Auf einen Blick (28.6.)

Nachricht 28. Juni 2006

"Evangelische Zeitung": Ungewissheit zum 60. Geburtstag

Hannover (epd). Die "Evangelische Zeitung" (EZ) feiert an diesem Freitag in Hannover ihr 60-jähriges Bestehen. Die "Christliche Wochenzeitung für Niedersachsen", so der Untertitel, erscheint in den Landeskirchen von Hannover, Braunschweig und Oldenburg. Im Herbst 2007 will die hannoversche Landessynode darüber entscheiden, ob das Blatt nach 2009 weiter erscheinen soll. Der Zuschuss sinkt im nächsten Jahr um mehr als die Hälfte auf 400.000 Euro. Über eine Million Euro erwirtschaftet die im Lutherischen Verlagshaus (LVH) Hannover erscheinende Zeitung selbst.

Landesbischöfin Margot Käßmann sagte am Mittwoch auf epd-Anfrage, dem Blatt sei es immer wieder gelungen, das kirchliche Miteinander darzustellen und zu dokumentieren: "Von Aurich bis Hann. Münden, vom Harz bis zur Heide, vom Emsland bis zur Elbe wird seit sechs Jahrzehnten jede Woche deutlich, dass wir miteinander Kirche in Niedersachsen sind."

Kirche vor Ort zu sein, bedeute auch, voneinander zu wissen und das große Ganze im Blick zu behalten. Für ein solches Wissen umeinander und um die Entwicklung in den einzelnen Gemeinden stehe die EZ, sagte Käßmann: "Ich persönlich jedenfalls denke: je mehr EZ desto besser!"

Verlags-Geschäftsführer Hasko von Bassi sieht die jahrelange Diskussion um die EZ als Zeichen dafür, wie wichtig der evangelische Journalismus in den beteiligten Kirchen genommen werde, unabhängig von seiner künftigen publizistischen Gestalt. Nun müssten die nötigen Zukunftsentscheidungen zeitnah getroffen werden: "Weitere Vertagungen nützen niemandem", sagte der Verleger und Herausgeber dem epd. Chefredakteur Michael Eberstein befürchtet, dass durch die Kürzung die journalistische Arbeit in der Fläche leidet, hofft aber auf die Unterstützung "unserer treuen Leserschaft".

Die braunschweigische Landessynode hat sich für den Erhalt der Zeitung eingesetzt und will weiterhin mit einem Zuschuss von 115.000 Euro jährlich dazu beitragen. Gerade in Zeiten gesellschaftlichen Wandels und knapper Finanzen gewinne eine evangelische Wochenzeitung als Diskussionsforum an Bedeutung, hieß es in dem Beschluss. Ein konkretes Signal aus Oldenburg steht noch aus.

Die "Evangelische Zeitung" erschien unter dem Namen "Die Botschaft" zum ersten Mal am 9. Juni 1946. Im Jahr 1975 wechselte sie zu ihrem heutigen Namen. Ende der 50er Jahre betrug ihre Auflage 70.000 Exemplare, heute sind es rund 26.000 Abonnenten. Der Geburtstag der Zeitung wird am Freitag in Hannover mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche begangen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1704/28.06.06)
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Handbuch hilft Notfallseelsorgern in Extremsituationen

Edewecht/Kr. Ammerland (epd). Mit einem überarbeiteten "Handbuch Notfallseelsorge" sollen Pfarrerinnen und Pfarrer besser auf ihren Einsatz in Extremsituationen vorbereitet werden. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Notfallseelsorge erheblich weiterentwickelt, schreibt der Herausgeber und Notfallseelsorger Joachim Müller-Lange (Niederkassel) in seinem Vorwort. Das "Handbuch Notfallseelsorge" ist jetzt beim Verlag Stumpf und Kossendey in Edewecht erschienen und kostet 29 Euro.

