Auf einen Blick (29.3.)

Nachricht 29. März 2006

Kirche sucht Gastgeber für Kindergottesdienst - Tagung

Hannover (epd). Die evangelische Kirche sucht für ihre bundesweite Gesamttagung für Kindergottesdienstarbeit Ende Mai in Hannover noch rund 500 Übernachtungsgelegenheiten. "Die Tagung ist wie eine Art kleiner Kirchentag", sagte der Leiter der Kindergottesdienstarbeit in der hannoverschen Landeskirche, Pastor Albert Wieblitz, am Mittwoch bei der Werbeaktion "Bitte ein Bett" im Stadtzentrum. Mit Nachttisch, Schlafhaube und einem klassischen Holzbett warben Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen dabei um Gastgeber, die auch ein Frühstück anbieten können.

Zu der alle vier Jahre stattfindenden Tagung werden vom 25. bis 28. Mai in Hannover 4.000 ehrenamtliche und berufliche Kindergottesdienst-Mitarbeiter aus ganz Deutschland erwartet. Auf dem Programm unter dem Motto "Ihr werdet euch wundern" stehen Referate, Arbeitsgruppen, Kulturangebote und Bibelarbeiten. "Die Mitarbeiter sollen sich einen Schub und frische Motivation für ihre Arbeit in den Gemeinden holen", sagte Wieblitz.

Nach seinen Angaben erreicht die hannoversche Landeskirche durch Kindergottesdienste regelmäßig rund 18.000 Kinder. Rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien in fast jeder der knapp 1.400 Gemeinden zwischen Harz und Nordsee aktiv. Kinder seien nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart der Kirche, unterstrich Wieblitz: "Sie sind vollwertige Mitglieder und haben ein Recht darauf, Geschichten aus der Bibel und vom Glauben zu hören. Kindergottesdienst ist deshalb unverzichtbar."

An Mitarbeitern mangele es derzeit nicht, erläuterte Wieblitz. Während sich noch vor 20 Jahren überwiegend Jugendliche im Kindergottesdienst engagierten, seien es heute zu mehr als 70 Prozent Erwachsene: "Es sind oft junge Mütter, die durch ihre Kinder auf religiöse Fragen zu sprechen kommen und Antworten suchen." (Kontakt Tagungsbüro: Telefon 0511/1241-332)
(epd Niedersachsen-Bremen/b0836/29.03.06)
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Schmalstieg setzt sich für Kirchentag 2009 in Bremen ein

Bremen (epd). Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) hat sich für den geplanten Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen eingesetzt. Hannover sei mehrfach Schauplatz des großen Christentreffens gewesen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, sagte er am Dienstag in der Bremischen Bürgerschaft. Schmalstieg war nach Bremen gekommen, um vor Bürgerschaftsabgeordneten für den Kirchentag zu werben. Bremens CDU-Bürgermeister und Innensenator Thomas Röwekamp hatte die Zusage der Hansestadt für den Kirchentag in Zweifel gezogen.

Der Bremer Senat hatte sich 2003 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Henning Scherf (SPD) für den Kirchentag ausgesprochen und Zuschüsse in Höhe von 7,5 Millionen Euro zugesagt. Röwekamp sagte kürzlich, er könne sich vorstellen, dass Bremen auf das Christentreffen verzichte, damit der Stadtstaat das Geld spare. Schmalstieg setzte dem entgegen, der Kirchentag setze politische Impulse und bedeute neben der Publizität auch wirtschaftlich einen Gewinn für den Veranstaltungsort.

Hannover war im Mai 2005 Gastgeber der Großveranstaltung mit rund 105.000 Dauerteilnehmern. Zuvor war die Messestadt bereits 1949, 1967 und 1983 Schauplatz des Treffens. Der Kirchentag 2005 kostete nach Angaben Schmalstiegs insgesamt 13,7 Millionen Euro. Die Stadt beteiligte sich mit 2,3 Millionen Euro, das Land mit 3,1 Millionen und die einladende hannoversche Landeskirche mit 2,8 Millionen. 500.000 Euro kamen vom Bund. "Der Kirchentag kostet Geld", betonte Schmalstieg: "Aber für die Stadt kommt eine Menge dabei heraus."

