Stadtkirchenverband Hannover erwartet starkes Sinken der Zuschüsse

Nachricht 30. März 2006

Hannover (epd). Der Stadtkirchenverband Hannover wird bis zum Jahr 2013 fast die Hälfte seiner landeskirchlichen Zuweisungen einbüßen. Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann berichtete am Donnerstag vor Journalisten von den jüngsten Beschlüssen, die Ausgaben einzuschränken. Die Zuweisungen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers machen 22 bis 24 Millionen Euro in dem Haushalt von heute rund 35 Millionen aus. Bis 2013 könnten 50 bis 60 der 1.200 Stellen wegfallen.

Bis 2008 werde man noch ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen, sagten die Vertreter des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes. Danach sei trotz gezielten Stellenabbaus mit Kündigungen zu rechnen, sagte Roseline Forch als Vorsitzende des Stadtkirchentages. Dieses Kirchenparlament hat am Mittwoch eine Arbeitsgruppe Zukunft eingerichtet. Nach den Worten von Christian Hacke, Leiter der Stadtkirchenkanzlei, verfolgt die Kirche das Ziel, sich eher von Bauten als von Personen zu trennen. So werde man zwei Jugend- und Freizeitheime aufgeben, Hamelspringe und Süntelbuche bei Bad Münder.

Der Verband sorgt sich auch um die Finanzierung seiner Beratungsangebote. Sie seien für die Bevölkerung der Landeshauptstadt ein "Portal" zur Kirche, sagte Puschmann. Der Stadtkirchentag habe deshalb die Landessynode um besondere Berücksichtigung solcher Angebote wie Lebensberatung, Krankenhausseelsorge oder Suchtkrankenhilfe gebeten. Sie sollten von der Pauschalzuweisung an die Kirchenkreise getrennt werden. Über die finanziellen Schwierigkeiten der Kindergärten verhandele man mit der Stadt, berichtete Superintendentin Gisela Fähndrich.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0850/30.03.06)
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