Auf einen Blick (5.9.)

Nachricht 05. September 2005

Diakonie-Präsident begrüßt Entscheidung zur enteralen Ernährung
Berlin, 2. September 2005. Diakonie-Präsident Dr. h. c. Jürgen Gohde begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums zur künstlichen Ernährung. Sie besagt, dass in geeigneten Fällen die künstliche Ernährung über eine Magensonde durch die Krankenkassen übernommen wird, wenn dieses medizinisch notwendig ist. Kranke Menschen, die auf normalem Weg nicht genug Nahrung aufnehmen können, müssen die Nährstoffe in Form von Trink- oder Sondennahrung erhalten. Die enterale Ernährung, eine Form der künstlichen Ernährung wird zum Beispiel von schwer behinderten Kindern, älteren pflegebedürftigen Menschen oder Tumorpatienten benötigt.

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) hat nun klargestellt, dass Ärzte künstliche Ernährung nicht nur verordnen können, wenn die Fähigkeit zu essen fehlt, sondern auch wenn sie nur eingeschränkt ist. Mit der Neuregelung reagiert das BMGS auf den breiten Protest von Patientenorganisationen, medizinischen Fachgesellschaften und Wohlfahrtsverbänden: Diese hatten sich an das Ministerium gewandt, um eine bereits beschlossene, sehr restriktive Regelung zu verhindern.

Präsident Gohde begrüßt den Schritt des Ministeriums: "Die Ärzte können nun reagieren, wenn durch eine Ernährungsstörung Mangelernährung droht." Der Diakonie-Präsident betont, dass die künstliche Ernährung das Essen nur im Notfall ganz ersetzen soll. "Auch wenn ein Mensch künstliche Nahrung erhält, müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit er nach Möglichkeit wieder selbständig essen kann. Dabei ist die Zuwendung durch Angehörige bzw. Pflegekräfte beim Essen ein entscheidender Faktor."

*****************************
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Barbara-Maria Vahl
Pressesprecherin
+++

Kirchengemeinde versteigert Gottesdienst in Internet
Elisabethfehn/Kr. Ammerland (epd). Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Elisabethfehn bei Oldenburg will einen Gottesdienst im Internet versteigern. Vom 8. bis 18. September könnten dazu Gebote unter dem Stichwort "Kircheefehn" (rpt. "Kircheefehn") beim Internet-Auktionator "ebay" abgegeben werden, sagte Gemeindepastor Thomas Perzul am Freitag dem epd. Der Erlös sei für die Jugendarbeit der Gemeinde bestimmt.

Der Meistbietende könne Thema und Inhalt des Gottesdienstes am 16. Oktober in der Christuskirche bestimmen. "Wir sind für nahezu alles offen", versprach Perzul. Jedoch müssten die Lieder und Texte einem Gottesdienst angemessen sein. Mit der Aktion wolle die Gemeinde für den sonntäglichen Gottesdienst werben, der Christen Orientierung und Hoffnung gebe. Am letzten Tag der Auktion, dem 18. September, soll die Versteigerung live in den Gottesdienst übertragen werden. (Internet: www.kirche-efehn.de, www.ebay.de) (epd Niedersachsen-Bremen/b2813/02.09.05)
+++

Stadtkirchenverband Hannover eröffnet Seniorenakademie
Hannover (epd). Der Stadtkirchenverband Hannover eröffnet am 22. September eine Evangelische Seniorenakademie. Bei der Einweihungsfeier um 20 Uhr in der Kreuzkirche spricht der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Professor Micha Brumlik über das Thema "1945-2005. Ein Blick zurück nach vorn", teilte die Seniorenakademie mit. Das Thema bildet zugleich den Schwerpunkt im Programm für 2005. Die Gebühren seien im ersten Halbjahr ermäßigt, um die Generation "50plus" zur Teilnahme anzuregen.

Die Seniorenakademie will Wissen aus den Bereichen Theologie, Kunst, Literatur und Politik vermitteln. Die insgesamt zehn Kurse finden meist in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis statt. In den kommenden Monaten wird es unter anderem um den Theologen Dietrich Bonhoeffer, um mittelalterliche Frauenklöster, um die Orgel, um die Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und um den Dichter Paul Celan gehen. Drei Studienfahrten führen nach Rom, Israel und Syrien. In anderen Städten haben sich Seniorenakademien den Angaben zufolge bereits bewährt. (epd Niedersachsen-Bremen/b2789/02.09.05)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen