Auf einen Blick (4.5.)

Nachricht 04. Mai 2006


Freie Zivi-Plätze in Niedersachsen bei der Diakonie Schulabgänger sollten sich jetzt bewerben

Schulabgänger und andere Interessierte, die zum Sommer eine Zivildienststelle antreten wollen, sollten sich jetzt bewerben. Anerkannte Kriegsdienstverweigerer können das vielfältige Angebot des Diakonischen Werkes der Landeskirche Hannovers mit 1.000 freien Zivi-Plätzen in Niedersachsen nutzen, um in ganz unterschiedlichen Bereichen ihren Dienst abzuleisten: in der Pflege, in Betreuungs- und Fahrdiensten, als Hausmeister oder Gartenhelfer. "Die Auswahl an Einsatzstellen ist riesengroß. In großen Teilen Niedersachsens kann man bei der Diakonie seinen Dienst antreten. Dabei bleibt eines wichtig: Zivildienst ist keine verlorene Zeit. Die Zivis kommen mit Menschen und Bereichen in Kontakt, die vielen anderen verschlossen bleiben. Außerdem wird Zivildienst als sozialer Lerndienst verstanden, der die eigene Kompetenzen stärkt", so Sabine Meyer, Leiterin der Verwaltungs- und Beratungsstelle im Diakonischen Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Unter der Zivi-Hotline 0511/3604-278 können sich Interessierte informieren und beraten lassen. Oder per E-Mail unter zivildienst@diakonie-hannovers.de.

Die Diakonie in Niedersachen ist mit rund 2.000 vermittelten Zivildienstleistenden jährlich die größte Anbieterin Niedersachsen.

Bernd Prigge
Pressesprecher
www.diakonie-hannovers.de
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Mit Erntebitte beleben Gemeinden alte Traditionen neu

Betzendorf/Kr. Lüneburg (epd). Mit einem Erntebittgottesdienst am Sonntag in Betzendorf wollen die Kirchengemeinden Betzendorf und Embsen bei Lüneburg eine für Norddeutschland ungewöhnliche Tradition neu beleben. "Die Aussaat ist fertig, die Kartoffeln sind gesetzt", sagte die Embsener Pastorin Claudia Jürgens am Donnerstag. Bei der Feier beteten jetzt nicht nur Landwirte um Gelingen, sondern alle Menschen, die sich für ihre Arbeit Segen erhofften.

Für den evangelischen Landwirtschaftsexperte Stephan Wichert-von Holten knüpft der Gottesdienst an zwei Traditionen an: "Das eine ist eine ganz frühe Volksfrömmigkeit und bäuerliche Spiritualität", sagte er dem epd. Bis ins 20. Jahrhundert hinein hätten sich Menschen niedergekniet und gebetet, nachdem sie ein Feld eingesät haben. Außerdem gebe es die Tradition der Hagel- und Unwettergottesdienste, sagte der Leiter des Kirchlichen Dienstes auf dem Lande der hannoverschen Landeskirche. Solche Feiern würden bis heute mancherorts an Jahrestagen von Unwettern abgehalten. "Manchmal kann man daran erkennen, wann der Sturm wo war."

In dem modernen Erntebittgottesdienst, den die Gemeinden zum dritten Mal feiern, gehe der Blick in die Zukunft, sagte Pastorin Jürgens. Ein Thema sei das veränderte Berufsbild von Landwirten, das neben Herausforderungen auch Chancen biete. Im Gottesdienst kommen ein Landwirt, ein Arbeitnehmer und ein Jugendlicher zu Wort. Die Feier sei ein Gegenstück zum christlichen Erntedankfest, das im Herbst begangen wird, sagte die Pastorin.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1175/04.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kirchenrechtler: Christen besser vor Kränkungen schützen

Bonn/Göttingen (epd). Der Kirchenrechtler Axel Freiherr von Campenhausen hat die Medien und die Justiz zu mehr Rücksicht auf die religiösen Gefühle von Christen aufgerufen. "Unglaubliches wird den Christen bisweilen zugemutet, ohne dass die Gefährdung des religiösen Friedens anerkannt wird", heißt es in einem Beitrag von Campenhausens in der Bonner Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" mit Blick auf den Streit um die Vatikan-Satire "Popetown". "Bei Juden und Muslimen herrscht größere Rücksichtnahme und Verständnis für das, was man nicht mehr hinnehmen kann."

