Auf einen Blick (1.3.)

Nachricht 01. März 2006

Das aktuelle Stichwort:
Aschermittwoch und Passionszeit

Hannover (epd). Mit dem Aschermittwoch beginnt die rund 40-tägige
Fasten- oder Passionszeit vor Ostern. Der Verzicht auf Speisen und Getränke wie Fleisch oder Wein oder auch auf den Fernsehkonsum gilt als Symbol der Buße und der spirituellen Erneuerung. In den sieben Wochen vor dem Osterfest nehmen sich viele Christen zudem mehr Zeit für Ruhe, Besinnung und Gebet, um sich selbst und Gott näher zu kommen. Zugleich soll das Fasten zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Gottes Schöpfung anregen.

In der katholischen Kirche zeichnet der Priester ein Aschenkreuz als Symbol der geistigen Reinigung und der Vergänglichkeit auf die Stirn der Gottesdienstbesucher. In der evangelischen Kirche beteiligen sich jedes Jahr mehr als zwei Millionen Teilnehmer an der Fasteninitiative "Sieben Wochen ohne", um aus gewohnten Konsum- und Verhaltensweisen auszusteigen und neue Lebensziele zu finden (www.7-wochen-ohne.de). In diesem Sinne wird Buße auch als Rückkehr zu einem Leben verstanden, das sich an den Geboten Gottes orientiert.

Fastenzeiten sind in fast allen Religionen bekannt, so etwa der Fastenmonat Ramadan im Islam. Am Ende der Winterzeit fasten viele Menschen allerdings auch mit dem Ziel nach ganzheitlichem Wohlbefinden oder dem Wunsch, ein paar Pfunde zu verlieren. Viele Menschen schwärmen zugleich von einer geistigen Freiheit während des Nahrungsverzichts.
(epd Niedersachsen-Bremen/e0512/27.02.06)
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Evangelische Jugend ruft zu Fastenaktion auf
Hannover (epd). Persönliche Lebenseinstellungen und das Verhalten des Einzelnen stehen im Mittelpunkt der Fastenaktion der evangelischen Jugend in Niedersachsen. Die 160-seitige Arbeitshilfe "Gegen den Trend
2006: Ich - alles - sofort!?" gibt Anregungen für Projektbeispiele, Aktionen, Spiele oder Literatur. Die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) schreibt, das Heft sei ein wichtiges Instrument, um jungen Menschen christliche Wertvorstellungen zu vermitteln und sie zu reflektiertem Handeln zu aktivieren.

Ziel der Materialien ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren, über das Thema nachzudenken. Deshalb biete man konkrete Vorschläge zur Umsetzung für die Schule und die Jugendarbeit an. Themen sind unter anderen "Grundlegendes zu Armut und Reichtum", "Wenn der Körper nicht mehr kann, wie er soll", "Welche Rolle spielen Jugendliche in der Werbung?" oder "Wer kann besser warten - Mädchen oder Jungen?"

Die Aktion "Gegen den Trend" gibt es seit 1976. Sie lädt Jugendliche zu einer Besinnung in der Passions- und Fastenzeit ein, die an diesem Mittwoch mit dem Aschermittwoch beginnt. Die Broschüre ist telefonisch unter 0511/1241-571 erhältlich oder steht im Internet unter www.aejn.de. Sie kostet 5 Euro. (epd Niedersachsen-Bremen/b0528/28.02.06)
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Evangelische Jugend warnt vor Kürzungen im EU-Programm
Hannover (epd). Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend hat vor drohenden Kürzungen in den EU-Förderprogrammen für Jugend, Bildung und Kultur gewarnt. "Diese Einschnitte wären ein fatales Signal für engagierte junge Europäerinnen und Europäer", sagte Generalsekretär Mike Corsa am Dienstag in Hannover. Nach dem im Dezember ausgehandelten Kompromiss zum mittelfristigen Finanzrahmen der Europäischen Union für 2007 bis 2013 zeichneten sich jetzt vor allem Kürzungen im Jugendprogramm ab.

So sei das EU-Aktionsprogramm "Jugend in Aktion" von Kürzungen bis zu
34 Prozent betroffen, während es für andere Bereiche Reduzierungen von durchschnittlich 13 Prozent gebe. Mit einem ursprünglich von der EU-Kommission geforderten Gesamtvolumen von 915 Millionen Euro für sechs Jahre sollten vor allem europäische Jugendbegegnungsprojekte und längerfristige Freiwilligendienste in der EU unterstützt werden. Ziel sei es, bei jungen Menschen ein europäisches Bewusstsein zu fördern und die EU-Jugendpolitik voran zu bringen, sagte Corsa.