Das überarbeitete Handbuch mit seinen mehr als 400 Seiten diene der Aus- und Fortbildung der Notfallseelsorger, schreibt Müller-Lange. Ein besonderes Augenmerk habe er dabei auf die Betreuung von Kindern gelegt, die auf Katastrophen anders als Erwachsene reagierten. Einen weiteren Schwerpunkt bilde die mittel- und langfristige Betreuung von Opfern und ihren Angehörigen nach Katastrophen, wie etwa dem Seebeben Weihnachten 2004 in Südostasien mit 220.000 Toten und Vermisssten, unter ihnen auch 537 Deutsche.

Seit 1990 kommen in der ökumenischen "Arbeitsgemeinschaft Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst (AGS)" Pfarrerinnen, Pfarrer und andere Interessierte zusammen, die sich speziell um die Seelsorge in und mit den Rettungsdienstorganisationen kümmern. Bundesweit arbeiten in den rund 250 Notfallseelsorgegruppen mehr als 2.200 Pfarrerinnen und Pfarrer und 500 speziell ausgebildete Laien mit. (Internet:www.notfallseelsorge.de)
(epd Niedersachsen-Bremen/b1718/27.06.06)
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Altstadtkirchen in Leer laden zu Kulturnacht ein

Leer (epd). Die drei Altstadtkirchen in Leer laden zur zweiten ökumenischen "Kulturnacht Kirche" am 14. Juli ein. Auf knapp 100 Metern Fußweg bieten von 20 Uhr bis Mitternacht die reformierte Große Kirche, die Lutherkirche und die katholische Kirche St. Michael stündlich Orgelkonzerte, Chormusik von Klassik bis Gospel, Lesungen und Talkrunden an, teilte der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Leer am Dienstag mit. In den Pausen gebe es Gelegenheit, um sich bei Wein, Wasser und Brezeln miteinander auszutauschen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1719/27.06.06)
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Pastoren verkaufen Brötchen fürs Gemeindezentrum

Melbeck/Kr. Lüneburg (epd). Bäckermeister Ullrich Hahn hat für die "Katharinenbrötchen" extra ein Rezept kreiert. Er spendet seine Mischung für ein neues Gemeindezentrum der Lüneburger Stadtteile Häcklingen und Rettmer. "Die Brötchen sind aus Weizenvollkorn, Dinkel und Buchweizen und mit gelbem Leinsamen verfeinert. Der Geschmack soll nachhaltig wirken", sagt der Bäcker. Am Sonnabend wollen Pastorin, Pastoren und Diakon die Backwaren dort unter die Leute bringen.

In den wachsenden Stadtteilen schaffen laut Pastor Günter Hölscher die evangelische Katharinen-Gemeinde und die Stadt gemeinsam ein Zentrum. Der Bau werde im August eingeweiht. Kirchenkreis und Kirchengemeinde hätten mit rund 800.000 Euro ihren Anteil der Kosten schon aufgebracht. Mit den Spenden solle jetzt Mobiliar beschafft werden, sagte Hölscher. Außerdem werde für das neue Haus geworben: "Wer die Brötchen isst, kann etwas Gutes genießen und Gutes tun."

Von 7 Uhr an wollen Bäckerei-Mitarbeiterin Annette Albrecht und Hölscher mit dem Verkaufswagen Kunden beliefern. Später machen sie, Diakon Klaus-Dieter Kolshorn, Pastorin Claudia Jürgens und Pastor Bernd Skowron auf dem Marktplatz Station. Auch in der Bäckerei in Melbeck und im örtlichen Supermarkt gebe es am Sonnabend die Brötchen für je 40 Cent, sagt Hahn. Er hofft, dass bis zu 2.000 Stück über die Theke gehen: "Mit kleinen Brötchen kann man eine Menge erreichen."
(epd Niedersachsen-Bremen/b1710/26.06.06)
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Der Waterloo Platz in Hannover ist zur Zeit einer der offiziellen Arenen, in denen richtige Fußball Feste gefeiert werden. Und mittendrin war Mark Eickhorst aus der Hit-Radio Antenne Kirchenredaktion....
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Produziert vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn - www.ekn.de )