Internet-Betrüger haben es auf Christen abgesehen

Nachricht 13. Juni 2006

A u c k l a n d (idea) – Auf leichtgläubige Christen haben es Internet-Betrüger abgesehen, die per elektronischer Post große Geldversprechen machen. Zusammen mit einer tränenrührigen Geschichte bieten vermeintliche Christen in fernen Ländern – meist Afrika und Asien – Summen von mehreren Zehntausend US-Dollar an. Oft behaupten sie, an einer tödlichen Krankheit zu leiden und niemanden zu haben, dem sie ihren Reichtum vererben können. Deshalb wollten sie es einem Christen zukommen lassen. Wie der Informationsdienst Assist (Lake Forest/US-Bundesstaat Kalifornien) berichtet, habe zum Beispiel ein E-Mail-Schreiber aus Kuwait behauptet, er sei erst vor kurzem Christ geworden und leide an unheilbarem Lungenkrebs. Seine wohlhabende Frau und sein einziger Sohn seien bei einem Attentat ums Leben gekommen. Jetzt habe ihm der Allmächtige gezeigt, daß er die Hinterlassenschaft seiner Frau von 20 Millionen Dollar christlichen Gemeinden zukommen lassen solle, damit sie Mission und Evangelisation in Afrika, Amerika, Europa und Asien fördern.

Der Haken an der Sache: Wer auf solche Schreiben reagiere, werde aufgefordert, eine kleinere Summe zu überweisen, um an das große Geld zu kommen. Später würden angeblich höhere Summen für juristische Gebühren und Honorare fällig - zwischen 50.000 und 80.000 Dollar. Dieses Geld sähen die Opfer nie wieder. Eine andere Masche sind angeblich gewinnversprechende Investitionen in kleinen Unternehmen, die zum Beispiel Bodenschätze in der Mongolei heben wollen. Tatsächlich fallen immer wieder gutgläubige Christen auf derartige Angebote herein. In Auckland (Neuseeland) warnt inzwischen der Verbraucherschutz vor solchen Machenschaften. Am besten sei es, solche E-Mails ungelesen zu löschen. Auch nur mit einem Dankeschön darauf zu reagieren, wäre ein Fehler. Lee Chisholm von der Internet-Sicherheitsorganisation Netsafe: „Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es normalerweise auch genau das.“
(13.06.2006/16:19)

Copyright: Evangelische Nachrichtenagentur idea
E-Mail: idea@idea.de