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist der Zusammenschluss der evangelischen Jugendverbände von rund 1,2 Millionen jungen Menschen.
Als Dachorganisation vertritt die Arbeitsgemeinschaft die Interessen der Jugend auf Bundesebene gegenüber den Ministerien, gesamtkirchlichen Zusammenschlüssen und internationalen Partnern.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0533/28.02.06)
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Frauen: ganz – schön – stark
Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag

Hildesheim. (eb) Mit einer gemeinsamen Initiative begleiten mehrere Frauenorganisationen in der Region Hildesheim den Internationalen Frauentag am 8. März 2006. Das Frauenwerk im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in der Region Hannover-Hildesheim, die katholischen Frauenverbände „Katholische Frauengemeinschaft Deutschland“ und „Katholischer Deutscher Frauenbund“ in der Diözese Hildesheim, die Katholische Frauenseelsorge in Stadt und Region Hildesheim und die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Hildesheim laden zu Begegnung und Dialog ein.

Im Mittelpunkt steht der Schicksalsweg von Rahel, einer Frauengestalt aus dem Alten Testament (1. Mose 29/30).

Bei einem Tagesseminar am Sonnabend, 11. März, von 10 bis 17 Uhr im Gemeindezentrum St. Michaelis, Hildesheim, deutet Pastorin Ulrike Denecke, Isernhagen, die Rahel-Erzählung feministisch-theologisch. Daran schließen sich Workshops an.
Am Mittwoch, 15. März, um 19.30 Uhr kommt die Musik-, Sprach- und Tanzperformance „Rahel rechtet mit Gott“ nach der Legende von Stefan Zweig in der Basilika St. Godehard, Hildesheim, zur Aufführung. Katinka Zechner (Tanz), Hannover, und Ellen Kienhorst (Celloimprovisation), Salzhemmendorf, sind die darstellenden Künstlerinnen des Abends.
Am Montag, 20. März, von 19.30 bis 21 Uhr gibt es im Roemer- und Pelizaeus- Museum Hildesheim einen literarischen Abend. Schauspielerin Ilse Dannehl, Hildesheim, rezitiert aus Texten von und über Frauen, die trotz schwieriger Bedingungen ihren Weg gingen.

Die drei Veranstaltungen beziehen sich aufeinander, können aber auch einzeln besucht werden. Mit den Veranstaltungen sollen Frauen ermutigt werden, Frausein heute lebendig, stark und zukunftsorientiert zu gestalten.
Der Internationale Frauentag, eigentlich „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“, wird seit 1921 einheitlich am 8. März begangen.
Die Veranstaltungsreihe wird von der Hanns-Lilje-Stiftung gefördert.

Zum Tagesseminar am 11.3. ist eine Anmeldung (bis 6.3.) erforderlich. Die Teilnahmekosten betragen 10 Euro. Karten für die Tanzperformance und den Literaturabend (je 3 Euro) gibt es an der Abendkasse.

Ein Veranstaltungsflyer ist beim Frauenwerk im Haus kirchlicher Dienste, Hinter der Michaeliskirche 3-5, 31134 Hildesheim, Tel. 05121/6971-450, E-Mail: mahne@kirchliche-dienste.de, oder bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Hildesheim, Jakobistraße 22, 31134 Hildesheim, Tel. 05121/301-682, erhältlich.

Siehe auch www.kirche-hildesheim.de.
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Kreuzgang im Michaeliskloster illuminiert

Hildesheim. (eb) Am Sonnabend, dem 4. März, ist der historische Kreuzgang im Michaeliskloster Hildesheim wieder kunstvoll beleuchtet. In der Zeit von 18 bis 20 Uhr können sich Besucher in der einmaligen Atmosphäre von Licht und Musik im gotischen Kreuzganggewölbe einfinden. Die Tagungsstätte reicht dazu Getränke und Imbiss.

Nur wenige Lampen sind notwendig, um die zierlichen und verzierten Säulen, Bögen und Kapitelle des Kreuzgangs in ockerfarbenes, feuerrotes oder leuchtend weißes Licht zu tauchen.

Pastor Fritz Baltruweit, zugleich Referent am Michaeliskloster, hat sich die Aufstellung und die Leuchtwinkel der Lampen ausgedacht und alles von Hand installiert. Als besonderer Effekt wird eine natürliche Kerze, deren ruhiges Flackern von einer Video-Kamera aufgenommen wird, per Beamer vergrößert und auf eine Wand zwischen zwei Säulen projiziert.

Die Methode des Licht-Designs ist zwar nicht neu, gewinnt aber durch die spezielle Architektur des Michaelis-Kreuzgangs eine besondere Note. Unterstützt durch die nach außen schützende Glasfassade ergeben sich Spiegelungen und Erweiterungen des ansonsten schmalen Kreuzganges nördlich der Michaeliskirche.

Weitere Informationen: www.michaeliskloster.de