Auf einen Blick (7.9.)

Nachricht 07. September 2005

Kirchengemeinden helfen Hurrikan-Opfern in New Orleans
Northeim (epd). Evangelische Kirchengemeinden in Niedersachsen haben zu Spenden für die Hurrikan-Opfer im Süden der USA aufgerufen. Die Unterstützung gehe zunächst an die zwölf lutherischen Gemeinden in New Orleans, deren Kirchen und Einrichtungen durch das Hochwasser schwer beschädigt oder sogar zerstört worden seien, sagte der an der Initiative beteiligte Pastor Martin Weskott aus Katlenburg bei Northeim am Mittwoch.

"Mit den Opfern der Katastrophe verbindet uns christliche Solidarität", betonte Weskott. Es sei notwendig, den durch den Wirbelsturm und die Überschwemmung entwurzelten Menschen beizustehen.
Durch die Unterstützung könnten Christen in Deutschland auch etwas von der Hilfe zurückgeben, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg von christlichen Gemeinden in den USA erhalten hätten.

Der Spendenaufruf ruft zugleich zu einer ökologischen Kehrtwende auf. Es sei an der Zeit, "nach Ursachen und Folgen des Klimawandels zu fragen", hieß es. (Spendenkonto: Kirchenkreisamt Leine-Solling, Stichwort "Hilfe für Kirchengemeinden in New Orleans", Konto 23 887 bei der Kreissparkasse Northeim, BLZ 262 500 01) (epd
Niedersachsen-Bremen/b2850/07.09.05)
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Erste kirchliche Männerwoche in Ostfriesland
Leer (epd). Die evangelische Männerarbeit im Sprengel Ostfriesland lädt vom 12. bis 18. September in Leer erstmals zu einer Männerwoche ein. Zum Programm unter dem Motto "Arbeit und Sinn" gehörten Vorträge und ein Männerfrühstück, sagte der Referent für Männerarbeit im evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland, Bernhard Noormann, am Dienstag in Aurich dem epd. Geplant sei auch ein Besuch der Meyer-Werft in Papenburg.

Den Auftakt der Woche bildet Noormann zufolge ein Vortrag von Pastor Eckhard Käßmann. Der Ehemann der hannoverschen Landesbischöfin und Vater von vier Töchtern werde am 12. September um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus zum Thema sprechen "Was Männern Sinn gibt!" Um "Hartz IV - Großer Wurf oder Reinfall" geht es am 15.September um 19.30 Uhr mit dem Leiter des Zentrums für Arbeit im Landkreis Leer. Mit einem Festgottesdienst am 18. September um 10 Uhr in der Luther-Kirche schließt die Männerwoche. Nähere Auskünfte und Anmeldungen unter 04941/968616. (epd Niedersachsen-Bremen/b2840/06.09.05)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Dorfkirche zum Kulturdenkmal 2005 gewählt
Dachverband der Bürger- und Heimatvereine: Bauwerke stiften Identifikation und Heimat

‚Die Dorfkirche’ wurde vom Dachverband der Bürger- und Heimatvereine zum Kulturdenkmal des Jahres 2005 gewählt. In der Begründung hierzu hieß es, die Kirchen im ländlichen Raum vermittelten religiöse Werte und regionale Identifikation. Mit der Dorfkirche werde ein Bauwerk gewürdigt, dass die Tradition und das Erbe einer Region verkörpert.

Der Kirchliche Dienst auf dem Lande im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers begrüßte die Auszeichnung auch als Würdigung der kirchlichen Präsenz im ländlichen Raum. Man sehe darin eine Bestätigung, in der derzeitigen angespannten Finanzsituation immer wieder nach neuen Wegen zu suchen, um „die Kirche im Dorf zu lassen“, so Pastor Stefan Wichert-von Holten, Leiter des Kirchlichen Dienstes auf dem Lande: „Das Kulturdenkmal ‚Dorfkirche’ schöpft aus der Lebendigkeit der Kirchengemeinden im ländlichen Raum. Das ist die tragende Kraft, mit der die Dorfkirche auch in die Zukunft hinein wirkt.“

Als Kulturdenkmal zeichnet der Dachverband der Bürger- und Heimatvereine jedes Jahr eine besondere Art von Bauwerken aus, die in ihrer Typologie für eine Landschaft oder Region stehen. Das so geehrte ‚typische Gotteshaus’ steht im Zentrum des Dorfes und bildet hier ein Ensemble aus Architektur und Handwerkskunst. Viele Dorfkirchen sind kunsthistorische Schmuckstücke, die als touristische Anziehungspunkte weit über die Region hinaus wirken.

Informationen:
Kirchlicher Dienst auf dem Lande, Pastor Stephan Wichert-von Holten
Fon: 0511 1241-475
E-Mail: laendlicher.raum@kirchliche-dienste.de
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Offene Kirchen in Mitteldeutschland jetzt auch im Netz
Eine Kirchenlandkarte informiert erstmals im Internet über Sakralbauten in Mitteldeutschland, die auch über die Gottesdienstzeiten hinaus geöffnet sind. Unter www.kirchenlandkarte.de sind 472 Kirchen, Klöster und Kapellen der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland, der Evangelischen Landeskirche Anhalts und des Bistums Magdeburg eingetragen sowie acht Kirchen in kommunaler oder privater Trägerschaft. Zu den aufgeführten Gotteshäusern, die sich zum Großteil in Sachsen-Anhalt und Thüringen befinden, zählen neun Dome, 17 für die Reformationsgeschichte bedeutende Kirchen und vier Wirkungsstätten der Bach-Familie. Ebenso gehören 234 Kirchen an Rad- und Wanderwegen sowie 39 Sakralbauten an Pilgerwegen dazu. Mit 267 geöffneten Kirchen liegt die Mehrzahl der offenen Kirchen in ländlichen Gebieten, 213 Kirchen befinden sich in Städten. Insgesamt gibt es in Sachsen-Anhalt und Thüringen über 4.700 Kirchen.