Auf einen Blick (8.5.)

Nachricht 08. Mai 2006

Landesbischöfin: Statt Abtreibung Kind zur Adoption freigeben

B e r l i n (idea) – Angesichts von mehr als 130.000 gemeldeten Abtreibungen pro Jahr braucht Deutschland eine neue Debatte über Adoptionen. Das hat die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann am 3. Mai in Berlin auf einer Veranstaltung der Robert-Bosch-Stiftung zum Thema „Ist Kinderkriegen Glaubenssache?“ gefordert. Frauen, die ungewollt schwanger würden, sollten zu der Einsicht gelangen: „Gut, ich bekomme das Kind und gebe es zur Adoption frei.“ Die Bischöfin, die dem Rat der EKD angehört, wandte sich zugleich gegen ein Abtreibungsverbot: „Dann fänden Abtreibungen eben in den dunklen Bereichen der Gesellschaft statt.“ Der deutsche Regionalvikar der katholischen Organisation „Opus Dei“, Prälat Christoph Bockamp, vertrat die Ansicht, daß die Zahl der Abtreibungen vom „Krankheitszustand der deutschen Gesellschaft“ zeuge. Deutschland benötige eine neue Kultur der Freude am Leben. Bockamp machte einen praktischen Vorschlag: Fernsehsender sollten die Kosten für Werbebeiträge, in denen Kinder vorkommen, gegenüber anderen Spots ermäßigen und so Firmen ermutigen, in der Werbung mehr auf Familien zu setzen.

Die Konstanzer Psychologin Prof. Gisela Trommsdorff sagte, Religion gebe jungen Paaren die Sicherheit und das Vertrauen in die Zukunft, das sie zum Gründen einer Familie benötigten. Studien hätten ergeben, daß besonders Muslime und Hindus, aber auch christliche Pietisten deutlich mehr Kinder bekämen, als der Durchschnitt der Frauen. Diese religiösen Gruppen sähen Kinder als „Freude, Erfüllung und Aufgabe“ an.
(04.05.06/17:31)
Copyright: Evangelische Nachrichtenagentur idea
E-Mail: idea@idea.de
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Das Kinderbibelquiz vom 7. Mai, produziert vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) für Radio ffn. -> hier anhören (mp3-Datei, 3 MB)
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Muslimische Kinder im evangelischen Kindergarten

Die neue Broschüre "Wenn Christine und Mohammed nach Gott fragen … Muslimische Kinder im evangelischen Kindergarten" bietet Anregungen, wie in der täglichen multireligiösen Situation eine sinnvolle religionspädagogische Arbeit mit evangelischem Profil gestaltet werden kann.

In den evangelischen Kindergärten kommen Kinder aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit zusammen. Diese Herausforderung ist als Chance zu nutzen. „Die Beheimatung im evangelischen Glauben eröffnet einen angemessenen Umgang mit dem Anderssein Anderer. Den Kindergärten kommt dabei eine integrative Aufgabe zu. Sie tragen wesentlich zum respektvollen Zusammenleben der Menschen im Alltag bei. Diese frühkindliche Bildung in evangelischen Kindergärten wirkt sich nachhaltig aus. Dafür sind Klärungen und Anregungen erforderlich, die die Broschüre bietet“, so Pastor Dr. Dahling- Sander, Leiter der Arbeitsstelle Islam und Migration im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Die Beiträge von Christoph Dahling-Sander, Ralf Rogge, Susanne Witte, Helgard Jamal nehmen die Perspektiven der Kirchengemeinden, der Kinder, der Erzieherinnen und Erzieher ein. Ali Özgür Özdil bietet eine muslimische Sicht. Die Broschüre „Wenn Christine und Mohammed nach Gott fragen … Muslimische Kinder im evangelischen Kindergarten“ wird vom Haus kirchlicher Dienste herausgegeben und wurde in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Hannovers und dem Religionspädagogischen Institut Loccum erarbeitet.

Bezug: Arbeitsstelle Islam und Migration im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers Archivstr. 3, 30169 Hannover, Tel.: (0511) 1241-452, Fax: (0511) 1241-941 Email: kutzner@kirchliche-dienste.de
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Verlosung soll Bibeln in Schulen verbreiten

Stade (epd). Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft will mit einer Verlosung Bibeln in den Schulen zwischen Elbe und Weser unter die Jugendlichen bringen. Auf diese Weise sollten 600 Bücher verteilt werden, sagte Geschäftsführerin Christiane Huß am Freitag dem epd. Die Verlosung von 20 Klassensätzen mit jeweils 30 Lutherbibeln wird nach ihren Angaben am 12. Juni mit einer Ziehung im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa entschieden.

