Wolfgang Huber zutiefst beunruhigt

Nachricht 20. Februar 2006

Dank an die, die zur Einstellung der Gewalt aufrufen

In einer ersten Reaktion auf die Nachricht, dass in Nigeria und Pakistan Kirchen brennen, erklärte Bischof Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), gestern am späten Abend:

„Die gewalttätigen Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen in den letzten Wochen beunruhigen zutiefst und fordern klaren Widerspruch heraus. Dass nun auch Kirchen brennen, ist eine erneute Eskalation. Wir können nicht hinnehmen, dass die Karikaturen zum Anlass einer gewalttätigen Kampagne gemacht wurden, die im wachsenden Maß Christen und christliche Kirchen trifft. Die Verantwortlichen müssen dringend dafür sorgen, dass die Menschen muslimischen Glaubens in Nigeria, Pakistan und an anderen Orten die Gewalt einstellen. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich bei den muslimischen Verbänden in Deutschland für ihre besonnenen Stellungnahmen.“

Hannover, 20. Februar 2006
Pressestelle der EKD
Christof Vetter