Holocaust-Gedenken in südniedersächsischen Orten

Nachricht 25. Januar 2006

Clausthal-Zellerfeld (epd). In Clausthal-Zellerfeld wollen Bürgerinitiativen am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) an die so genannten Todesmärsche von KZ-Häftlingen erinnern. An der evangelischen St.-Salvatoris-Kirche werde eine Gedenktafel zu diesem Thema eingeweiht, teilte die Initiativen mit. Im Oberharzer Bergwerksmuseum wird am selben Tag eine Ausstellung über die Munitionsfabrik Werk Tanne eröffnet. Im Frühjahr 1945 hatten die Nationalsozialisten das KZ Buchenwald und andere Lager evakuiert und die Gefangenen in tagelangen Märschen durch den Harz getrieben. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben.

In Hameln laden die evangelischen und katholischen Gemeinden, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Stadtverwaltung für den 27. Januar zu einer Gedenkfeier ein. Dabei wollen Schülerinnen und Schüler aus Briefen früherer jüdischer Bewohner der Stadt vorlesen. Auch in Volpriehausen bei Uslar gibt es eine Gedenkstunde. Dort mussten während der NS-Diktatur Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in einer unterirdischen Fabrik Munition produzieren. 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog (CDU) den 27. Januar zum Gedenktag für die Holocaust-Opfer erklärt.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0201/25.01.06)
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