Von etwa 350 benachrichtigten Schulen habe bereits ein knappes Drittel Interesse an der Aktion bekundet, sagte Huß. Oftmals hätten die Schulen kein Budget mehr, um Klassensätze anzuschaffen. In den zurückliegenden Jahren hat die Gesellschaft Bibeln schwerpunktmäßig in Arztpraxen und nicht-konfessionellen Kindergärten verteilt.

Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft wurde 1832 von Bauern, Lehrern und Pastoren mit dem Ziel gegründet, das "Buch der Bücher" erschwinglich anzubieten. Neben der evangelischen St.-Cosmae-Kirche in Stade bei Hamburg betreibt der Verein einen christlichen Buchladen. Zu den Mitgliedern der Bibelgesellschaft zählen mehr als 170 Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche sowie Freikirchen und Einzelpersonen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1201/05.05.06)
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Hildesheimer Uni-Präsident eröffnet Gottesdienstreihe

Hildesheim (epd). Der Hildesheimer Universitäts-Präsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich eröffnet am Sonntag als Kanzelredner die neue Gottesdienstreihe "Andreas um 6" in der Hildesheimer evangelischen St.-Andreas-Kirche. Um 18 Uhr spricht er zum Thema "Verantwortung in der Mediengesellschaft", teilte der evangelische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt am Donnerstag mit. In dem Gottesdienst können die Besucher auch Fragen stellen, die Friedrich innerhalb einer Minute beantworten muss.

Anschließend steht der Uni-Präsident in einem Café für das persönliche Gespräch zu Verfügung. Mit den regelmäßigen Gottesdiensten am Sonntagabend wolle die Andreas-Gemeinde neue Wege gehen und die Kirche im Stadtzentrum zu einem Ort des Gesprächs zwischen Kirche und Öffentlichkeit machen, hieß es. Alle vier Wochen ist ein bekannter Kanzelredner zu Gast. Zwischendurch gibt es musikalische Predigten oder einen geistlichen Wochenrückblick. Nächster Gastredner ist am 28. Mai der Hildesheimer Bundestagsabgeordnete Eckhard von Klaeden (CDU).
(epd Niedersachsen-Bremen/b1182/04.05.06)
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Hildesheimer Kirche erhält neuen Turmhelm

Hildesheim (epd). Hildesheimer Bürger wollen noch in diesem Jahr die im Krieg zerstörte Turmspitze der evangelischen St.-Lamberti-Kirche am Rand der Innenstadt wieder aufbauen. Die Finanzierung sei gesichert, teilte die hannoversche Landeskirche am Montag mit. Ein Turmbauverein hatte zehn Jahre lang Spenden für das Projekt gesammelt. Die Turmspitze soll in traditioneller Bauweise errichtet werden.

Als Baukosten sind 683.000 Euro veranschlagt. Der weitaus größte Teil ist durch Spenden oder feste Zusagen von Stiftungen, Firmen oder Banken gedeckt. Eine verbleibende Lücke soll durch ein kirchliches Darlehen abgesichert werden, hieß es: "Die Realisierung des Projektes wird die Bürger motivieren, auch weiterhin zu spenden und damit die Restlücke zu schließen", sagte der Vorsitzende des Turmbauvereins, Ekkehard Kampf. Mit dem neuen Turmhelm im Stil der Gotik soll der Turm
62 Meter hoch werden.

Kampf hofft, dass die Arbeiten noch vor der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer Anfang 2007 abgeschlossen sind. Der Präsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Eckhart von Vietinghoff, würdigte die Spendenbereitschaft der Hildesheimer: "Es ist ein gutes und hoffnungsvolles Zeichen, dass in Zeiten zurückgehender Finanzkraft mit Mut und Zähigkeit solch ein großes Projekt ohne Einsatz von Kirchensteuermitteln verwirklicht werden kann."

