Kapelle im Berliner WM-Stadion wieder offen

Nachricht 20. Juni 2006

Proteste zeigen Wirkung beim Weltfußballverband FIFA

Berlin (idea) – Nach zahlreichen Protesten von Christen hat der Weltfußballverband FIFA die Kapelle im Berliner Olympiastadion noch vor dem Spiel Deutschland gegen Ecuador am 20. Juni wieder geöffnet. Das berichtete der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Oberkonsistorialrat Bernhard Felmberg (Berlin) gegenüber idea. „Wir freuen uns über die Entscheidung der FIFA“, so Felmberg, der dem letzten Gruppenspiel der deutschen Mannschaft beiwohnt. Nun sei möglich, wofür die EKBO und private Spender drei Jahre lang gekämpft hätten, nämlich daß Spieler im Olympiastadion beten könnten. Die Kapelle im Berliner Olympiastadion war erst vor drei Wochen eingeweiht worden. Die FIFA hatte die Stadionkapellen in Berlin und in der Gelsenkirchener „Arena auf Schalke“ nach Angaben Felmbergs zu Beginn der WM versiegeln lassen. Für diese Entscheidung wurden Sicherheitsgründe angeführt sowie die Rücksicht auf Spieler, die einer anderen Religion angehören. Felmberg würde es begrüßen, wenn auch die Kapelle in der Gelsenkirchener WM-Arena wieder geöffnet würde. Dort treffen am 21. Juni Portugal und Mexiko aufeinander. (20.06.2006/15:59)
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