Spendenaktion soll plattdeutsche Verkündigung sichern

Nachricht 01. Juni 2006

Hermannsburg/Hannover (epd). Die "Arbeitsgemeinschaft Plattdüütsch in de Kark" in Niedersachsen und Bremen kämpft mit einer Spendenaktion für die plattdeutsche Verkündigung in der Kirche. Vom kommenden Jahr an würden jährlich mindestens 10.000 Euro Spenden benötigt, um die halbe Pfarrstelle für diese Arbeit in der hannoverschen Landeskirche zu erhalten, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Pastor Walter Scheller, am Donnerstag in Hermannsburg bei Celle.

Die Arbeitsgemeinschaft suche mindestens 100 Unterstützer, die zunächst fünf Jahre lang jeweils 100 Euro jährlich spenden, sagte Scheller: "Wir wollen das Plattdeutsche in der Kirche erhalten und dabei geht es nicht um Nostalgie." Nach seinen Erfahrungen lasse sich in der plattdeutschen Sprache konkret und anschaulich vom christlichen Glauben sprechen.

Aus der evangelischen Landeskirche gebe es Signale, dass die Pfarrstelle erhalten bleibe, wenn sich die Spender fänden, sagte Scheller. Mit 10.000 Euro könne ein knappes Drittel der halben Stelle finanziert werden. Weitere Spenden seien erwünscht. Die Beauftragte für plattdeutsche Verkündigung, Pastorin Anita Christians-Albrecht aus Burgdorf bei Hannover, sagte, bei ihr seien bisher mehr als 20 Spendenzusagen eingegangen.

Die Förderer des Plattdeutschen kämen dabei nicht nur aus Niedersachsen und Bremen, sagte die Pastorin. "Es gibt auch Spender aus Kiel und Berlin." Die Beauftragte berät Gemeinden und ist Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft "Plattdüütsch in de Kark", in der sich rund 300 Pastoren und ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren. Zur Zeit plant sie die Herausgabe einer Kinderbibel "op platt".
(epd Niedersachsen-Bremen/b1479/01.06.06)
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s. auch: Plattdeutsche Predigt zu Pfingsten von Anita Christians-Albrecht