Auf einen Blick (9.8.)

Nachricht 09. August 2006

Publizist Gerhard Isermann wird 75 Jahre alt

Hannover (epd). Der langjährige Leiter der evangelischen Publizistik in Niedersachsen und Bremen, Gerhard Isermann, wird am 14. August in Hannover 75 Jahre alt. Der Pastor und Publizist war 1996 in den Ruhestand getreten. Auch danach blieb er theologisch und publizistisch tätig. So beschrieb er in einem Buch "Widersprüche in der Bibel". Darin setzte er sich mit verschiedenen und gegensätzlichen Elementen der biblischen Tradition auseinander.

Isermann war Schul- und Jugendpastor in seiner Heimatstadt Göttingen und gehörte zu den bekanntesten Sprechern des "Wortes zum Sonntag" im Fernsehen. 1972 berief ihn die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers zu ihrem ersten Pressesprecher. Seit 1979 war er Direktor des damaligen Evangelischen Presseverbandes Niedersachsen-Bremen, der unter seiner Leitung zum Verband Evangelischer Publizistik wurde. Der Verband ist Herausgeber für die "Evangelische Zeitung" und den Landesdienst Niedersachsen-Bremen des Evangelischen Pressedienstes (epd).

An der Einrichtung des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn) war Isermann maßgeblich beteiligt. Seit 1986 produziert ekn hauptsächlich Beiträge für den privaten Hörfunk. Bundesweit war Isermann in zahlreichen Gremien der evangelischen Publizistik aktiv, aber auch in den Synoden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
(epd Niedersachsen-Bremen/b2140/09.08.06)
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140.000 Besucher im Thüringer Christus-Pavillon
Ehemaliges EXPO-Kirchenzentrum ist heute ein Veranstaltungszentrum
V o l k e n r o d a (idea) – Rund 140.000 Besucher haben in den vergangenen fünf Jahren den Christus-Pavillon, das ehemalige kirchliche Zentrum der Weltausstellung EXPO 2000 (Hannover), im thüringischen Kloster Volkenroda bei Mühlhausen besucht. Der Pavillon war im Winter 2000/2001 dort aufgebaut und am 18. August 2001 auf dem Klostergelände eingeweiht worden. Seitdem fanden dort 100 Gottesdienste und 18 Konzerte statt. Neun Mal wurden christliche Jugendevents begangen, fünf Mal gab es Festivals für junge Kunst. Damit hat sich der Pavillon nach Angaben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen als einer der attraktivsten Veranstaltungsorte der Region etabliert. Die inhaltliche Arbeit im Pavillon wird von der Jesus-Bruderschaft Kloster Volkenroda koordiniert. Ihm gehören frühere Mitglieder der Jesus-Bruderschaft Gnadenthal (Hünfelden bei Limburg) an. Diese ökumenische Kommunität hatte 1992 das Kloster übernommen und als Tagungsstätte aufgebaut. Nach finanziellen Schwierigkeiten gab die Kommunität das Kloster 2004 an die „Stiftung Kloster Volkenroda“ ab. Ihr Vorsitzender ist Albrecht Fürst zu Castell-Castell (Castell bei Würzburg). Mitglieder des Stiftungsrats sind etwa der Thüringer Altlandesbischof Roland Hoffmann (Eisenach), der Bischof des katholischen Bistums Erfurt, Joachim Wanke, sowie die Unternehmer Friedhelm Loh (Haiger) und Ruth Merckle (Blaubeuren).
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Huber: Altkatholiken an Dialog mit Anglikanern beteiligen
EKD, Anglikaner und Altkatholiken laden sich gegenseitig zum Abendmahl ein
F r e i b u r g (idea) – Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), hat eine gastweise Beteiligung der Altkatholiken am Dialog zwischen der EKD und den Anglikanern in der sogenannten „Meißen-Kommission“ vorgeschlagen. Dieses Gremium regelt die Beziehungen zwischen der EKD und der anglikanischen Kirche von England. Es besteht zu gleichen Teilen aus Vertretern beider Kirchen und wurde eingerichtet, nachdem die EKD und die Kirche von England in der Meißener Erklärung 1991 weitgehende Kirchengemeinschaft festgestellt hatten. Dazu gehört etwa die gegenseitige Einladung zum Abendmahl. Auch zwischen den Altkatholiken und der EKD besteht seit 1985 eine derartige Vereinbarung, während die Anglikaner und die Altkatholiken bereits 1931 erklärten, in Kirchengemeinschaft zu stehen. Bei einem Festakt zum 75jährigen Bestehen der anglikanisch-altkatholischen Kirchengemeinschaft würdigte Huber am 9. August in Freiburg die Beziehungen der drei Kirchen als „geistliches Dreieck, das in einer stabilen und verlässlichen Form zur Vertiefung der Gemeinschaft von Kirchen in Europa beiträgt.“ Er sei zuversichtlich, dass auf diesem Weg weitere Schritte möglich seien. Huber: „Wir lernen miteinander, dass die Einheit, die wir suchen, uns in Christus schon gegeben ist.“
(09.08.2006/17:34)
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