Die Bremische Evangelische Kirche beteiligt sich als kleinere Kirche mit einer Million Euro an den Kosten für 2009. Der Zuschuss Bremens sei eine Voraussetzung für die Einladung des Deutschen Evangelischen Kirchentages gewesen, unterstrich der theologische Repräsentant der bremischen Kirche, Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz. Senatssprecher Klaus Schloesser sagte, es gebe "einen klaren Senatsbeschluss, der gilt". Der Kirchentag koste etwas, sei aber auch eine gute Sache und fördere das Ansehen Bremens.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0833/28.03.06)
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"Die Superintendentur ist anders"
VELKD-Publikation über Strukturwandel und Profil des ephoralen Amtes erscheint jetzt in 2. Auflage

Hannover – Unter dem Titel "Die Superintendentur ist anders" (208 Seiten, 7,80 Euro) ist jetzt eine Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in 2. Auflage erschienen. Das Buch befasst sich mit "Strukturwandel und Profil des ephoralen Amtes", wie der Untertitel lautet. Es dokumentiert Vorträge zum Thema, die im Theologischen Studienseminar der VELKD in Pullach bei München gehalten wurden. Sie stammen von Dr. Wolf-Dieter Hauschild, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster, Dr. Jan Hermelink, Professor für Praktische Theologie/Pastoraltheologie in Göttingen, Martin Schindehütte, Geistlicher Vizepräsident der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, sowie von Prof. Dr. Volker Weymann, Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD, der zusammen mit Oberkirchenrat Udo Hahn, Pressesprecher der VELKD und Publizistik-Referent der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das Buch herausgegeben hat.

Im Vorwort heißt es: "In den letzten Jahren haben sich in den Aufgaben und in der Gestaltung des ephoralen Amtes wie der Ephorien beträchtliche Veränderungen ergeben. Die mittlere Ebene der evangelischen Kirche befindet sich im Umbruch – und fordert deshalb zur Klärung des veränderten wie genuinen Profils dieses Amtes heraus. Dekane, Superintendentinnen, Pröpstinnen und Kreispfarrer – als Vorgesetzte führen und leiten sie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihrer Verantwortung gehören notwendig Personalführung, Konzeptionsentwicklung, Managementaufgaben und geistliche Leitung: Wie sind diese Dimensionen sachgemäß und sinnvoll aufeinander zu beziehen? Wie hat sich das ephorale Amt seit der Reformationszeit bis heute entwickelt? Wie wirkt sich der gegenwärtige Strukturwandel aus? Welche Veränderungs- und Orientierungsprozesses sind in den Dekanaten/Superintendenturen/Ephorien zu beobachten? Welche Modelle von Führung und Leitung zeichnen sich für die Zukunft ab?"

Hinweis: Das Buch "Die Superintendentur ist anders. Strukturwandel und Profil des ephoralen Amtes" kann unter der ISBN-Nummer 3-9809127-6-0 über jede Buchhandlung sowie im Lutherischen Kirchenamt der VELKD (Richard-Wagner-Str. 26, 30177 Hannover, Tel.: 0511/62 61 239, Fax: 0511/62 61 211, E-Mail: zentrale@velkd.de) bestellt werden.

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
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Neue Internetseite unter www.gottesdienste.de
Informationen zu evangelischer Liturgie und zum Kirchenjahr

Wer nach dem Gottesdienst rätselt, warum die Altardecke manchmal violett und manchmal grün ist, findet ab sofort im Internet die Antwort. Informationen rings um den evangelischen Gottesdienst für Theologen und interessierte Laien bietet ein neuer Internetauftritt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Unter der Adresse www.gottesdienste.de haben die Gemeinsame Arbeitsstelle für gottesdienstliche Fragen der EKD (GAGF) und die Liturgische Konferenz (LK) Wissenswertes und Anregungen für die Gestaltung von Gottesdiensten zusammen gestellt.

Gegliedert in die übergeordneten Rubriken „Liturgischer Kalender“, „Publikationen“, „Wissenswertes“, „Liturgische Konferenz“, „Gemeinsame Arbeitsstelle“ sowie „Links“ findet man Hintergrundinformationen zum evangelischen Kirchenjahr ebenso wie Bezugsadressen für Materialien wie den Liturgischen Kalender, die Perikopenordnung oder die Themenhefte der GAGF. Der Besucher der Internetseite erfährt zum Beispiel, warum der Liturgische Kalender ein unerlässliches Arbeitswerkzeug für Pfarrerinnen und Pfarrer ist oder wie die Bibelstellen für Predigten, Lesungen oder die Lieder den entsprechenden Sonntagen im Kirchenjahr zugeordnet werden.

Eine Seite unter der Überschrift „Projekte“ bietet Verweise auf alternative Gottesdienstformen wie die Thomas-Messe. Außerdem kann man sich über Themenbereiche und Mitglieder der verschiedenen Liturgieausschüsse der EKD informieren. Und wer sich zum Beispiel heute schon auf den Wochenspruch der Pfingstwoche vorbereiten will, schaut einfach unter der Rubrik „Wochensprüche“ nach.

Hannover, 16. März 2006
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi