Auf einen Blick (17.2.)

Nachricht 17. Februar 2006

Von Dietrich Bonhoeffer lernen. Zur Aktualität seines Denkens anlässlich des 100. Geburtstages von Dietrich Bonhoeffer

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung laden zu einem Vortrag im Rahmen des Hanns-Lilje-Forums ein.

"Was heißt: Verantwortung übernehmen und die Wahrheit sagen?" Impulse: Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Erfurt. Theologischer Vortrag: Prof. Dr. Christian Gremmels, Kassel
Mittwoch, 1. März 2006, 18.00 Uhr, Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover
Moderation: Dr. Eckhart von Vietinghoff, Präsident des Landeskirchenamtes.

Seit 1992 veranstaltet die Hanns-Lilje-Stiftung zusammen mit der Landeskirche Hannovers diese Vortragsreihe zu jeweils einem Jahresthema.

Hanns-Lilje-Forum 2006
Weitere Vorträge im Jahr 2006:
Was heißt „Leben schützen“?, 3.5.06 - 18.00 Uhr
Was heißt „Frieden stiften“? 22.05.06 – 18.00 Uhr
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Gedenkgottesdienst in Hameln für verunglückte Schüler
Hameln (epd). Bei einer Trauerfeier im Hamelner Münster haben zahlreiche Schüler am Donnerstag der drei Jugendlichen gedacht, die bei dem schweren Busunfall am 9. Februar bei Coppenbrügge (Kreis Hameln-Pyrmont) ums Leben gekommen waren. An dem Gedenkgottesdienst nahm auch Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) teil. Der Minister hatte zuvor in einem Brief alle Schulen des Bundeslandes gebeten, ihren Schülerinnen und Schülern sowie ihren Beschäftigten die Möglichkeit zu angemessenem Gedenken zu geben.

In Coppenbrügge hatten Familienangehörige, Freunde sowie Rettungskräfte mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche bereits am vergangenen Wochenende Abschied von den Verunglückten genommen. Nach dem Gottesdienst gingen rund 200 Menschen zur Unfallstelle an der Bundesstraße 1 und zündeten dort Kerzen an. Die Kirchengemeinde hat Kondolenzbücher ausgelegt.

Bei dem Unfall vor einer Woche war ein Sattelschlepper auf glatter Fahrbahn in den Gegenverkehr gerutscht und hatte den Bus fast auf der gesamten Länge aufgeschlitzt. Eine 14 Jahre alte Gymnasiastin sowie eine 17-jährige und ein 18-jähriger starben infolge des Zusammenstoßes. Zehn Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Lastwagenfahrer und der Busfahrer erlitten einen Schock.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0423/16.02.06)
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Kirchen-Talkshow "Tacheles" sucht neues Sendeformat
Hannover (epd). Die bundesweit erste kirchliche Fernseh-Talkshow "Tacheles" sucht nach einem neuen Sendeformat. Der Fernseh-Journalist und Medienberater Jürgen Koerth sei damit beauftragt, die Sendung zu überarbeiten, sagte "Tacheles"-Initiator Pastor Jan Dieckmann von der Evangelischen Radio- und Fernsehkirche im NDR am Donnerstag. Koerth war früher Fernsehchef im NDR-Landesfunkhaus Niedersachsen und Sprecher des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (SPD). "Tacheles" ist auf dem Dokumentationskanal "Phoenix" zu sehen.

Bei der Talkshow, die bisher in der evangelischen Marktkirche in Hannover aufgezeichnet wurde, debattieren Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und Kultur kontrovers über aktuelle Themen (Internet: www.tacheles.net). Offen sei, ob die Sendung ab 2007 weiter aus der Marktkirche komme und ob sie weiter von ihm selbst und der NDR-Journalistin Hanna Legatis moderiert werde, sagte Dieckmann: "Die bewährten Elemente sollen aber erhalten bleiben." Dazu gehöre der kontroverse Dialog zu Streitfragen der Zeit, der Titel und "Phoenix" als Medienpartner.

Tacheles erreicht Dieckmann zufolge mit drei Ausstrahlungen pro Sendung insgesamt rund 230.000 Zuschauer. In diesem Jahr sind vier Sendungen geplant, bisher waren es sechs pro Jahr. Für die Zukunft suchen die Initiatoren einen zweiten Finanzierungspartner neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In den vergangenen Jahren kam die Klosterkammer Hannover für rund die Hälfte des Jahresbudgets von etwa 150.000 Euro auf. Inzwischen hat sie sich aber zurückgezogen. Für das laufende Jahr deckt die EKD allein ein reduziertes Budget ab.

Bei der nächsten Sendung am 2. Mai wird es um die Fußball-Weltmeisterschaft gehen. Für dieses Jahr seien außerdem die Themen Erziehung, Armut und Islam geplant. "Die Aktualität hat aber auf jeden Fall Vorrang", sagte Dieckmann.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0422/16.02.06)
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Kirchliche Stiftung weiht in Celle Schule ein
Celle (epd). Die kirchliche Pestalozzi-Stiftung weiht am Freitag in Celle ihre Evangelische Schule neu ein. Die Schule mit 60 Plätzen sei für mehr als 1,7 Millionen Euro saniert und erweitert worden, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Die staatlich anerkannte "Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung" wendet sich an verhaltensauffällige Kinder, die an Regelschulen nicht mehr beschult werden.

Das für die Stiftung größte Investitionsprojekt des vergangenen Jahres wurde nach Angaben der Sprecherin im Wesentlichen durch eigene Mittel finanziert. Die Klosterkammer Hannover und die Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung förderten den Schulumbau mit jeweils 100.000 Euro, weitere 50.000 Euro kamen von der Walter-Nebel-Stiftung.

Die Pestalozzi-Stiftung mit Sitz in Hannover unterhält zwei weitere Förderschulen in Burgwedel und in Walsrode. Die Stiftung ist nach eigenen Angaben seit 1846 in der Region Hannover tätig. Sie engagiert sich in der Jugend- und Behindertenhilfe. (epd Niedersachsen-Bremen/b0424/16.02.06)
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Gedenktafel für Bonhoeffer in Göttingen geplant
Göttingen (epd). Der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer soll in Göttingen mit einer Gedenktafel geehrt werden. Die im Rat vertretenen Parteien fordern von der Stadtverwaltung, die Tafel am früheren Wohnhaus von Bonhoeffers Zwillingsschwester Sabine Leibholz anbringen zu lassen. Bonhoeffer hatte 1938 selbst eine Zeit lang in dem Gebäude gewohnt und dort sein Werk "Gemeinsames Leben" verfasst.

Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 geboren und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. Seine Zwillingsschwester Sabine Leibholz emigrierte 1938 nach Großbritannien, kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg nach Göttingen zurück und lebte dort mit ihrer Familie bis zu ihrem Tod im Jahr 1999.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0408/15.02.06)
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