Jugendliche suchen nach Spuren in Bergen-Belsen

Nachricht 06. April 2006

Bergen-Belsen (epd). Jugendliche aus sieben Nationen wollen vom 7. bis zum 15. April auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen Spuren des ehemaligen Konzentrationslagers suchen und erforschen. Ein weiterer Schwerpunkt des Workcamps sei die Begegnung mit Überlebenden des Konzentrationslagers, sagte der Kirchenkreisjugenddiakon Volker Walpuski aus Pattensen bei Hannover am Mittwoch.

Die Arbeit soll Völker verständigend, aussöhnend, Demokratie bildend und Frieden stiftend wirken, erläuterte Walpuski. In diesem Jahr kämen dazu 50 Jugendliche im Alter von 16 bis 27 Jahren zusammen. Sie stammen aus Israel, Litauen, der Slowakei, Weißrussland, Polen, Russland und Deutschland. Schirmherr des Workcamps ist Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU).

Seit elf Jahren engagieren sich christliche und gewerkschaftliche Jugendverbände in Niedersachsen bei den jährlichen Workcamps. Die Jugendlichen beteiligen sich auch an einer Gedenkveranstaltung an einer Eisenbahn-Verladerampe in Bergen. Am 14. April, einen Tag vor dem Jahrestag der Befreiung des Lagers, wird dabei den Angaben zufolge der ehemalige SPD-Bundesminister Erhard Eppler sprechen. An der Rampe waren zur NS-Zeit die KZ-Häftlinge angekommen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0923/05.04.06)
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