Theologiestudenten setzen sich für Master-Studium ein

Nachricht 05. Januar 2006

Hannover (epd). Der Landeskonvent der hannoverschen Theologiestudierenden setzt sich für eine Studienreform nach dem Bachelor/Master-Modell ein. Der Master-Abschluss in Theologie sollte als Zugang zur weiteren Pfarrerausbildung festgeschrieben und möglichst europaweit anerkannt werden, fordert der Zusammenschluss von Studentinnen und Studenten aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

Das Bachelor/Master-System könne das Theologiestudium übersichtlicher machen, argumentiert der Konvent. Die Prüfungsleistungen würden dabei stärker als bisher in den Abschluss einfließen. Das fördere ein kontinuierliches und langfristiges Lernen. Nach einem Grundstudium zum Bachelor könnten die Studierenden in der Masterphase die theologischen Inhalte vertiefen und sich spezialisieren.

Von den drei bisher verlangten alten Sprachen halten die Studenten Griechisch und Hebräisch für unverzichtbar. In diesen Sprachen sind das Neue und das Alte Testament geschrieben. Latein könne bei entsprechender Spezialisierung hinzukommen. Bei der Abschlussprüfung an der Universität könnten die Landeskirchen vertreten sein. Bisher schließt das Studium mit einem kirchlichen Examen oder einer Diplomprüfung ab.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0021/05.01.06)
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