Auf einen Blick (16.5.)

Nachricht 16. Mai 2006

Otmar Schulz erklärt "Kirche für Neugierige"

Hannover (epd). "Kirche für Neugierige" ist der Titel eines Buches, das kirchliche Strukturen und Begriffe erklärt, wie Synode, Prälat oder die Union Evangelischer Kirchen. Der promovierte Theologe Otmar Schulz leitet den Leser durch die Konfessionen, Strukturen und Amtsbezeichnungen der evangelischen Kirchen. Ein "kleines Lexikon" erklärt Begriffe von "Abba" ("Väterchen" in der Sprache Jesu) über "Konfirmation" und "Sekten" bis zu "Zion" als Name Jerusalems. Das Buch ist jetzt im Lutherischen Verlagshaus Hannover erschienen.

Schulz war bis zu seinem Ruhestand Beauftragter für publizistische Fortbildung in der hannoverschen Landeskirche. Er wendet sich mit seinem Buch an alle, die mit der evangelischen Kirche in Berührung kommen, neue Mitarbeitende, Schüler, Studenten oder auch Journalisten. Ein Anschriftenteil nennt die wichtigsten Adressen. Das Buch ist im Lutherischen Verlagshaus in Hannover erschienen und kostet 9,90 Euro.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1262/11.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Das Thema der Woche beim Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn)
Beitrag für Hit-Radio Antenne: Pastoren im Endspurt, mit Katja Jacob

Es gab Zeiten, da galt Sport in feinen Kreisen als unschicklich. Manche Christen sahen darin sogar eine Gotteslästerung. Es war wohl vor allem der Körperkult, der der Kirche suspekt war. Vor allem dann, wenn er die Menschen vom Gottesdienst abhält. Aber Katja Jacob aus der Hit-Radio Antenne Kirchenredaktion – die Zeiten haben sich geändert, nicht wahr? -> weiter hören! (mp3-Datei)
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Die Helpline,
präsentiert von Hit-Radio Antenne und der Diakonie Niedersachsen.
Unser Thema nächste Woche:
Sonntag, 21.05.2006, 20:00 bis 22.00 Uhr
Wenn Teenies Trauer tragen – Jugendliche, die Angehörige verloren haben

Einen Menschen zu verlieren, der einem nahe steht - das tut weh. Das weiß jeder, der es schon erlebt hat. Für Jugendliche, die wenig Erfahrung mit dem Tod haben, ist es besonders schlimm. Der damals 16jährige Sebastian aus Hannover hat es erlebt, als sein jüngerer Bruder vor zwei Jahren an einem Gehirntumor starb. Mit seinen Freunden konnte und wollte er nicht reden, und seine Eltern mochte er mit seinen Problemen auch nicht belasten – sie trauerten ja selber. Unterstützung hat er in einer Selbsthilfegruppe für trauernde Jugendliche gefunden. Dort trifft er Gleichaltrige, die ebenfalls den Tod von nahen Angehörigen miterlebt haben und seine Gefühle verstehen können. Die Jugendlichen reden miteinander, versuchen die Trauer kreativ aufzuarbeiten, aber machen auch Ausflüge, gehen Inlinern, haben Spaß zusammen. In der Helpline auf Hit-Radio Antenne wird Sebastian zusammen mit der Leiterin der Gruppe, Elisabeth Schmidt, über seine Trauer und den Umgang damit berichten. Die Psychologin Melanie Kieback vom Evangelischen Beratungszentrum Hannover gibt Tipps für Jugendliche, Eltern und Freunde, wie sie die Trauer bewältigen oder anderen dabei helfen können.
Schalten Sie ein am Sonntag, 21. Mai, von 20 bis 22 Uhr! Zusammen mit dem Diakonischen Werk und dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen nennen wir Ihnen Hilfsangebote und Beratungsstellen auch in Ihrer Nähe.
Ab sofort ist die Helpline-Hotline auch erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr sowie Freitag von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr! Die Telefonnummer: 01805-98 77 66.
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Schwierige Liebe - Wenn Christen und Muslime heiraten

„Offen gesagt …“ die christliche Talksendung aus der St. Pauli Kirche Hamburg mit Moderator Pastor Jan Dieckmann am 21. Mai um 14.00 Uhr im NDR Fernsehen

Pastor Jan Dieckmann spricht am 21. Mai um 14.00 Uhr im NDR-Fernsehen mit betroffenen Frauen über die Herausforderungen und Konflikte, die eine solche Verbindung mit sich bringt.

Der Liebe ist die Religion des anderen egal. Die deutsche Heiratsstatistik spricht eine klare Sprache: Mittlerweile gibt es Zehntausende von Ehen zwischen Christen und Muslimen in Deutschland. Wie aber sieht der Alltag mit Gott und Allah aus?

Spätestens, wenn aus einer Partnerschaft eine Familie wird, zeigt sich, dass unterschiedliche religiöse Wurzeln viel Konfliktstoff bergen. Soll mein Sohn getauft oder beschnitten werden? Wird die Tochter ein Kopftuch tragen, oder nicht? Welche Feste werden gefeiert?

Manchmal erscheinen die kulturellen Unterschiede erdrückend? Wie ist das Frauenbild – beispielsweise der muslimischen Männer? Ist eine gleichberechtigte Partnerschaft überhaupt möglich?

In machen Familien mit christlichem und muslimischem Elternteil wachsen die Kinder in einem „religiösen Kuddelmuddel“ auf. Später – heißt es dann – sollen sich die Kinder für eine Religion entscheiden. Ist das der richtige Weg? Oder muss um des lieben Friedens in der Familie willen einer zurückstecken und seinen Glauben verleugnen?

Pastor Jan Dieckmann spricht mit einer Muslima und einer Christin über die Herausforderungen und Konflikte, die eine Verbindung mit einem anders gläubigen Mann mit sich bringt.

„Offen gesagt …“ wird gemeinsam verantwortet vom Katholischen Rundfunkreferat für den NDR und der Evangelischen Radio- und Fernsehkirche im NDR.

„Offen gesagt …“ wird von Pastor Jan Dieckmann moderiert und ist die einzige ökumenische Sendung im deutschen Fernsehen.

Infos: www.fernsehkirche.de
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Johanniter bieten Freiwilliges Soziales Jahr an

Hannover/Bremen (epd). Die Johanniter-Unfall-Hilfe sucht in Niedersachsen und Bremen junge Menschen zwischen 19 und 27 Jahren für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Nach der Schulausbildung sei ein solches Jahr für junge Frauen und Männer eine willkommene und anerkannte Übergangsphase zur Selbstfindung, teilten die Johanniter am Dienstag in Hannover mit. Das Freiwillige Soziale Jahr biete die Chance, schon vor dem Berufseinstieg eine Menge Lebenserfahrung zu sammeln.

Die Teilnehmenden würden pädagogisch begleitet und könnten ihre Erfahrungen in der Gruppe austauschen. Hinzu komme die jeweilige fachliche Ausbildung in ihrem Einsatzgebiet. Dazu gehörten der Fahrdienst, die ambulante Pflege, der Hausnotruf und der Menü-Service. Besonders gefragt sei die Schulung zum Erste-Hilfe-Ausbilder, heißt es.

Seit 2002 werde dieser freiwillige Dienst auch als Ersatz für den Zivildienst anerkannt. Die Johanniter zahlten ein Taschen- und Verpflegungsgeld, einen Fahrtkosten-Zuschuss und die Sozialversicherungsbeiträge. Das soziale Jahr könne jederzeit begonnen werden. Voraussetzung sei ein Führerschein der Klasse B. Die Teilnehmenden erhielten am Ende ein qualifiziertes Zeugnis. (Internet: www.juh-nds-br.de)
(epd Niedersachsen-Bremen/b1316/16.05.06)
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Noch freie Plätze beim Freiwilligen Sozialen Jahr

Berlin, 12. Berlin 2006 Bewerbungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab dem Sommer 2006 sind derzeit noch möglich. Junge Frauen und Männer zwischen 16 und 26 Jahren können nach ihrem Schulabschluss im FSJ berufliche Erfahrungen in sozialen Einrichtungen sammeln. Wichtig dafür ist die Bereitschaft, mit Menschen zu arbeiten. Die Art des Schulabschlusses ist weniger von Bedeutung. Darauf weisen die Evangelischen Freiwilligendienste hin.

