Auf einen Blick (30.5.)

Nachricht 30. Mai 2006

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Das Kinderbibelquiz vom 28. Mai 2006
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Das aktuelle Stichwort: Pfingsten

Hannover (epd). Pfingsten, das "Fest des Heiligen Geistes", ist nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des Kirchenjahres. In diesem Jahr wird es am 4. Juni gefeiert. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der Fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit Ende des vierten Jahrhunderts fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird. In Erinnerung an die Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als "Geburtstag der Kirche" und Beginn der weltweiten Mission verstanden.

Die biblischen Berichte schildern nach der Auferstehung und Himmelfahrt Christi eine neue Gemeinschaft der Jünger: "Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen" (Apostelgeschichte 2,4). Auf die Pfingsterzählung des Neuen Testaments dürfte auch die Redewendung "Feuer und Flamme sein", begeistert sein, zurückgehen: Bei dem Treffen der Jünger "sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder", heißt es im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte.

Bis zum vierten Jahrhundert wurde an Pfingsten gleichzeitig Christi Himmelfahrt gefeiert. Erst später entwickelten sich daraus zwei eigenständige Feiertage. Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird an Pfingsten oft durch das Herablassen einer Taube dargestellt.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1432/30.05.06)
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Beitrag über Kirsten Boie, produziert vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen ( www.ekn.de), produziert für Radio 21:

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Kirsten Boie erhält Evangelischen Buchpreis 2006

Oldenburg(epd). Die Hamburger Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie nimmt an diesem Mittwoch in der Oldenburger St.-Lamberti-Kirche den Evangelischen Buchpreis 2006 entgegen. Sie erhält die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Kinderkrimi "Die Medlevinger". Boie sei es gelungen, Kinder durch Spannung, Situationskomik und Sprachwitz zum Lesen zu verlocken, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Evangelische Buchpreis sei für sie etwas Besonderes, sagte Boie im epd-Gespräch: "Das ist eine Anerkennung von einer Seite, der ethische Frage wichtig sind. Da geht es nicht nur um Verkaufszahlen." Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen Cornelia Funke, Klaus Kordon, Rose Ausländer und Heinrich Albertz.

In dem preisgekrönten Buch erzählt die Schriftstellerin vom Zwergenvolk der Medlevinger, das sich vor menschlicher Rücksichtslosigkeit und Habgier in ein unterirdisches Land zurückgezogen hat. Die Medlevinger-Kinder Nis und Moa bestehen gemeinsam mit dem elfjährigen "Menschenjungen" Johannes spannende Abenteuer.

Durch die Begegnung der beiden Welten sei auch eine Prise Zivilisationskritik in das Buch gekommen, sagte Boie: "Die Medlevinger-Kinder kommen aus einer völlig anderen Welt in unsere gegenwärtige Menschenwelt und nehmen hier Dinge wahr, die wir kaum noch wahrnehmen." Zum Beispiel den "aberwitzigen" Straßenverkehr auf einer sechsspurigen Innenstadtstraße, den Lärm und Gestank.

Sich selbst beschreibt Boie als "durch und durch christlich sozialisiert". Zwar sei sie keine große Kirchgängerin, doch spiele die Religion in ihrem Leben eine große Rolle: "Ich denke, dass das, was es an christlichen Werten und Überzeugungen in unsere Gesellschaft gibt, gerne eine noch größere Rolle spielen dürfte."

Boie, geboren 1950, studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaft und arbeitete zunächst als Lehrerin. 1985 erschien ihr erstes Kinderbuch "Paule ist ein Glücksgriff". Für ihre rund 80 Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 von dem in Göttingen ansässigen Deutschen Verband Evangelischer Büchereien vergeben. Es handelt sich um einen Leserpreis, die Jury entscheidet aus Vorschlägen von Lesern. Mit dem Preis werden nach Angaben des Verbandes Bücher ausgezeichnet, "für die Christen sich einsetzen können". Das Buch "Die Medlevinger" erschien 2004 im Hamburger Friedrich Oetinger Verlag und kostet 13,90 Euro.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1428/30.05.06)
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Ministerpräsident Wulff beim Krelinger Jugendfestival

Krelingen/Kr. Soltau-Fallingbostel (epd). Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist prominenter Gast beim Jugendfestival "Begegnung-Aktion-Musik" im Geistlichen Rüstzentrum in Krelingen bei Walsrode. Am 10. Juni stellt er sich den Fragen von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren, teilte das Rüstzentrum am Dienstag mit.

Zum Jugendtreffen vom 9. bis zum 11. Juni erwartet das theologisch konservative christliche Zentrum rund 1.000 Gäste. Auf dem Programm stehen unter anderem Bibelarbeiten, Seminare Sportturniere und Live-Musik. (Internet: www.bam-festival.de) (epd Niedersachsen-Bremen/b1441/30.05.06)
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Hannovers Kirchen laden WM-Gäste zum Innehalten ein

Hannover (epd). Die evangelische und die katholische Kirche in Hannover laden mit einem breit gefächerten Angebot alle Gäste der Fußballweltmeisterschaft zu Besinnung und Innehalten ein. Auch der Sport sei auf eine gute Kombination von Geist, Leib und Seele angewiesen, sagte der evangelische Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann am Dienstag bei der Vorstellung des Programms "Spirit". Geplant seien vom 9. Juni bis 9. Juli Andachten, Live-Musik, internationale Gottesdienste, Ausstellungen und Live-Übertragungen auf Großbildleinwänden in den Gemeindehäusern.

