Auf einen Blick (22.3.)

Nachricht 22. März 2006

Noch umfassendere Hilfe für Schwangere in Notlagen - Netzwerk Mirjam gewinnt zwei neue Partner

Mirjam – Ein Netzwerk für das Leben hat mit dem Evangelischen Verein für Adoptions- und Pflegekindervermittlung Rheinland e. V. und ReGenesa zwei neue Kooperationspartner gewonnen. „Wir sind sehr froh. Mit dem erweiterten Angebot kann schwangeren Frauen und Müttern in besonderen Notlagen noch engmaschiger geholfen werden“, so Christine Schnorrenberg, Koordinatorin des Netzwerkes Mirjam.
ReGenesa unterhält in Niedersachsen fünf Frauen- und Mutter-Kind Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen. Im Netzwerk Mirjam bietet ReGenesa Kuren für Mütter im Teenager- und Erwachsenenalter, deren Kinder und für Adoptivfamilien an.
„Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass häufig gerade junge Mütter, unmittelbar nach der Geburt ihres Kindes, mit der neuen Situation überfordert sind. Hier bietet ReGenesa mit ihren ganzheitlich ausgerichteten Mutter-Kind-Kuren konkrete und fachkompetente Unterstützung“, so Schnorrenberg.
Der Evangelische Verein Rheinland verfügt über langjährige Erfahrungen in der In- und Auslandsvermittlung von Adoptivkindern und übernimmt die staatlich anerkannte Adoptionsvermittlung und -beratung im Netzwerk Mirjam vom Diakonischen Werk der Landeskirche.

Weitere Infos zum Netzwerk Mirjam: www.netzwerk-mirjam.de
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k:epd-NDS-Bremen/Kirchen/Wahlen s:LEI p:4 c:pl

Brötchentüten werben für Kirchenvorstandswahlen - (mit - Bild) =

Drochtersen/Kr. Stade (epd). Die evangelische Pastorin Martina Janssen will ihre Gemeindemitglieder nördlich von Stade schon zum Frühstück auf die bevorstehende Kirchenvorstandswahl in der hannoverschen Landeskirche aufmerksam machen. Mit Unterstützung des örtlichen Bäckermeisters Rolf Lünstedt wirbt die Theologin auf Brötchentüten für die Wahl an diesem Sonntag. "Da geh' ich hin" lautet der Slogan auf insgesamt 16.000 Papiertüten. Die Reaktionen seien positiv, sagte Janssen am Mittwoch dem epd. "Viele sprechen mich an und finden die Aktion toll."

Janssen hofft, dass der Zuspruch die Wahlbeteiligung hebt, die vor sechs Jahren bei knapp 20 Prozent lag. Zu der Kirchenregion, in der die Werbung läuft, gehören die Orte Drochtersen, Assel, Wischhafen und Hamelwörden mit rund 10.000 Christinnen und Christen. "Die Kirchenzugehörigkeit liegt hier bei fast 80 Prozent", sagte Janssen. Am Sonntag wählen zeitgleich die lutherischen Gemeinden in den Landeskirchen von Hannover, Braunschweig, Bremen und Oldenburg sowie Schaumburg-Lippe neue Kirchenvorstände.

Allein in der hannoverschen Landeskirche sind 2,6 Millionen Wahlberechtigte zum Urnengang aufgerufen. Sie wählen insgesamt 10.000 ehrenamtliche Kirchenvorsteher, deren Amtszeit sechs Jahre dauert. Sie leiten gemeinsam mit dem Pfarramt die knapp 1.400 Gemeinden der größten Landeskirche Deutschlands. Die Vorstände sind Arbeitgeber, verwalten kirchliche Gebäude sowie Grundstücke und sind für Einrichtungen wie Kindergärten verantwortlich.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0752/22.03.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Das Thema der Woche - produziert vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn)

Thema: Wie ist es so im Himmel?
Sender: Hit-Radio Antenne
Sendedatum: 20. März 2006
Autor: Hans-Gerd Martens

Sie sind mit ihren Kindern unterwegs und plötzlich kommt folgende Frage: Papa, ist Gott durchsichtig? Oder, Mama, warum gibt es den Tod? Viele Eltern werden bei solchen Fragen ihrer Kleinen wahrscheinlich ganz schön rumstottern. Landesbischöfin Margot Käßmann aus Hannover hat jetzt ein Buch geschrieben mit vielen Kinderfragen und den entsprechenden Antworten. Hans-Gerd Martens aus der Hit-Radio Antenne Kirchenredaktion, was steht genau drin in dem Buch?

-> zum Hören hier klicken (mp3-Datei, 1,5 MB)
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Kirchenamtspräsident: Neue Chancen für die Kirche - (epd-Interview)

Hannover (epd). Der neue Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, sieht für die Kirchen in den kommenden Jahren ungeahnte Chancen. "Die scheinbar unaufhaltsame Tendenz der Säkularisierung unserer Lebenswelt ist gebrochen", sagte der Theologe in einem epd-Interview. Es gebe eine neue Offenheit für die religiöse, die geistliche Dimension des Lebens. Für die Kirchen werfe dies die Frage auf, ob sie diese Chancen nutzen könnten und ob ihre Gemeinden attraktiv und einladend für suchende Zeitgenossen seien.

Vor dem Hintergrund rückläufiger Mitgliederzahlen und abnehmender Finanzkraft fügte Barth hinzu: "Wir werden zahlenmäßig kleiner, aber die Aufgaben werden qualitativ anspruchsvoller. Das nötigt zur Konzentration, geistlich und organisatorisch."

An diesem Donnerstag wird Barth als neuer Präsident des EKD-Kirchenamtes in Hannover eingeführt. Der 60-Jährige löste Anfang März den bisherigen Kirchenamtspräsidenten Valentin Schmidt (65) ab, der in den Ruhestand geht. Der Kirchenjurist Burkhard Guntau wurde neuer Vizepräsident im Kirchenamt. Mit Barth steht erstmals seit 1966 wieder ein Theologe an die Spitze der Kirchenverwaltung, die in den vergangenen vier Jahrzehnten von Juristen geleitet wurde.

Zu anstehenden Veränderungen in der kirchlichen Landschaft äußerte Barth die Erwartung, dass es 2030 deutlich weniger als die gegenwärtig
23 evangelischen Landeskirchen geben werde. Er warnte allerdings davor, diese Strukturveränderungen zu behindern: "Die Konfrontation mit den ganz handfesten Struktur-, Finanz- und Personalentscheidungen bringt den Prozess am wirkungsvollsten voran." Auch bei abnehmender kirchlicher Präsenz, so zeigte sich Barth überzeugt, "bleiben wir Kirche für alle, Kirche für das ganze Land".

Im Blick auf die evangelisch-katholische Ökumene betonte der Theologe, dass es keine Alternative zur Stärkung des Gemeinsamen gebe.
Zwar gewinne Profilierung in einer pluralistischen Gesellschaft wegen der Erkennbarkeit an Bedeutung. Die Formel "Ökumene der Profile" ziele jedoch nicht auf Abgrenzung: Profilierung verträgt sich durchaus mit der Stärkung des Gemeinsamen."
(epd Niedersachsen-Bremen/b0757/22.03.06)
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