Auf einen Blick (7.4.)

Nachricht 07. April 2006

Die H E L P L I N E
präsentiert von Hit-Radio Antenne und der Diakonie in Niedersachsen.
Unser Thema nächste Woche:
Sonntag, 09.04.2006, 20:00 bis 22.00 Uhr
„Ohne Schlammschlacht auseinander gehen - Friedliche Scheidung“
Schalten Sie ein am Sonntag, 9. April, von 20 bis 22 Uhr! Zusammen mit der Diakonie und dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen nennen wir Ihnen Hilfsangebote und Beratungsstellen auch in Ihrer Nähe.
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Mit evangelischer Jugendsozialarbeit Gewalt an Schulen verhindern

Berlin, 4. April 2006 "Gewalt an deutschen Schulen kann verhindert werden,wenn ein ganzheitlicher Bildungsansatz verfolgt wird." Darauf weist Diakonie- Präsident Dr. h. c. Jürgen Gohde hin. "Durch Kooperationen zwischen Schulen und evangelischer Jugendsozialarbeit werden bereits seit einiger Zeit beachtliche Erfolge für junge Menschen erzielt." Durch kooperative Vernetzung können sie in der Summe wesentlich mehr sein, als zwei Einzelaktivitäten. Dabei gehe evangelische Jugendsozialarbeit von einem ganzheitlichen Bildungsverständnis mit einer individuellen Förderung aus: Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder Mensch als ein von Gott gewolltes Geschöpf mit seinen Eigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen einen Platz in der Gemeinschaft hat und das Recht, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, so der Diakonie-Präsident. Es sei wichtig, beispielsweise durch gezielten Förderunterricht die Stärken von jungen Menschen zu erkennen und zu fördern.

Das Problem von Gewalt an Schulen sei ein Thema, welches ganzheitlich angegangen werden müsse. "Studien belegen, dass Sozialverhalten in hohem Maße außerhalb des formalen Bildungsprozesses wie Unterricht erworben wird," erklärt Gohde. "Hier hat die evangelische Jugendsozialarbeit von der sozialräumlichen Stadtteilarbeit über Mentoren-Projekte zur Bearbeitung von kulturellen Konflikten bis zu Theaterprojekten viel zu bieten." Alle diese Projekte stehen für erfolgreiche Kooperationen zwischen Schule und evangelischer Jugendsozialarbeit, aber auch mit weiteren Partnern wie zum Beispiel Eltern und Betrieben. "Gewalt bekommt keinen Raum, wenn junge Menschen durch eine ganzheitliche und individuelle Förderung Lebensperspektiven erhalten."

Projekte gelunger Zusammenarbeit zwischen Schulen und evangelischer Jugendsozialarbeit nennen wir auf Anfrage gerne.

Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e. V., Fachverband im Diakonischen Werk der EKD Gisela Würfel Öffentlichkeitsarbeit Wagenburgstraße 26 - 28
70184 Stuttgart
Telefon 0711/16489-20
Fax 0711/16489-21
E-Mail wuerfel@bagejsa.de
www.bagejsa.de
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Konfirmanden haben "richtig Bock" auf Unterricht - Für geistig Behinderte sind Unterstützung und Integration wichtig

Von Karen Miether (epd)

Celle (epd). Die Stunde beginnt mit einem Ritual. "Ja der Peter, der zündet eine Kerze an" singen die Konfirmanden, und Peter tritt vor. Wie er stecken auch die anderen die Kerzen in einen Altarleuchter. Hans-Günther Buhl hilft, wenn das nicht gleich klappt. "Sinnliche Erfahrungen sind wichtig", sagt der Heilerziehungspfleger, der in der diakonischen Einrichtung Lobetalarbeit in Celle Konfirmandenunterricht für geistig Behinderte gibt.

Zwei Mädchen und sechs Jungen macht Buhl seit Februar mit biblischen Geschichten, Gebeten und den christlichen Geboten vertraut. Die 13- bis 15-Jährigen singen, hören zu und albern manchmal mit dem Nachbarn. Kim freut sich über die Hilfe des Lehrers und lacht, während sie Bilder ausmalen. Jan ruft laut, was sich in anderen Konfirmandengruppen wohl kaum einer trauen würde: "Ich finde, dass wir noch ein bisschen länger machen sollten. Ich hab richtig Bock da drauf."