Rund um die Marktkirche beteiligt sich die evangelische Kirche mit zwei Zelten am "Global Village", einem internationalen Musik-Projekt der Stadt Hannover. Im so genannten "Tor zum Himmel" können sich die Besucher über die Aktivitäten der Kirchen informieren, Gespräche mit Seelsorgern führen oder auch nur ein Glas Wasser trinken. Die Marktkirche ist bis 22 Uhr geöffnet und bietet jeweils um 19 Uhr Andachten mit Live-Musik an. Den Anfang macht am 9. Juni Landesbischöfin Margot Käßmann.

Mehr als 250 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer seien in der ganzen Stadt im Einsatz, sagte Puschmann. Auch für eventuelle Zwischenfälle hätten die beiden Kirchen gemeinsam vorgesorgt. Die Notfallseelsorger seien genauso an den Planungen beteiligt worden wie die Krankenhausseelsorger. Die beiden Teams würden von etlichen Gemeindepfarrern, die sich in Bereitschaft hielten, unterstützt, sagte der katholische Propst Klaus Funke.

"Wir erleben mit der WM eine riesige Vermarktung und wollen als Kirche nicht als Marktteilnehmer konkurrieren", sagte Funke weiter. In der katholischen Clemens-Kirche seien deshalb am 11., 18. und 25. Juni um 11.30 Uhr internationale Gottesdienste geplant. Im Mittelpunkt stünden dabei jeweils die Länder, die an diesem Tag gerade spielten. Das gesamte Programm der beiden Kirchen ist auf einem vier-farbigen Flyer abgedruckt, der von der kommenden Woche an in einer Auflage von 30.000 Exemplaren verteilt werde.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1440/30.05.06)
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„Die Frage. Der Sand. Die Antworten.“ –
Kunstprojekt zum Kirchentag 2005 liegt jetzt als Buch vor

Präsentation am 31. Mai in der Neustädter Kirche

Eines der größten Kunstprojekte der Landeskirche Hannovers liegt jetzt in Buchform vor: Zum Kirchentag 2005 hatte der Bremer Bildhauer Bernhard Wimmer 14 Stelen aus hellem Quarzsand in Kirchen und auf öffentlichen Plätzen auf dem Gebiet der Landeskirchen Hannover und Braunschweig errichtet. In die zwei Meter hohen Skulpturen war das Motto des Kirchentages eingraviert, ein Zitat aus dem Alten Testament: „Und wenn dein Kind dich morgen fragt?“
In den beteiligten Orten, darunter Hannover, Lüneburg, Hildesheim und Aurich, waren Menschen aufgefordert, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wie wollen wir leben?“
Ihre Antworten hatte der Künstler Bernhard Wimmer in die Rückseite der Stelen geritzt. Passanten konnten mit einem Nagel den Stelentext fortschreiben: Mit jedem Kommentar im Sand zerrieselte das Kunstwerk weiter. Mitunter verwehten die Sandstelen so innerhalb weniger Tage.
In Zusammenarbeit mit dem Gerhard-Marcks-Haus in Bremen, der Hanns-Lilje-Stiftung, der „Regionalen Arbeitsstelle Kirchentag 2005“ („rast“) und dem Haus kirchlicher Dienste in Hannover hat der Künstler Bernhard Wimmer nun den Verlauf des Stelenprojektes in einem Buch festgehalten. Die 48-seitige Dokumentation mit dem Titel „Die Frage. Der Sand. Die Antworten“ wird am Mittwoch, dem 31. Mai 2006 im Rahmen einer Fachtagung zum Dialog von Kirche und Kunst in der Neustädter Kirche vorgestellt.
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Sanierung der Stabkirche Hahnenklee abgeschlossen

Hahnenklee/Kr. Goslar (epd). Die einzige deutsche Stabkirche im Harzort Hahnenklee ist komplett saniert worden. Die evangelische Gemeinde feiert den Abschluss der Arbeiten am Pfingstsonntag mit einem Fest rund um die Kirche. Die Renovierung hat rund drei Millionen Euro gekostet.

1907 und 1908 wurde die Stabkirche aus Harzer Fichtenholz erbaut. Im Inneren gibt es weder Nägel noch Schrauben, die Balken sind vernutet und verspundet und mit Schnitzwerk verziert. Vorbild sind die norwegischen Stabkirchen, deren Konstruktion sich am Schiffbau orientiert. Eine Besonderheit ist auch das Glockenspiel, ein so genanntes Carillon, mit 48 Glocken. Die Holzkirche ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Harzes. Sie zieht jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher an.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1442/30.05.06)
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