Osnabrück: Landessuperintendentin fordert Hilfe für Schwache

Nachricht 02. Dezember 2005

Osnabrück (epd). Die Osnabrücker Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke hat die Kirche zu einem verstärkten Einsatz für die Schwachen und Hilflosen der Gesellschaft aufgefordert. Deren Bedürfnisse dürften nicht an den Rand gedrängt werden, sondern müssten alle politischen Entscheidungen mitbestimmen, sagte die Regionalbischöfin am Freitag beim Jahresempfang des evangelisch-lutherischen Sprengels Osnabrück.

Der Sprengel Osnabrück sei besonders dazu aufgerufen, das ökumenische Gespräch voranzubringen und im praktischen täglichen Miteinander sichtbar zu machen. "Wir müssen im Miteinander aller Christen und Religionen unsere Stimme kompetent einbringen, sowohl in den politischen Veränderungen, die begonnen haben, als auch in den sichtbaren Nöten vieler einzelner, denen es entgegenzutreten gilt", sagte Janssen-Reschke.

Der Sprengel Osnabrück umfasst die Region Osnabrück, das überwiegend katholische Emsland, sowie die Grafschaften Bentheim und Diepholz.
Osnabrück ist auch Sitz des katholischen Bischofs Franz-Josef Bode.

Der Präsident des Lutherischen Kirchenamtes in Hannover, Friedrich Hauschildt, erläuterte die Grundzüge evangelisch-lutherischen Glaubens in Abgrenzung zur evangelisch-reformierten und zur römisch-katholischen Kirche. Er gestand jedoch zu, das die lutherische Ausprägung des christlichen Glaubens keinen Alleinvertretungsanspruch erhebe: "Die Zeiten sind vorbei. Sie erkennt andere Formen des christlichen Glaubens sehr wohl an."

Das Lutherische Kirchenamt ist die Zentrale der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Die VELKD ist ein Zusammenschluss von acht lutherischen Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), zu dem auch die hannoversche Landeskirche als größte gehört. (epd Niedersachsen-Bremen/b3846/02.12.05)
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