Fortbildungsstätte sieht Gospelboom in der Kirche

Nachricht 29. Dezember 2005

Hildesheim (epd). Das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Hildesheim hat einen "regelrechten Gospelboom" in der Kirche ausgemacht. Dieser Musikstil könne offenbar stark an "aktuelle Grooves" anschließen, schreibt Direktor Jochen Arnold im Vorwort des Jahresprogramms für 2006: "Deshalb versuchen wir, Sängerinnen und Chorleiter mit authentischem Gospelfeeling zu infizieren." Im kommenden Jahr bietet die Fortbildungsstätte insgesamt
68 Veranstaltungen zu Gottesdienst und Kirchenmusik an.

Unter anderem will ein "Gospelworkshop" vom 7. bis 9. Juli mit der schwarzen Sängerin und Tänzerin Adrienne Morgan Hammond das typische Gospelgefühl vermitteln. Bei einem Familienseminar im Juli erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam ein Musical. Ein Seminar im April will dazu anleiten, eine Kantate von Johann Sebastian Bach durch Tanz zu erschließen. Zahlreiche Angebote richten sich an Chorleiter und Organisten. Pastoren bekommen Anregungen, um kreative und lebendige Gottesdienste zu gestalten.

"Die gottesdienstliche Landschaft hat sich in den letzten 15 Jahren stark ausdifferenziert", schreibt Arnold. Neuerdings gebe es gottesdienstliche Angebote zum Valentinstag oder zu Halloween und sogar "Lappengottesdienste" für Führerscheinneulinge. Bei aller Vielfalt wolle sich das Zentrum darauf konzentrieren, die theologische Kompetenz zu fördern und das gottesdienstliche Ritual als solches zu erneuern.

Unter den Veranstaltungen des Jahresprogrammes sind auch 18 Angebote für Bläser in Posaunenchören, die an mehreren Orten in Niedersachsen stattfinden. Herausragendes Ereignis für die rund 14.000 Bläser in der hannoverschen Landeskirche ist im kommenden Jahr das Landesposaunenfest am 14. und 15. Juli in Verden, zu dem Ministerpräsident Christian Wulff
(CDU) als Gast erwartet wird (Internet: www.michaeliskloster.de).
(epd Niedersachsen-Bremen/b4067/29.12.05)
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