Auf einen Blick (11.7.)

Nachricht 11. Juli 2006

Das Kinder-Bibelquiz
produziert vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn)
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"Mission ist notwendig – vor allem vor der eigenen Haustür"

Hannover – "Mission ist notwendig – vor allem vor der eigenen Haustür." Diese Auffassung vertritt der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München). Im Geleitwort zu der soeben erschienenen Handreichung des DNK/LWB zum Dokument "Mission im Kontext. Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung" des Lutherischen Weltbundes, schreibt Friedrich, man dürfe heute wieder von Mission reden. Dies sei lange Zeit auch in unserer Kirche eher schwierig gewesen, denn Mission sei in einem Atemzug mit Kolonialisierung genannt worden. Es sei nicht zu leugnen, dass die Missionsgeschichte ihre dunklen Seiten habe. Aber die Kirche habe gelernt, dass es nicht um das "Ob", sondern um das "Wie" gehe. "Wo keine Mission ist, geschieht keine Weitergabe der frohen Botschaft von Jesus Christus, und Menschen können die befreiende Gnade des Evangeliums nicht erleben." Deswegen sei "Mission nicht eine Aufgabe der Kirche neben anderen", so der bayerische Landesbischof. "Vielmehr ist die Kirche in die weltweite Mission Gottes hineingenommen – und Mission ist ein Wesensmerkmal der Kirche."

Mit seinem Missionsdokument lädt der Lutherische Weltbund alle Mitgliedskirchen ein, über ihr Verständnis von Mission und ihre missionarischen Aktivitäten nachzudenken. "Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung" sind die Leitlinien, unter denen der LWB sein Missionsverständnis in dem Dokument entwickelt. Um dieses Papier für die Gemeinden fruchtbar zu machen, hat das DNK/LWB eine 20-seitige Arbeitshilfe erstellt. Grundlage für die vom LWB entwickelte Missionstheologie ist die neutestamentliche Emmaus-Erzählung (Lukas 24,13-35). Die Arbeitshilfe wendet sich an Pastorinnen und Pastoren, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden, an Kirchenvorstände und alle, die zu Fragen von Mission und Ökumene nach Klärung suchen.

Hinweis: Das Missionsdokument des Lutherischen Weltbundes ist kostenlos, die Handreichung zum Selbstkostenpreis von 1 Euro (zzgl. Versandkosten) pro Exemplar über das Lutherische Kirchenamt, Richard-Wagner-Str. 26, 30177 Hannover, Tel.: 0511/62 61 234, E-Mail: zentrale@velkd.de) erhältlich. Für inhaltliche Fragen, steht Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand, Referentin u.a. für Mission und Entwicklungsdienst im Lutherischen Kirchenamt (Tel.: 0511/62 61 224, E-Mail: woehlbrand@velkd.de), zur Verfügung.
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Die H E L P L I N E
präsentiert von Hit-Radio Antenne und der Diakonie Niedersachsen

Unser Thema nächste Woche:
Sonntag, 16.07.2006, 20:00 bis 22:00 Uhr
Allein mit Kind - Eltern zweiter Klasse?

Alleinerziehende sind keine Seltenheit mehr. In Deutschland gibt es über zwei Millionen sogenannte Einelternfamilien, in Niedersachsen macht das über ein Viertel aller Familien mit Kindern aus, Tendenz steigend. Hausaufgaben betreuen, Tränen trocknen, kochen, waschen, Geld verdienen - häufig müssen sie das alles ohne jede Hilfe bewältigen. Und abends, wenn der Nachwuchs im Bett liegt, sitzen sie oft einsam vor dem Fernseher. Besonders schwierig wird es, wenn Alleinerziehende von Arbeitslosengeld II leben müssen. Tanja, 38 Jahre alt, erzählt der Helpline-Moderatorin Maren Sieber, wie sie sich mit ihrem Sohn Julien durchschlägt. Hilfe hat sie bei Angela Carld vom Diakonischen Werk gefunden. Sie und ihre Kollegin Eva-Maria Zabbée berichten in der Hit-Radio-Antenne-Helpline über Hilfsangebote für Alleinerziehende.

Schalten Sie ein am Sonntag, 16. Juli, von 20 bis 22 Uhr! Zusammen mit der Diakonie und dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen nennen wir Ihnen Hilfsangebote und Beratungsstellen auch in Ihrer Nähe.

Unter der Woche ist die Helpline-Hotline auch erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr und Freitag von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Die Telefonnummer: 01805-98 77 66.

