Paul-Gerhardt-Preis der VELKD stößt auf große Resonanz

Nachricht 21. März 2006

Hannover – Der aus Anlass des 400. Geburtstags von Paul Gerhardt (1607-1676) von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nach dem Liederdichter benannte Preis stößt nach Angaben von Oberkirchenrat Hans Krech auf "große Resonanz". "Wir verzeichnen zahlreiche Nachfragen und bereits eine Reihe von Einsendungen", so Krech, der im Lutherischen Kirchenamt der VELKD in Hannover u.a. für Liturgie zuständig ist.

Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben. In der ersten Kategorie werden neue geistliche Gedichte und Lieder ausgezeichnet. Sie sollen sich im Raum der von Paul Gerhardt ausgehenden spirituellen Tradition bewegen, heißt es in der Ausschreibung. Seine Lieder "zeichnen sich dadurch aus, dass sie Grunderfahrungen des Menschseins – in Natur- und Lebenslauf, in Leid und Krieg, in Bedrängnis und Hoffnung – vor Gott aussprechen und neu zu verstehen lehren. In ihnen sind zuversichtliches Gottvertrauen und sprachliche Schönheit so vereint, dass sie den Gesang der Gemeinden wie das Gebet des Einzelnen bis heute bereichern. Sie sind inspiriert durch die lutherische Lehre, ohne jedoch gereimte theologische Traktate zu werden. Vielmehr halten sie durch ihre formal-ästhetische Gestaltung den Kontakt zur großen Dichtung der Epoche", informiert der Ausschreibungstext. Erwartet werden "poetisch qualitätvolle Texte, die, auch wenn sie über die traditionelle Liedform hinausgehen sollten, für die Vertonung geeignet sind und so ihren Platz im Gottesdienst finden können". Für die Teilnahme seien bisher nicht veröffentlichte Gedichte und Lieder in deutscher Sprache geeignet. Sie sollten "heutige menschlich-soziale Grundverfassungen im Licht des christlichen Glaubens transparent werden lassen und dabei dem Lebensgefühl möglichst vieler Menschen zugänglich sein". Das Preisgeld beträgt 2.000 Euro für den ersten Preis, 1.500 Euro für den zweiten sowie 1.000 Euro für den dritten Preis. Vorsitzende der Jury ist Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann (Hannover).

Für die zweite Kategorie werden wissenschaftliche Arbeiten zu Leben, Werk und Wirkung Paul Gerhardts gesucht. Eingereicht werden können monografische Arbeiten ab dem Umfang einer Magisterarbeit. Die Ausarbeitungen sollen den Dichter als lutherischen Theologen würdigen und die theologische Paul-Gerhardt-Forschung fördern. Das Preisgeld beträgt 4.000 Euro und kann geteilt werden. Vorsitzender der Jury ist Prof. Dr. Walter Sparn, der in Erlangen Systematische Theologie lehrt.

Einsendeschluss für die Arbeiten in beiden Kategorien ist der 15. September 2006.

Hinweis: Die Ausschreibungsunterlagen können in der Pressestelle der VELKD (Tel.: 0511/62 61 236) angefordert beziehungsweise im Internet heruntergeladen werden. Für Rückfragen zur Preiskategorie I steht Oberkirchenrat Hans Krech (Tel.: 0511/62 61 227, E-Mail: krech@velkd.de) zur Verfügung, für Kategorie II Oberkirchenrat Prof. Dr. Klaus Grünwaldt (Tel.: 0511/62 61 229, E-Mail: gruenwaldt@velkd.de.

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