Die 1488 eingeweihte Kirche wurde wie die gesamte Hildesheimer Innenstadt beim schweren Bombenangriff am 22. März 1945 zerstört. Als sie 1952 wieder aufgebaut wurde, sparte man die Turmspitze aus, erläuterte Gemeindepastor Harm-Dietrich Henke: "Das Geld war da, aber man wollte es lieber in die Außenbezirke geben, um dort Kirchen zu bauen." Der offene Turmschaft wurde mit einem provisorischen Notdach verschlossen. Die St.-Lamberti-Kirche präge das Stadtbild im Südosten Hildesheims, sagte der Pastor.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1221/08.05.06)
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Bremer Kirchenparlament spricht über Spiritualität

Bremen (epd). Fragen zu Spiritualität und Glauben bestimmen den Frühjahrs-Kirchentag der Bremischen Evangelischen Kirche, zu dem sich die Delegierten des Parlamentes am 17. und 18. Mai treffen. Geplant ist unter anderem, künftig noch größeres Augenmerk auf Amtshandlungen wie Trauungen, Taufen und Beerdigungen zu legen. Die St.-Stephani-Kirche im Bremer Faulen-Viertel soll zur Kulturkirche entwickelt werden.

Auf der Tagesordnung stehen zudem Beschlüsse zur weiteren Kooperation und Fusion von Gemeinden, die durch rückläufige Kirchensteuereinnahmen notwendig werden. Während der Synodensitzung im Zentrum der St.-Stephani-Gemeinde soll außerdem über den Stand der Vorbereitungen zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen berichtet werden.

Der "Kirchentag" ist das gesetzgebende Organ der Bremischen Evangelischen Kirche. Mit rund 180 Delegierten ist es das größte evangelische Kirchenparlament in Deutschland. Die bremische Kirche zählt mit rund 242.000 Mitgliedern zu den kleinsten evangelischen Landeskirchen. Die auf sechs Jahre gewählten Delegierten - Laien und Theologen - werden größtenteils von den Kirchenvorständen der 66 Gemeinden entsandt.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1210/08.05.06)
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Nico ter Linden macht Lust auf die Bibel
Niederländischer Theologe und Bestseller-Autor liest in Stader Kirche

Stade / Buxtehude. Der evangelische Pastor Nico ter Linden ist am Dienstag, den 23. Mai 2006, in Stade und Buxtehude zu Gast. Im Gemeindezentrum der Buxtehuder St.-Paulus-Kirchengemeinde in der Finkenstraße liest er um 15.00 Uhr aus seiner neuen Kinderbibel und führt in das Erzählen von Geschichten ein. Um 19.30 Uhr ist er dann in der Stader St.-Cosmae-Kirche zu Gast. Dort liest er aus seiner Bestseller-Buchreihe „Es wird erzählt“ und hält einen Vortrag unter dem Titel „Geschichten von Jesus und Mose – Die Bibel neu entdeckt“.

Der niederländische Schriftsteller, der in Holland zu den meistgelesenen Autoren gehört, kommt auf Einladung der Stader Bibel- und Missionsgesellschaft nach Buxtehude und Stade. In seiner Heimat ist er einem großen Publikum bekannt durch seine zahlreichen Bücher, aber auch durch Zeitungskolumnen sowie seine Auftritte in Rundfunk und Fernsehen.

Seit 1995 arbeitet der Theologe an einem Großprojekt: Einer kommentierten Nacherzählung der Geschichten aus der Bibel in sechs Bänden. Mit seiner zeitgemäßen Neufassung der alten Texte will ter Linden heutigen Menschen das „Buch der Bücher“ nahe bringen. Denn aus seiner langjährigen Arbeit in Amsterdam als Gemeindepastor und Seelsorger weiß er, dass vielen die Bibel ein Buch mit sieben Siegeln geworden ist. Um dies zu ändern, schreibt er seine Bücher, denn die Bibel ist für ihn „ein Buch der Lebenskunst.“ Mit den Mitteln der Nacherzählung und Kommentierung erzählt er die biblischen Geschichten neu. Spannend verwebt er dabei zwei Erzählebenen: Die vertraute biblische Geschichte bildet das Fundament, auf ihm spielen sich die Erzählungen aus heutiger Sicht neu ab.

Die Bücher Nico ter Lindens sind in Deutsch beim Gütersloher Verlagshaus erschienen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft besteht seit 1832. Ihr Ziel ist es, die „Bibel ins Gespräch zu bringen“. Neben 170 Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche gehören Freikirchen sowie Einzelpersonen zu ihren Mitgliedern. In der Stader Innenstadt betreibt der Verein direkt neben der evangelischen St. Cosmae-Kirche einen christlichen Buchladen. Unter www.stader-bibelgesellschaft.de sind dort auch Bücher und anderes online zu bestellen.

Stade, 8. Mai 2006
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