Auf einen Blick (19.7.)

Nachricht 19. Juli 2006

Diakonie bittet um Spenden für Tsunami-Opfer

Braunschweig (epd). Nach dem Tsunami an der Südküste der indonesischen Insel Java bittet das Diakonische Werk Braunschweig um Geldspenden, um den Hinterbliebenen helfen zu können. Die Katastrophenhilfe der Diakonie habe bereits mit der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten begonnen. Spenden auf das Konto 1500050156 bei der VW Bank (BLZ 270 200 00).

(epd Niedersachsen-Bremen/b1968/19.07.06)
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Stiftung KiBa: 58 Gemeinden bei der Erhaltung ihrer Kirche unterstützt

„Wir sind dankbar für die große Spendenbereitschaft der Menschen für die Erhaltung der Kirchen in unserem Lande“, sagte Thomas Begrich, der Geschäftsführer der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung KiBa) anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes 2005 am Mittwoch, 19. Juli. Das Spendenaufkommen der Stiftung betrug im vergangenen Jahr 241.798,66 Euro, rund 42 Prozent mehr als 2004. „Durch die Spenden und die Zinsen unseres Stiftungskapitals ist es uns möglich, sehr früh und verlässlich Förderzusagen zu geben. Durch diese Initialförderung werden weitere Fördermittelgeber ermutigt, gleichfalls Mittel bereitzustellen. So werden die Förderbeträge der Stiftung KiBa um ein Vielfaches aufgestockt“, so Begrich. 58 Kirchengemeinden wurden im Jahr 2005 mit fast 890.000 Euro bei der Sanierung ihrer Kirchen gefördert. Ein Förderschwerpunkt der Stiftung liege dabei in Ostdeutschland. Dort bestehe ein besonders hoher Sanierungsbedarf für Kirchengebäude. Die Stiftung engagiere sich jedoch regelmäßig auch in den westlichen Landeskirchen.

Die Stiftung KiBa wurde im Jahr 1997 von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und den Landeskirchen ins Leben gerufen, um akut vom Verfall bedrohte kirchliche Bauwerke zu erhalten oder notwendige Sanierungsarbeiten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wirbt sie bundesweit um Spenden, die für konkrete Sanierungen und Erhaltungsmaßnahmen von Kirchengebäuden verwendet werden. Die Stiftung KiBa hat seit 1999 mehr als 250 Förderzusagen für Sanie­rungsvorhaben von Kirchen über mehr als 3,6 Millionen Euro geben können. Der Förderverein der Stiftung KiBa zählt 1350 Mitglieder.

Infos: www.stiftung-kiba.de

Hannover, 19. Juli 2006
Pressestelle der EKD
Christof Vetter
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Diakonie skeptisch gegenüber derzeit diskutiertem Kombilohnmodell

Berlin, 19. Juli 2006 Das Diakonische Werk der EKD steht dem diskutierten Kombilohnmodell skeptisch gegenüber. "Wir begrüßen Initiativen zur Verbesserung der Lage älterer Arbeitssuchender, sehen aber, dass dieses Modell keinen nachhaltigen Beitrag zur Schaffung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze in Deutschland leistet", kommentiert Dr. Bernd Schlüter, sozialpolitischer Vorstand der Diakonie. Dies müsse aber derzeit als dringlichstes arbeitsmarktpolitisches Ziel im Vordergrund stehen.

"Unserer Einschätzung nach brauchen ältere Arbeitssuchende keine besonderen finanziellen Anreize. In der Regel sind diese Menschen sehr erfahren, qualifiziert und hoch motiviert. Das eigentliche Problem ist der Mangel offener Stellen", fügt Schlüter an. Fehlanreize bestünden vielmehr in der Weise, dass über bestimmte Tarifsysteme und falsche Vorruhestandsprogramme Unternehmen Anreize erhielten, sich von älteren Arbeitnehmern zu trennen, so Schlüter. Etwa die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland beschäftigen heute keine Mitarbeitenden über 50 Jahren. Dieser Effekt werde durch die als Einstellungsanreiz gedachten befristeten Zuschüsse für Unternehmen nicht hinreichend ausgeglichen.

Ein Modell befristeter Zuschüsse stelle keine Maßnahme zur nachhaltigen Existenzsicherung bei Niedrigstlöhnen dar. "Die Existenzsicherung ist bereits im SGB II geregelt", so Schlüter. Die Diakonie befürchtet zudem, dass Mitnahmeeffekte und Verdrängungsmechanismen nicht auszuschließen seien, da Firmen durch dieses Programm veranlasst werden könnten, Stellen zunächst freizumachen, um sie anschließend bei geringerem Gehalt neu zu besetzen. Dies werde dann auch noch durch staatliche Zuschüsse gefördert. Dadurch könne sich insgesamt der Druck auf die Tariflöhne und das Tarifsystem weiter erhöhen, welches aus Sicht der Diakonie kritisch bewertet wird.

