Bischof Weber: Charta soll Zusammenarbeit der Kirchen festigen

Nachricht 03. Februar 2006

Braunschweig (epd). Mit der Unterzeichnung der "Charta Oecumenica" will der evangelische Landesbischof Friedrich Weber die Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen in Niedersachsen mit der katholischen Kirche stärken. Diesen Schritt kündigte Weber am Freitag auf einer Pressekonferenz in Braunschweig an. Der braunschweigiische Landesbischof ist auch neuer Catholica-Beauftragter der lutherischen Kirchen.

Die 2001 in Straßburg verabschiedete "Charta Oecumenica" gilt als eines der bedeutendsten gemeinsamen Dokumente der christlichen Kirchen in Europa. Es schreibt erstmals die Zusammenarbeit verbindlich fest. Einigkeit unter den Kirchen sei Voraussetzung für den Frieden unter den Nationen, heißt es in dem Text, der inzwischen in 30 Sprachen übersetzt wurde.

Die Trennung der Christenheit soll der Charta zufolge langfristig überwunden werden. Zugleich soll der Dialog zum Judentum, zum Islam und anderen Weltreligionen ausgebaut werden. Weber sagte, von der bevorstehenden Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Porto Alegre erhoffe man "eine deutliche Neuausrichtung im Streben nach christlicher Einheit".

Der braunschweigische Landesbischof nimmt an der Vollversammlung in Brasilien vom 14. bis 23. Februar teil. Die katholische Kirche werde durch Beobachter vertreten sein, sagte Weber. Insgesamt werden 3.000 Teilnehmer in Porto Alegre erwartet.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0305/03.02.06)
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