Auf einen Blick (18.5.)

Nachricht 18. Mai 2006

Ausstellung: „Quer durch Europa“
Geschichte der Europäischen Ökumenischen Versammlungen

„Quer durch Europa“ ist eine neue Ausstellung überschrieben, die die Geschichte der Europäischen Ökumenischen Versammlungen nachzeichnet und Interesse wecken soll für die im September 2007 in Sibiu/Rumänien anstehende 3. Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV3). Die Ausstellung wurde erarbeitet von der Projektstelle der EÖV3 im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und wird erstmals öffentlich präsentiert vom 24. bis 28. Mai im Ökumenischen Begegnungszentrum auf dem 96. Deutschen Katholikentag in Saarbrücken.

Als Impuls für eigene Veranstaltungen zur EÖV3 kann diese Ausstellung bei der Projektstelle der EÖV3 kostenlos ausgeliehen werden. Sie stellt die beiden vorausgegangenen Versammlungen in Basel 1989 (Frieden in Gerechtigkeit) und Graz 1997 (Versöhnung – Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens) ebenso dar wie Informationen zur Charta Oecumenica und den Prozess der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung, die von Januar 2006 an als ökumenischer Pilgerweg mit vier Stationen durch Europa führt und im September 2007 in Sibiu (Hermannstadt) Rumänien endet. Die Ausstellung ist so konzipiert, dass sie einerseits eine Erinnerung sein kann für Menschen, die mit den Themen und der Bewegung der Europäischen Ökumenischen Versammlungen vertraut sind, und andererseits Erstinformationen für diejenigen darstellt, die sich für die gemeinsamen Aufgaben der Kirchen in Europa interessieren.

Die Ausstellung kann ab Juni 2006 von Gemeinden, Basisbewegungen und kirchlichen Einrichtungen ausgeliehen werden. Sie kann auf dem zweiten Phase des „Pilgerweges nach Sibiu“, bei der Begegnungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene geplant sind, als Informationsausstellung in einem Kirchen- oder Gemeinderaum genutzt werden. Sie dient aber auch als Impuls, um diese Ausstellung herum andere Aktivitäten und Veranstaltungen (Vorträge, workshops, Podiumsdiskussionen) zu den Themen der EÖV3 vor Ort zu organisieren.

Hannover, 18. Mai 2006
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi

Hinweis: Weitere Informationen zur EÖV3 unter www.oekumene3.eu.
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Bremische Kirche richtet spezielle "Kulturkirche" ein

Bremen (epd). Das Land Bremen bekommt eine spezielle "Kulturkirche". Sie soll nach einem Beschluss der Synode der Bremischen Evangelischen Kirche vom Donnerstag in der St.-Stephani-Kirche in der Altstadt eingerichtet werden und neue Zielgruppen ansprechen. Für eine Probephase zwischen 2007 und 2009 sind Personal- und Sachkosten in Höhe von jährlich rund 135.000 Euro in der Diskussion. Die Leitung soll der derzeit amtierende theologische Repräsentant der bremischen Kirche, Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz, übernehmen.

Aufgrund schrumpfender Gemeindegliederzahlen in St. Stephani sprach sich die Synode mehrheitlich dafür aus, einen Großteil der vor 850 Jahren gegründeten Kathedralkirche neu zu nutzen. Dies soll in Zusammenarbeit mit Partnern wie Radio Bremen, der Hochschule für Künste und der Volkshochschule geschehen. Der architektonisch nüchtern gestaltete Innenraum sei ideal für Ausstellungen, Veranstaltungsreihen und Musik, hieß es. Die rund 1.450 Mitglieder große Stephani-Gemeinde soll sich weiterhin im Nordschiff versammeln.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1347/18.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Oldenburger Synode nimmt Beratungen über Kürzungen auf

Rastede/Kr. Ammerland (epd). Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat am Donnerstag ihre Beratungen über weit reichende finanzielle Kürzungen aufgenommen. Die Ausgaben der Kirche sollen bis 2010 um insgesamt 12,5 Millionen Euro gesenkt werden sollen, sagte Pfarrer Dieter Qualmann als Vorsitzender der Steuerungsgruppe vor dem in Rastede bei Oldenburg tagenden Kirchenparlament. Den 60 Delegierten liegen elf Beschlussvorlagen zur Entscheidung vor.