Die Vermittlung übernimmt eine örtliche FSJ-Geschäftsstelle. Die jungen Menschen arbeiten rund 40 Stunden in der Woche in sozialen Arbeitsfeldern. Zum Beispiel in Jugendzentren, Kindergärten, Altenheimen oder auch in Kirchengemeinden. Vor Ort werden sie von pädagogisch ausgebildeten Mitarbeitenden professionell angeleitet und betreut. Begleitend zum FSJ finden Seminare statt, die weitere Anleitung und Austausch ermöglichen.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr dauert in der Regel zwölf Monate und kann als Zivildienst anerkannt werden. Die Jugendlichen bekommen ein Taschengeld in Höhe von 150 bis 250 Euro und sind für die Dauer des FSJ sozialversichert. Die Eltern erhalten weiterhin Kindergeld. Zusätzlich kann auch eine Unterkunft gestellt werden.

Infos: www.fsj-web.org
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Studenten erhalten Kunstpreise für Abendmahlsgeräte

Hildesheim (epd). Für die Gestaltung von Abendmahlsgeräten sind sechs Studenten aus Hildesheim mit Kunstpreisen ausgezeichnet worden. Der evangelische Landessuperintendent Eckhard Gorka aus Hildesheim überreichte ihnen Preise von insgesamt 3.000 Euro, teilte Kirchensprecher Eberhard Blanke mit. An dem Wettbewerb hatten sich zehn Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim mit 32 Arbeiten beteiligt. Sie entwarfen Kelche und Teller für Oblaten.

Zwei erste Preise gingen an Jan Hebach und Jens Langsteiner. Ariane Prieß erhielt einen Innovationspreis, weil sie für ihre Arbeiten die Materialien Acryl und Silber miteinander kombinierte. "Wer Abendmahlsgeräte anfertigt, der muss einen Gedanken für die Ewigkeit verwendet haben", sagte Gorka bei der Preisverleihung. Die hannoversche Landeskirche will den Großteil der Arbeiten ankaufen, um ihre Sammlung von Abendmahlsgeräten weiterzuführen.

Die Kirche verfügt den Angaben zufolge über einen vielseitigen Bestand an Modellen, an denen sich Kirchengemeinden orientieren können. Zudem sollen die Wettbewerbsbeiträge im Landeskirchenamt in Hannover ausgestellt werden. Der Wettbewerb "Kelch & Patene" war der zweite seiner Art in der Landeskirche. Vor zwei Jahren war die Gestaltung von Osterleuchtern prämiert worden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1255/11.05.06)
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Kirchen zeigen Klostergarten auf Landesgartenschau

Hildesheim/Winsen (epd). Mit dem Nachbau eines Klostergartens präsentieren sich die evangelische und die katholische Kirche auf der niedersächsischen Landesgartenschau in Winsen/Luhe. Zu dem Stand gehören ein Findling-Stein mit Altarkreuz, ein Bronzeengel und drei Beete, teilte das katholische Bistum Hildesheim am Montag mit. Rund 130 ehrenamtliche Mitarbeiter beteiligen sich an dem Projekt. Sie bieten Gottesdienste und Andachten, Führungen und Lesungen, Musik und Aktionen an und stehen für Gespräche zur Verfügung. Die Landesgartenschau läuft bis zum 15. Oktober.

In einem "Bibelbeet" sollen Senfkörner, Ysop und Weinstöcke wachsen, hieß es. Das "Weltbeet" will mit Kaffeepflanzen an die Kaffeebauern in aller Welt erinnern. Im "Klosterbeet" sollen Heilpflanzen zeigen, das Klöster über Jahrhunderte auch ein Ort der Gesundung waren. An dem ökumenischen Projekt sind unter anderem der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Winsen und das Bistum Hildesheim sowie Freikirchen und die sechs Heideklöster beteiligt. (epd Niedersachsen-Bremen/b1307/15.05.06)
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