In der großen niedersächsischen Behinderteneinrichtung ist der Unterricht speziell auf die Bedürfnisse der geistig Behinderten zugeschnitten. Konfirmiert werden sie aber zusammen mit anderen Altersgenossen der Kirchengemeinde. "In unserer Kirche hat die moderne Leistungsgesellschaft nichts zu suchen. Hier stehen alle gemeinsam vor dem Altar, der schwer geistig und körperliche Behinderte neben dem Gymnasiasten", sagt Buhl.

Wer konfirmiert ist, darf ein Patenamt übernehmen oder kirchlich getraut werden. Das könnten auch die geistig Behinderten, wenn Betreuer sie dabei unterstützten, erläutert Buhl. Soviel Integration wie möglich und soviel Hilfe wie nötig, das ist nicht nur in der Lobetalarbeit die Devise. Im evangelischen Kirchenkreis Lüneburg entstand vor 30 Jahren ein Konfirmandenkurs als Modellprojekt der Behindertenarbeit.

Im Jubiläumsjahr gibt es jetzt ausnahmsweise keine eigene Gruppe. "Viele gehen zum Unterricht in ihre Heimatgemeinde. Wir finden es gut, wenn da Menschen mit Behinderungen aufgenommen werden", sagt die Leiterin der Behindertenarbeit, Sandra Schulz. Die Diakonin kommt als Unterstützung in die Kurse. "Das ist wichtig, wenn man es allen recht machen will", erläutert sie.

Ob Extraunterricht für geistig Behinderte oder integrative Gruppe, alle Modelle hätten ihre Berechtigung, sagt der Gießener Behindertenseelsorger Armin Gissel. "Man muss gucken, was die Jugendlichen brauchen", erläutert der Pastor, der Mitglied im Arbeitskreis "Seelsorge und Theologe" der Bundesvereinigung Lebenshilfe in Marburg ist.

Für die Jugendlichen und ihre Eltern habe das Fest der Konfirmation einen hohen Stellenwert, hat Gissel oft erlebt. "Da herrscht eine Stimmung, die überschwappt." Der besondere Tag zähle. "Die Frage, wieviel Geld kriege ich geschenkt, stellt sich ein geistig Behinderter dagegen nicht." Peter aus der Celler Gruppe macht sich aber schon Gedanken über seinen großen Tag und überlegt: "Müssen wir da im Smoking antreten oder im schönen Anzug?"

(epd Niedersachsen-Bremen/e0916/07.04.06)
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Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2006 spielt am 9.4. Konzert in Hannover

Beim Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates ging Nicholas Rimmer aus Hannover am vergangenen Wochenende als einer von vier Siegern hervor. Der junge Pianist stammt aus Nordengland und lebt seit zwei Jahren in Hannover. Am kommenden Sonntag, dem 9. April um 18 Uhr spielt er in der Gethsemanekirche (Klopstockstraße 16) zusammen mit seinem 2005 gegründeten Leibniz Trio Hannover Werke von Haydn, Beethoven und Brahms. Der Eintritt ist frei.

Nicholas Rimmer (Piano), Hwa-Won Pyun (Violine) und Mattia Cipolli (Cello) studieren an der Hochschule für Musik und Theater und nahmen im Januar an der renommierten European Chamber Music Academy teil.
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Höchster Kirchturm Niedersachsens an Ostern geöffnet

Hildesheim (epd). Niedersachsens höchster Kirchturm, der 114 Meter hohe Turm der evangelischen Andreaskirche in Hildesheim, ist an den Osterfeiertagen für Besucher geöffnet. 364 Stufen führen auf eine verglaste Aussichtsplattform in 75 Metern Höhe, teilte der Verkehrsverein Hildesheim am Mittwoch mit. Regelmäßig geöffnet ist der Turm in diesem Jahr vom 1. Mai bis zum 31. Oktober.

Von dem Turm aus könne man bei gutem Wetter bis zum Brocken blicken, dem höchsten Berg im Harz, hieß es. Seit der Eröffnung 1995 hätten mehr als 180.000 Besucherinnen und Besucher den Andreasblick genossen. Geöffnet ist der Turm am Ostersonntag und Ostermontag von 12 bis 16 Uhr.
(Kontakt: Telefon 05121/301 395).
(epd Niedersachsen-Bremen/b0925/05.04.06)
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