"Soweit ein Kombilohnmodell geeignet ist, ohne negative Randeffekte Impulse für eine vermehrte Einstellung von älteren Arbeitslosen zu setzen, hat es unsere Unterstützung", so Dr. Bernd Schlüter in Berlin. "Nach wie vor plädieren wir jedoch für eine Reihe weiterer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen: für die kostenneutrale Schaffung von Dauerarbeitsplätzen im gemeinwohlorientierten Bereich und den Ausbau von betreuten Beschäftigungsstrukturen für Menschen mit Vermittlungshemmnissen. Und als flankierende Maßnahmen für den qualitativen und quantitativen Ausbau des Erziehungs- und Bildungssektors sowie eine Absenkung der Lohnnebenkosten." Wiederholt habe die Diakonie auch darauf hingewiesen, dass im freigemeinnützigen Sozial- und Gesundheitssektor ein enormes Potential an Beschäftigung bestehe. Da Finanzierungen dieser Arbeit zu 75 Prozent direkt in Arbeitsplätze und nicht in private Profite oder Rationalisierungsmaßnahmen fließen, handle es sich hier "um beschäftigungspolitisch hoch effiziente Investitionen, wo derzeit viel zu wenig geschieht", so Schlüter.

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. Barbara-Maria Vahl Pressesprecherin
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Niedersachsen spendeten 7,1 Mio. Euro für Brot für die Welt

Hannover, 19. Juli 2006. Die Niedersachsen werden immer spendenfreudiger: Im letzten Jahr spendeten sie 7.123.157 Euro für Projekte von Brot für die Welt, 4,2 Prozent mehr als 2004 (6.833.235 Euro). Allein 3.15 Millionen Euro konnten durch Kollekten in den evangelischen Kirchengemeinden der Landeskriche Hannovers gesammelt werden (2004: 3,3 Millionen), wo traditionell besonders in der Advents- und Weihnachtszeit für die Hilfsorganisation um Unterstützung gebeten wird. Bundesweit erhielt Brot für die Welt 54,6 Millionen an Spenden, 1,2 Prozent mehr als 2004.

Uwe Becker, Brot für die Welt-Beauftragter der Landeskriche Hannovers, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Spendenergebnis:"Gerade angesichts wirtschaftlicher Probleme im eigenen Land ist es ein wunderbares Zeichen, das von Niedersachsen ausgeht: Wir denken an Menschen in anderen Ländern, die arm sind und im Elend wohnen. Besonders dankbar bin ich für die vielfältigen und phantasievollen Aktionen, die in den Kirchengemeinden und von privaten Spenderinnen und Spendern unternommen werde, um solch ein Ergebnis möglich zu machen. Für ihre Treue bedanke ich mich."

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 1.001 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in aller Welt gefördert.

Spendenkonto BROT FÜR DIE WELT:
EKK Hannover, Kontonummer 620, BLZ 250 607 01.
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Wahlkampf-Abkommen zugunsten Hospizdienst gescheitert

Osterholz-Scharmbeck (epd). Ein verbindliches Wahlkampf-Abkommen zugunsten des ambulanten Hospizdienstes im Landkreis Osterholz bei Bremen ist trotz monatelanger Bemühungen gescheitert. Stattdessen sind die regionalen Kandidaten zur niedersächsischen Kommunalwahl im September nach Auskunft des Initiators Eckart Richter gebeten, freiwillig ihre Kosten einzuschränken und gespartes Geld zu spenden. Doch allein die Tatsache, dass der Hospizdienst durch die Diskussion über das Abkommen in aller Munde sei, "ist schon ein großer Erfolg", sagte Richter dem epd.

Richter, Mitglied der Synode der hannoverschen Landeskirche, hatte im Dezember vergangenen Jahres zunächst angeregt, auf Plakate, Anzeigen und Prospekte zugunsten des ambulanten Hospizdienstes der Diakonie-Stiftung Osterholz zu verzichten. Zwischenzeitlich wurde mit einzelnen Parteienvertretern vereinbart, dass mit eingesparten Geldern auch vergleichbare Initiativen für bedürftige Menschen unterstützt werden können. Ein Vorschlag für eine verbindliche Vereinbarung scheiterte laut Richter jedoch an Einwänden in verschiedenen Parteigremien.

Das in den Gesprächen immer wieder angesprochene Parteien-Finanzierungsgesetz stehe der Initiative nicht im Wege, betonte Richter. "Es geht nicht darum, auf den Wahlkampf zu verzichten", schrieb der Vorsitzende des evangelischen Kirchenkreistages Osterholz-Scharmbeck in einem Brief an die Kandidaten. Er hofft nun, dass möglichst viele Kommunalpolitiker "kreativ mit der Situation umgehen".

Die Kommunalwahl in Niedersachsen läuft am 10. September. Dann wird über die Zusammensetzung der Stadt- und Gemeinderäte sowie der Kreistage für die Legislaturperiode bis 2011 abgestimmt. Vielerorts werden die Posten der Bürgermeister und Landräte neu vergeben.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1932/17.07.06)
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