Seemannsclub "Oase" in Stade: In 20 Jahren 85.000 Gäste

Nachricht 27. August 2006

Stade (epd). Der Seemannsclub "Oase" in Stade-Bützfleth bei Hamburg blickt auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Seit seiner Gründung 1986 hätten mehr als 75.000 Seeleute aus aller Welt den Club besucht, sagte Leiter Ernst-Otto Oberstech am Donnerstag dem epd. Dazu kämen weitere 10.000 Gäste wie Fernfahrer und Hafenbeschäftigte. Die "Oase" gehört zum hannoverschen Verein der Deutschen Seemannsmission. Die Arbeit begann zunächst in einer alten Baubaracke. 1995 wurde das jetzige Gebäude errichtet, das umgerechnet knapp 358.000 Euro gekostet hat.

Das Land Niedersachsen hat das Haus als Sozialstation für den Hafen gebaut. Das Grundstück gehört dem in Bützfleth ansässigen US-Konzern "Dow-Chemical", der dem Land für 66 Jahre ein Erbbaurecht eingeräumt hat. Die Seemannsmission mietete das Gebäude. "Im abgelegenen Hafen fehlte eine Anlaufstelle und ein Treffpunkt für Seeleute", sagte Oberstech. Damals wie heute biete der Club ein "Zuhause auf Zeit". Stade-Bützfleth ist einer der größten deutschen Häfen für Chemikalien und Massengut mit einem Umschlag von jährlich durchschnittlich 4,5 Millionen Tonnen.

Das 20-jährige Bestehen soll nach Angaben des Diakons von Oktober an gefeiert werden. Am 6. Oktober gibt der Bremerhavener Gospelchor "Prayers & Preachers" auf dem Museumsschiff "Greundiek" im Stader Hafen ein Konzert. Am 8. Oktober ist ein Seefahrts-Gottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche Bützfleth mit anschließendem Empfang in der "Oase" geplant. Zum Abschluss kommt der deutsche Weltumsegler Wilfried Erdmann am 9. November zu einer Tonbildschau in den Königsmarcksaal des Stader Rathauses.

Zum weltweiten Netz der Deutschen Seemannsmission gehören 16 Inlands- und 17 Auslandsstationen. Mehr als 700 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter gehen an Bord der Schiffe und bieten wie in Stade hafennahe Treffpunkte mit der Möglichkeit zur Seelsorge, zu Kontakten und zum Ausruhen an. In den Einrichtungen können die Gäste außerdem über Telefon und Internet ihre Familien in der Heimat erreichen. (Internet: www.seemannsmission.org)

(epd Niedersachsen-Bremen/b2250/24.08.06)
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