Handy der Bischöfin wird für guten Zweck versteigert

Nachricht 30. September 2005

Osterode (epd). Das alte Handy der evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann soll im Internet für einen guten Zweck versteigert werden. Der Erlös dieser so genannten "Charity-Auktion" fließe zu hundert Prozent an das Netzwerk "Mirjam", das Frauen in Schwangerschaftskonflikten berät, sagte Initiator Wilhelm Sonntag aus Osterode am Freitag dem epd. Sonntag ist Angestellter im Osteroder Kirchenkreisamt und Mitglied der evangelischen Landessynode.

"Bei der jüngsten Tagung der Landessynode habe ich gesehen, dass Frau Käßmann noch so ein schönes Handy hat", berichtete Sonntag. Weil er selbst sein altes Mobiltelefon desselben Typs mit Erfolg im Internet verkaufen konnte, habe er die Bischöfin gefragt, ob er auch ihr Handy versteigern dürfe. Käßmann habe unter der Maßgabe zugestimmt, dass das Geld dem Netzwerk zur Verfügung gestellt werde.

Nach Ablauf des Vertrages schickte Käßmann das Mobiltelefon nach Osterode. Sonntag sagte, er wolle das Handy Anfang Anfang Oktober beim Online-Marktplatz "eBay" anbieten. Das Netzwerk "Mirjam" wurde 2001 von der Landesbischöfin ins Leben gerufen, nachdem in Deutschland zahlreiche Fälle von Findelkindern bekannt geworden waren. Die Hälfte der ausgesetzten Kinder starb. Zum Projekt "Mirjam" gehört ein "Babykörbchen" in einem Krankenhaus, in das verzweifelte Mütter nach der Geburt ihr Kind anonym hineinlegen können. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3131/30.09.05)
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