Kaufhaus für Bedürftige in Oldenburg vor Eröffnung

Nachricht 01. August 2006

Oldenburg (epd). Bedürftige Oldenburger können vom 29. August an im "Oldenburger Warenkorb" Dinge günstig kaufen, die sich Hartz-IV-Empfänger sonst kaum leisten könnten. "Das Ganze funktioniert nach dem Modell der 'Tafeln', nur dass es bei uns statt Lebensmitteln neuwertige Textilien, Möbel oder Elektrogeräte gibt", sagte Warenkorb-Mitgründerin Anja Niebur am Dienstag dem epd. In Oldenburg leben nach ihren Angaben rund 10.000 Menschen auf Sozialhilfe-Niveau.

Der Laden in der Kennedystraße 21 solle zunächst einmal wöchentlich für drei Stunden geöffnet werden, sagte Niebur. Zwölf Geschäfte und Fabriken hätten sich bereit erklärt, dem "Warenkorb" unverkäufliche Ladenhüter gegen eine Spendenbescheinigung zu überlassen. Die Kunden müssten ihre Bedürftigkeit mit dem Oldenburger Pass für Hartz-IV-Empfänger nachweisen.

Die Idee zu einem Warenhaus für Bedürftige stamme aus Kanada, erläuterte Niebur. Auch in Deutschland gibt es bereits erfolgreiche Vorbilder, wie das "motz & Co" in Berlin oder das "Kaufhaus Grenzenlos" der Diakonie in Aschaffenburg.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2089/01.08.06)
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