Auf einen Blick (14.12.)

Nachricht 14. Dezember 2005

Erste ökumenische Seemannsmission entsteht an der Weser
Brake/Kr. Wesermarsch (epd). Die bundesweit erste ökumenische Seemannsmission soll im Frühjahr an der Unterweser eröffnet werden. Die evangelische Seemannsmission und Mitarbeiter der ehemaligen katholischen Schwesterorganisation "Stella Maris" wollen in Brake einen gemeinsamen Seemannsclub für die Häfen Nordenham, Brake und Elsfleth bei Oldenburg einrichten, sagte der evangelische Seemannspastor Volker Wittkowski am Mittwoch in Nordenham dem epd.

Die Mission werde eine Anlaufstelle für Seeleute und Binnenschiffer sein. Auch Familienangehörige sollen bei Bedarf von den ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden. Geeignete Räume stelle die Firma "Niedersachsen-Ports" zur Verfügung. "Wir warten nur noch die schriftliche Bestätigung ab, dass sich die internationale Seemannsgewerkschaft ITF an der Innenausstattung beteiligt", sagte der ehemalige Fregattenkapitän Wittkowski.

Entlang der Nord- und Ostseeküste unterhält die Deutsche Seemannsmission zurzeit 17 Stationen. Die Clubs und Seemannsheime mit Übernachtungsmöglichkeiten sind Treffpunkte für Seeleute aus aller Welt.
Sie stehen ihnen mit umfangreichen Hilfs- und Serviceangeboten zur Seite. Die Gäste finden dort Seelsorger und Freizeitveranstaltungen.
Über Telefon und Internet können sie Kontakt mit ihren Familien in der Heimat aufnehmen. (Internet: www.seemannsmission.org)
(epd Niedersachsen-Bremen/b3945/14.12.05)
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Lutheraner für gerechten Frieden statt gerechten Krieg
Hannover (epd). Die Frage nach einem gerechten Krieg ist nach Auffassung der lutherischen Bischöfe heute eher die Frage nach einem gerechten Frieden. Die Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat dazu eine Dokumentation unter dem Titel "...rechtmäßig Kriege führen..." veröffentlicht. Diese Formulierung im Augsburger Bekenntnis von 1530 werde oft als theologische Rechtfertigung des Krieges verstanden, erklärte die VELKD am Mittwoch in Hannover.

Die VELKD werde regelmäßig gebeten, diesen Artikel für ungültig zu erklären, schreibt Oberkirchenrat Klaus Grünwaldt im Vorwort. Die Verfasser des Bekenntnisses hätten eher Grundsätze im Blick gehabt, Kriege zu begrenzen und möglichst human zu gestalten. Heute bedeute das, Kriege unter das Völkerrecht und die allgemeinen Menschenrechte zu stellen. Eine Begrenzung der Kriege und ihrer Folgen sei allerdings heute "sehr viel schwieriger, wenn nicht unmöglich geworden"
(www.velkd.de).
(epd Niedersachsen-Bremen/b3950/14.12.05)
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Christen, Juden und Muslime in Göttingen für Frieden
Göttingen (epd). Christen, Juden und Muslime aus Göttingen wollen am vierten Advent gemeinsam für den Frieden beten. "Auch Fundamentalisten und kriminelle Entführer können uns davon nicht abhalten", sagte am Mittwoch der Sprecher des Göttinger "Runden Tisches der Religionen Abrahams", Pastor Ludger Gaillard. Dem Runden Tisch gehören die evangelische und die katholische Kirche, die Jüdische Gemeinde sowie vier islamische Gemeinschaften in Göttingen an.

In der Vergangenheit startete der Runde Tisch unter anderem eine Hilfsaktion für ein schwer krankes palästinensisches Kind. Das zwei Jahre alte Kind wurde in der Göttinger Uni-Klinik erfolgreich am Herzen operiert. Das gemeinsame Friedensgebet wird seit 2001 jährlich im Dezember ausgerichtet. An diesem Sonntag findet es um 18 Uhr in der evangelischen Marienkirche in Göttingen statt.
(epd Niedersachsen-Bremen/b3949/14.12.05)
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