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"Nacht der Solidarität" gegen Aids in Niedersachsen

Hannover (epd). Mit einer "Nacht der Solidarität" am 15. Juli erinnert das Aktionsbündnis gegen Aids in Hannover und anderen Städten Niedersachsens an die Opfer der Immunschwäche-Krankheit. Gleichzeitig setzt sich das Bündnis nach einer Mitteilung vom Dienstag für das Recht aller Infizierten auf lebensverlängernde Medikamente ein. Die Regierungen weltweit sollen an ihre Millenniumsziele im Kampf gegen Aids erinnert werden.

In Hannover beginnt die "Nacht der Solidarität" am Sonnabend um 19.30 Uhr mit einem Gospelkonzert mit dem Chor "Mizike" und der Sängerin Dana Weber in der Kreuzkirche. Im Anschluss wird auf dem Ballhofplatz eine große Aids-Schleife aus Kerzen gebildet. Die Initiatoren wollen dabei auch Unterschriftensammlung an die Pharma-Firmen für "Pillen statt Profit" für Hannover abschließen. Bundesweit seien mehr als 200.000 Unterschriften gesammelt worden, hieß es.

In Braunschweig findet die "Nacht der Solidarität" von 20 Uhr an auf der Pauli-Wiese statt. In Göttingen beginnt sie um 20.30 Uhr auf dem Wochenmarktplatz. In Oldenburg ist für 22 Uhr eine Lichterschleifen-Aktion auf dem Rathausmarkt geplant. In Hildesheim steht bereits am 13. Juli von 13 bis 14 Uhr ein Infostand vor der St. Jakobikirche.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1855/11.07.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Musiker produzieren CD mit neuen Reformationslieder

Hildesheim (epd). Kirchenmusiker aus Hildesheim haben eine CD mit neu komponierten Liedern zu Martin Luther und der Reformation aufgenommen. Vom Jazz bis zu Gregorianik sei eine große Bandbreite von Stilen vertreten, teilte der evangelische Kirchensprengel Hildesheim mit. Die CD enthält 16 Stücke mit Titeln wie "Dr. Martinus", "Und nervt der Teufel", "Wer glaubt, wird selig" oder "Hallo Luther". Ein Stück dreht sich auch um Luthers Frau Katharina.

Sieben Komponisten und acht Lieddichter aus dem kirchlichen Raum wirkten an der Aufnahme mit. Federführend war das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Hildesheim. Erstmals habe das Zentrum eine CD im eigenen Studio und unter eigenem Label produziert, hieß es. Die CD "Hallo Luther" soll im Herbst auf den Markt kommen. Anlass ist eine gleichnamige Aktion der hannoverschen Landeskirche, die im vergangenen Jahr anlässlich des Reformationsfestes am 31. Oktober zum ersten Mal landesweit lief. (epd Niedersachsen-Bremen/b1849/10.07.06)
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Pastorin tauft 14 Kinder im Flusswasser der Ilmenau

Lüneburg (epd). Im Flusswasser der Ilmenau bei Lüneburg werden an diesem Sonntag 14 Kinder und Jugendliche getauft. "Jesus selbst ist in einem Fluss getauft worden. Das ist eine ganz alte und biblische Tradition", sagte am Dienstag Pastorin Claudia Jürgens aus Melbeck bei Lüneburg. Die Feier an der Bucht der Ilmenau sei etwas Besonderes und sehr gefragt. "Der Ort lockt", erläuterte sie.

Die Pastorin will den bodenlangen Talar ausziehen und im Kleid mit den Täuflingen vom Säuglings- bis zum Konfirmandenalter ins Wasser gehen. "Eine Ganzkörpertaufe mache ich aber nicht", betonte sie. Wie in der evangelisch-lutherischen Kirche üblich, werde den Kinder die Stirn benetzt und mit Wasser ein Kreuzzeichen gezeichnet.

Am Flussufer feiere die Gemeinde das Tauffest ab 11 Uhr mit einem Familiengottesdienst mit Posaunenmusik, sagte Jürgens weiter. Bereits im vergangenen Jahr waren dort bei einer Taufe elf Kinder in die Gemeinde aufgenommen worden. In dem Ort bei Lüneburg gibt es nach Jürgens Angaben viele Neubaugebiete mit jungen Familien. "Wir haben rund 100 Taufen im Jahr."
(epd Niedersachsen-Bremen/b1859/11.07.06)
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