde Ernährung.

Schalten Sie ein am Sonntag, 03. September, von 20 bis 22 Uhr! Zusammen mit der Diakonie und dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen nennen wir Ihnen Hilfsangebote und Beratungsstellen auch in Ihrer Nähe.

Unter der Woche ist die Helpline-Hotline auch erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr und Freitag von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Die Telefonnummer: 01805-98 77 66.
+++

Das Thema der Woche beim Evangelischen Kirchenfunk (ekn - www.ekn.de:

-> "Benachteiligung verboten" (mp3-Datei)

+++

Bisher 145.000 Euro an Spenden für St. Michaeliskirche

Hildesheim (epd). Freunde und Förderer der Hildesheimer St. Michaeliskirche haben bisher rund 145.000 Euro an Spenden für die Sanierung der Kirche gesammelt. Unter anderem wurden bereits 520 Fußbodenplatten symbolisch verkauft, sagte Sigrid Brodowski als Vorsitzende des Förderkreises am Dienstag dem epd. Die Kirche soll zu ihrem 1.000-jährigen Gründungsjubiläum 2010 für 3,5 Millionen Euro umfassend saniert werden. Die Arbeiten begannen vor einem Jahr. Die zum Weltkulturerbe zählende evangelische Kirche ist seither geschlossen.

Der symbolische Verkauf der fliesenartigen Platten aus Sandstein soll insgesamt rund 250.000 Euro in die Kasse bringen. Die Platten im Hohen Chor der Kirche seien bereits ausgelegt, aber noch nicht fest eingebaut, sagte Brodowski. Spender hätten ihre jeweilige Platte auf der Unterseite mit einem Spezialstift signiert oder dort für andere unsichtbar ihre Hoffnungen und Wünsche verewigt. Unter den Spendern seien frühere Hildesheimer, die heute in Amerika leben, oder Menschen, die vor 50 Jahren am benachbarten Gymnasium Andreanum Abitur gemacht hätten.

Der "Freundeskreis für den Erhalt des Weltkulturerbes St. Michael" bietet insgesamt 4.500 Platten in drei Größen gegen eine Spende von 50, 75 oder 100 Euro an. Jeder Käufer erhält eine Urkunde mit einem Verlegeplan. Der alte Fußboden sei ein Provisorium aus der Nachkriegszeit gewesen, erläuterte Brodowski. Die Kirche war im März 1945 bei einem Bombenangriff auf Hildesheim schwer zerstört worden. Nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut.

Im ersten Bauabschnitt sollen neben dem Fußboden die Heizung, das Gestühl und die oberen Fenster erneuert werden. Im Laufe der Arbeiten habe sich herausgestellt, dass auch marode Säulen und Pfeiler restauriert werden müssen. Dadurch werden sich die Arbeiten um ein Vierteljahr verzögern, sagte Brodowski. An Ostern 2007 werde die Kirche voraussichtlich wieder öffnen.

Die im Stil einer mittelalterlichen Gottesburg errichtete Kirche mit sechs Türmen wurde 1010 von Bischof Bernward von Hildesheim gegründet. Bei der Restaurierung sollen in zwei weiteren Abschnitten der Altarraum neu gestaltet und die Außenfassade erneuert werden. (Kontakt Sigrid Brodowski: Telefon 05121/34863)

(epd Niedersachsen-Bremen/b2265/28.08.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
+++


Festtage in Hannover erinnern an den Philosophen Leibniz

Hannover (epd). Mit den dritten "Leibniz-Festtagen" erinnert die Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover vom 2. bis 17. September an den Philosophen und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Geplant sind unter anderem Vorträge, Konzerte und Gottesdienste. "Wir wollen den Menschen diese berühmte Persönlichkeit der Stadtgeschichte nahe bringen", sagte die evangelische Pastorin Martina Trauschke am Dienstag vor Journalisten in Hannover.

Die Festtage starten mit einem "Leibniz-Fest" am 2. September. Es soll mit üppigen historischen Kostümen, Musik und Tanz, Gedichten sowie mit dem Auftritt eines Schauspielers als Leibniz die Zeit des Barock, in der Leibniz lebte, sinnlich vor Augen führen. Kulturpädagogische Projekte sollen den Philosophen Kindern und Jugendlichen näher bringen. Ein "Barock-Gottesdienst" am 3. September greift ebenfalls Elemente aus dieser Zeit auf. Am 8. September lesen zwei Schauspieler aus Berlin aus einem Briefwechsel zwischen Leibniz und Prinzessin Caroline von Wales.

Leibniz war seit 1676 Hofrat und Bibliothekar in Diensten des Herzogs von Hannover. Er legte Grundlagen in der Philosophie, Mathematik und Geschichtsschreibung und konstruierte die erste mechanische Rechenmaschine. Bestattet wurde er in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover.

Mit den Festtagen unter dem Thema "Leibniz und Europa" erinnern die Initiatoren zugleich an den 360. Geburtstag und den 290. Todestag des Gelehrten. In mehreren Vorträgen wollen Wissenschaftler seine politischen Ambitionen beleuchten. Leibniz habe mit nahezu allen Denkern seiner Epoche bis nach Russland oder China korrespondiert, hieß es.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2272/29.08.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Infos: http://www.leibniz-festtage.de/
+++


Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Gebetsgruppe

Hannover (epd). Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen 34-jährigen Mann, der für den Brand in der evangelischen Lutherkirche in der vergangenen Woche verantwortlich sein soll. Er habe offensichtlich als letzter den Raum verlassen, ohne die noch brennende Kerze zu löschen, sagte Staatsanwältin Irene Silinger am Dienstag dem epd. Auch wenn der Betroffene versichere, alle Lichter gelöscht zu haben, sprächen die bisherigen Ermittlungen gegen ihn.

Bei dem Brand im Kirchturm waren der 34-Jährige und zwei weitere 21-jährige Männer leicht verletzt worden. Sie hatten als Mitglieder der Gebetsgruppe "24-7 Prayers Hannover" in der Kirche mit Kerzen gebetet. Die Gruppe, die von Theologen als pietistisch bezeichnet wird, versteht sich nach eigenen Angaben als "bunte, globale Bewegung engagierter Menschen". Die Idee, für vier Wochen ununterbrochen in wechselnder Besetzung zu beten, sei 1999 in England entstanden und habe sich inzwischen in mehr als 50 Ländern durchgesetzt.

Auf der Internet-Seite der Gebetsgruppe heißt es: "In Hannover gibt es einen Gebetsraum, der es sogar bis in die Nachrichten geschafft hat". Innerhalb kürzester Zeit sei der Kirchturm der Lutherkirche abgebrannt, die Ursache sei nicht klar: "Doch Hannover betet weiter". Die Gruppe sei in eine private Wohnung umgezogen und lasse sich "durch nichts und niemanden vom Gebet abhalten".

Bei dem Feuer brannte der etwa 25 Meter hohe Kirchturm völlig aus. Der Sachschaden soll nach Schätzungen inzwischen nach bei rund 500.000 Euro liegen. Eindringendes Löschwasser hatte auch die Orgel beschädigt. Die Lutherkirche wird seit zwei Jahren als Jugendkirche genutzt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2276/29.08.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen