Kirche strafft Verwaltung in Südniedersachsen

Nachricht 04. Juli 2006

Hildesheim (epd). Die evangelische Kirche strafft ihre Verwaltung in Südniedersachsen. Ab Juni 2007 werden sich die Kirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land zu einem gemeinsamen Kirchenkreisverband zusammenschließen. Das Ziel seien Synergie-Effekte zum Beispiel in der Jugendarbeit, der Diakonie oder der Kirchenmusik, sagte der Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land, Christian Castel, am Dienstag vor Journalisten in Elze. Die beiden Kirchenkreisämter sollen bereits zum 15. September in Hildesheim vereinigt werden.

Rückläufige Steuereinnahmen machten eine engere Zusammenarbeit notwendig, sagte Castel. Dies bedeute allerdings noch keine Fusion. Rechtlich blieben die Kirchenkreise selbstständig. Die Bildung des neuen Kirchenkreisverbandes Hildesheimer Land-Alfeld war zuvor von beiden Kirchenkreistagen getrennt voneinander in Alfeld und Bad Salzdetfurth beschlossen worden. Erst Anfang 2005 waren die beiden Kirchenkreise Bockenem-Hoheneggelsen und Elze-Coppenbrügge zum Kirchenkreis Hildesheimer Land verschmolzen.

Die beiden Superintendenten-Stellen in Elze und Alfeld sollen erhalten bleiben, sagte Castel. Die Alfelder Superintendentur soll nach dem Weggang von Wolfhard Pohlmann im kommenden Jahr neu besetzt werden, obwohl Kirchenkreise mit weniger als 45.000 Mitgliedern nach den offiziellen kirchlichen Planungsvorgaben keine neuen Superintendenten mehr erhalten sollen. Alfeld hat rund 30.000 Mitglieder. Ein Flächenkirchenkreis könne nicht mit einer zentralen Verwaltung allein bedient werden, hieß es.

Die hannoversche Landeskirche teilt sich zurzeit in 58 Kirchenkreise. Bei der jüngsten Fusion hatten sich zum Jahresanfang Lüchow und Dannenberg zusammengeschlossen. Mit einem umfassenden Sparpaket will die hannoversche Landeskirche bis 2010 ihren Haushalt sanieren. Dazu gehört auch das Ziel, die Zahl der Kirchenkreisämter von derzeit 42 auf etwa 20 zu halbieren.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1777/04.07.06)
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