Gerichte und Staatsanwälte seien zögerlich, bei "unzweifelhaften, auch so gemeinten Beschimpfungen der christlichen Religion eine Störung des öffentlichen Friedens anzuerkennen", erklärte von Campenhausen, der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Göttingen ist. Er wünsche sich, dass die christliche Mehrheit in Deutschland vor Kränkungen künftig besser geschützt wird.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1176/04.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Sozialministerin zeichnet ehrenamtlich tätige Frauen aus

Hannover (epd). Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) hat am Donnerstag sieben ehrenamtlich tätige Frauen mit der Verdienstmedaille des Landes für vorbildliche Verdienste um den Nächsten ausgezeichnet. Vieles würde im Alltag nicht funktionieren, wenn es nicht Menschen in Kirchen, Sportvereinen oder im Kultur- und Sozialbereich gäbe, die sich unentgeltlich für andere engagierten, sagte die Ministerin.

Die Frauen aus Melle, Nordhorn, Stadthagen, Rinteln, Hoyerhagen bei Nienburg und Egestorf bei Lüneburg kümmern sich um psychisch Kranke und Sterbende, betreuen Kinder und Schüler oder engagieren sich für Hilfsprojekte in Russland und für die Kinder von Tschernobyl. "Sie sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft, weil Sie nicht nach dem St.-Florians-Prinzip handeln, sondern sich aus freien Stücken für andere Menschen einsetzen", sagte Ross-Luttmann.

Sie wies darauf hin, dass in Niedersachsen nahezu jeder Dritte ein Ehrenamt ausübe. Das Land habe sich zu einem Musterland für bürgerschaftliches Engagement entwickelt.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1181/04.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kelch und Patene in neuem Design
Landeskirche verleiht Preise für Abendmahlsgeräte

Hildesheim. (eb) Zu einer öffentlichen Preisverleihung für neu geschaffene gottesdienstlich-liturgische Geräte laden Landessuperintendent Eckhard Gorka und der landeskirchliche Hauptkonservator, Dr. Hasso von Poser, in das Michaeliskloster ein.
Vergeben werden je zwei erste und dritte Preise sowie ein zweiter Preis für Kelche und Patenen (Hostienteller), die bei Abendmahlsfeiern verwendet werden. Zusätzlich wird ein Innovationspreis verliehen.

Der Wettbewerb war für die Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK), Fakultät Gestaltung / Studienrichtung Metallgestaltung, ausgeschrieben worden.

Die Geldpreise für Entwürfe und Fertigungen der Abendmahlsgeräte (Fachwort: Vasa sacra) werden von Landessuperintendent Eckhard Gorka und die Urkunden der Landeskirche von Hasso von Poser überreicht.
Die Namen der Preisträger werden bei der Veranstaltung bekannt gegeben. Zeitgleich wird ein Katalog vorliegen.

„Den größeren Teil der gekürten Abendmahlsgeräte kauft das Kunstreferat der Landeskirche an“, so von Poser. Damit möchte er die bereits bestehende umfangreiche Sammlung der Vasa sacra weiterzuführen. Die Landeskirche hält einen vielseitigen Bestand an Modellen vor, an denen sich Gemeinden orientieren können, die neue Abendmahlsgeräte erwerben möchten.

Mit diesem zweiten Wettbewerb zu kirchlichen Kunst- und Gebrauchsgegenständen will das Kunstreferat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers innovative Ideen fördern. Beim ersten Wettbewerb, der im Jahre 2002 stattfand, wurden Osterleuchter prämiert. Die Kaufnachfrage seitens der Gemeinden damals war groß.
Termin: Preisverleihung „Abendmahlsgeräte“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Mittwoch 10. Mai 2006, 18 Uhr, Auditorium im Michaeliskloster, Hinter der Michaeliskirche 5. Eintritt frei.
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Niedersachsen will Medienkompetenz von Familien stärken

Hannover (epd). Das Land Niedersachsen will die Medienkompetenz von Kindern und Familien fördern. "Der Umgang mit Medien muss gelernt werden", schreibt Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) im Aufruf zum diesjährigen Wettbewerb "Niedersachsen - Kinderland, Familienland". Projekte und Initiativen, die Kinder und Familien zu einem bewussten Umgang mit Medien anleiten, können sich bis zum 8. Mai um Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro bewerben, teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit.

Unkontrollierter Zugang zu neuen Medien könne Kindern und Jugendlichen schaden, erklärte Ross-Luttmann. Es stelle sich die Frage, ob Computer in die soziale Isolation trieben, ob Videos und Fernsehen zu Gewalt führten und welche Risiken das Handy für Kinder bedeute. Nötig seien Vorbilder, die auf sehenswerte Filme oder spannende Informationen im Internet hinwiesen. "Mit unserem Wettbewerb wollen wir dazu beitragen, vorbildliche und kreative Beispiele herauszustellen", erklärte Ross-Luttmann.