In nichtöffentlichen Arbeitsgruppen werden die Synodalen am Nachmittag über die geplanten Kürzungen und Strukturänderungen diskutieren. Dabei geht es um Strukturen in den Kirchengemeinden und der Kirchenleitung und um Funktionspfarrstellen wie etwa in der Krankenhausseelsorge. Weitere Gruppen befassen sich mit der Jugendarbeit, der Publizistik, mit den Beratungsstellen und mit der Arbeit mit Ehrenamtlichen.

Seit 1998 wird in der oldenburgischen Kirche über Kürzungskonzepte diskutiert. "Nun müssen wir handeln", sagte Qualmann. In den kommenden 20 Jahren werde aufgrund der demographischen Entwicklung die Zahl der Kirchenmitglieder um ein Drittel sinken. Im selben Zeitraum werden nach Einschätzung von Experten die Einnahmen aus den Kirchensteuern um die Hälfte zurückgehen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1348/18.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kurverwaltungen wollen enger mit Kirche kooperieren

Aurich (epd). Die evangelische Kirche und die Kurverwaltungen an der ostfriesischen Küste und den Inseln wollen enger als bisher zusammenarbeiten. "Kirche am Urlaubsort ist für uns ein wirtschaftlicher Vorteil, auf den wir nicht verzichten können", sagte der Kurdirektor von Esens-Bensersiel, Johann Taddigs. Erstmals hatten sich am Mittwoch Vertreter von Kirche und Tourismus auf Einladung von Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein aus Ostfriesland in Aurich getroffen.

Die meisten Menschen überfrachteten den Urlaub mit zu vielen Erwartungen, sagte Holze-Stäblein. Neben Erholung, Kultur und Gesundheit wollten sie an Gewicht abnehmen, endlich mal wieder mit der Partnerin oder dem Partner sprechen oder den Kontakt zu den eigenen Kindern wieder herstellen: "Aber das Leben findet im Alltag statt", sagte sie. Der Urlaub könne dem Leben aber etwas Ruhe und Farbe geben.

Es sei hilfreich, dass die Kirche nicht jedem Trend hinterher laufen müsse. Die Kirche biete Verlässlichkeit und Beständigkeit. Dieses Erfolgsrezept funktioniere seit 2.000 Jahren. "Wir haben Zeit zuzuhören", sagte Holze-Stäblein.

Kurdirektor Taddigs wies auf die psychologische Hilfe hin, die die Kirchenmitarbeiter leisteten. Er regte gemeinsame Schulungen mit den kirchlichen Lebensberatungsstellen an, als "Notfallseelsorge für innere Krisen". Es komme oft zu sehr persönlichen Gesprächen zwischen Gästen und Gastgebern, mit denen die Mitarbeiter in den Kurverwaltungen überfordert seien.

"Kirche am Urlaubsort mit allen ihren Angeboten ist ein nicht zu unterschätzendes Qualitätsmerkmal", sagte Taddigs. Dafür böten die Urlaubsorte der Kirche die Möglichkeit, sich den Menschen ganz neu zu präsentieren. "Bei uns ist die Zeltkirche am Strand oft besser besucht als die großen Kirchen." Die Kirche sollte sich nicht aus finanziellen Gründen aus der Arbeit mit den Urlaubern zurückzuziehen: "Das wäre für beide Seiten ein schwerer Verlust." - Als Forum "Kirche und Tourismus" sollten die Treffen einmal jährliche fortgesetzt werden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1330/17.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Die Ev. Familien-Bildungsstätte Hannover und DEISTER-TV haben die DVD „Zeit für Kinder“ produziert.

Der Film zeigt Ausschnitte aus Kursen für werdende Eltern und junge Familien, Fragen zur Taufe, Eltern-Kind-Gruppen, Kinder und Internet und weiteren Angeboten.

Zum Abschluss wird das Projekt „Zeit für Kinder“ vorgestellt, in dem Mütter in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt eines Kindes von Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt werden.

Kontakt und Information:

Evangelische Familien-Bildungsstätte
Archivstr. 3
30169 Hannover
Tel.: 05 11/12 41-5 42
E-Mail: fabi.hannover@kirchliche-dienste.de
Ansprechpartnerin: Anne Günther