Bewerben können sich Gruppen, Kirchengemeinden oder Vereine, auch in Zusammenarbeit mit Kommunen, Schulen oder Kindergärten.
Wettbewerbspartner des Landes sind die Lottostiftung, die Landesmedienanstalt, die Landesstelle Jugendschutz, die Kirchen sowie "Hit-Radio Antenne". (Internet: www.ms.niedersachsen.de)
(epd Niedersachsen-Bremen/b1159/03.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Rekordversuch für Kinderhospiz "Löwenherz"

Syke/Garbsen (epd). Mit einer riesigen Fotowand wollen Unterstützer des Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke bei Bremen ins Guinness-Buch der Rekorde kommen. Die 230 Meter lange und 1,50 Meter hohe Wand zeigt insgesamt 17.439 Porträts von Menschen aus Hannover und Umgebung, teilte das Kinderhospiz am Dienstag mit. Sie wurde am Wochenende auf dem Gelände der Georg-Elsner-Hauptschule in Garbsen-Berenbostel bei Hannover aufgebaut und wird bei einem Sommerfest am 15. Juli der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die bisher größte Fotowand mit 16.609 Aufnahmen wurde anlässlich der Olympischen Spiele 2004 in Athen erstellt. Für den neuen Rekordversuch waren Unterstützer des Kinderhospizes in den vergangenen beiden Jahren im Großraum Hannover unterwegs und fotografierten Menschen in Kindergärten, Schulen, Betrieben und Festen, bei Fußball-Spielen von Hannover 96, Eishockey-Spielen der "Hannover Scorpions" sowie beim evangelischen Kirchentag.

Inzwischen haben sie eine Filmdokumentation der Fotowand gemeinsam mit Namen und Geburtsdaten der porträtierten Personen an die Guinness-Redaktion in London geschickt. In sechs bis acht Wochen sollen sie erfahren, ob ihr Rekord anerkannt ist. Gesucht werden noch ein fester Platz für die Fotowand und ein "Pate", der bereit ist, mindestens fünf Cent pro Foto für das Kinderhospiz zu spenden.

Das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke betreut unheilbar kranke Kinder. Es kann jeweils acht Kinder und ihre Familien bis zu vier Wochen lang aufnehmen. Die Eltern können sich in dieser Zeit von der anstrengenden Pflege erholen. Das Kinderhospiz war im September 2003 als erste Einrichtung seiner Art in Niedersachsen und Bremen eröffnet worden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1149/02.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Studie attestiert Diakonie-Krankenhaus Spitzenplatz

Rotenburg/Wümme (epd). Das Diakonie-Krankenhaus in Rotenburg bei Bremen ist laut einer Studie der Unternehmensberatung Accenture die freigemeinnützige Klinik mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis in Deutschland. Das Haus habe mit seiner Lage in einer ländlichen Region einen entscheidenden Standortvorteil, meldete die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwochsausgabe. Je weniger Kliniken in unmittelbarer Umgebung die gleichen Leistungen anböten und je größer das Einzugsgebiet sei, desto besser seien die Ergebnisse.

Basis der Analyse der Accenture-Berater sind die Geschäfts- und Qualitätsberichte von 48 Krankenhäusern. Darunter waren 22 private, 14 öffentliche, sieben freigemeinnützige und fünf Universitätskliniken aus dem gesamten Bundesgebiet. Beurteilt wurden die Qualität der medizinischen Behandlung, die Dokumentation und das Management.

Der Untersuchung zufolge sparen effizient wirtschaftende private Häuser nicht unbedingt an der Versorgung ihrer Patienten, teurere öffentliche Kliniken seien nicht in jedem Fall besser. Unter den öffentlichen Einrichtungen schnitt das Bremer Klinikum Links der Weser am besten ab.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1168/03.05.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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VELKD veranstaltet Tagung über Staatskirchenrechtsfragen

Hannover – Vom 22. bis 27. Mai führt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) ihr VI. Internationales Symposium u.a. zu Fragen des Staatskirchenrechts und des Europarechts durch. Unter der Führung des Leiters des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prof. Dr. Axel Frhr. v. Campenhausen, und des Vizepräsidenten des Lutherischen Kirchenamtes der VELKD, Joachim E. Christoph, diskutieren Juristen und Theologen die Entwicklung des Staat-Kirche-Verhältnisses in Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Italien, Tschechien, Rumänien und Ungarn. Darüber hinaus stehen auf der Tagesordnung auch Vorträge zur aktuellen Lage des europäischen Staatskirchenrechts, der Kirchenfinanzierung in Europa, zur Geltung europarechtlicher Vorschriften für die Diakonie sowie zur Rechtslage der Muslime in der Europäischen Union.

Eine Veröffentlichung der Vorträge ist in der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht (Verlag Mohr Siebeck, Tübingen) geplant.

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
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Fax: 0511/62 61 - 511
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