Auf einen Blick (30.8.)

Nachricht 30. August 2005

Oberlandeskirchenrat Elgeti tritt mit 65 in Ruhestand
Hannover (epd). Oberlandeskirchenrat Axel Elgeti geht in den Ruhestand. Der promovierte Jurist arbeitete seit 1981 im Landeskirchenamt in Hannover und war dort für Bau- und Grundstücksangelegenheiten zuständig. Am Mittwoch, dem 31. August, wird er 65 Jahre alt.

Im Ruhestand wird er nach eigenen Angaben weiterhin als rechtskundiges Konventsmitglied das Kloster Amelungsborn betreuen. Ansprechpartner werde er auch für das Christus-Kirchenzentrum im sibirischen Omsk bleiben, das er für die dortige evangelisch-lutherische Kirche aufgebaut hat.

Axel Elgeti wurde am 31. August 1940 in Berlin geboren. Studiert hat er in Berlin und Marburg, wo er auch promovierte. Vor seinem Eintritt in das Landeskirchenamt vor fast 25 Jahren war Elgeti Regierungsrat im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Von 1973 bis 1981 war der parteilose Jurist hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Biedenkopf an der Lahn. (epd Niedersachsen-Bremen/b2731/29.08.05)
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Göttinger Theologe Hartmut Stegemann gestorben
Göttingen (epd). Der Göttinger Theologie-Professor Hartmut Stegemann ist tot. Er starb am 22. August im Alter von 71 Jahren, teilte die Theologische Fakultät am Dienstag mit. Stegemann lehrte die Fächer Neues Testament und Judaistik. Seine Arbeitsschwerpunkte waren Wunder in Antike und Christentum, neutestamentliche Zeitgeschichte, Geschichte des Urchristentums und die Bergpredigt. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2766/30.08.05)
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Bischöfin würdigt Arbeit des Kinderhospiz "Löwenherz"
Syke/Kr. Diepholz (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat die Arbeit des Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke bei Bremen gewürdigt. "Ich bin sehr dankbar, dass es in Niedersachsen einen Ort gibt, an dem schwerstkranke Kinder und deren Familien aufgenommen und so gut versorgt werden", sagte sie nach einer Mitteilung des Kinderhospiz vom Dienstag bei einem Informationsbesuch. "Löwenherz" habe dazu beigetragen, das Thema Kind und Tod aus dem Tabubereich herauszuholen.

Die evangelische Bischöfin zeigte sich erfreut, dass auch ein Pastor in der Einrichtung mitarbeite. Das Hospiz wurde 2003 als erste Einrichtung dieser Art in Niedersachsen und Bremen eröffnet. Es kann jeweils acht Kinder und ihre Familien bis zu vier Wochen lang aufnehmen. Die Eltern können sich in dieser Zeit von der anstrengenden Pflege erholen. Im vergangenen Jahr hat das Hospiz 80 todkranke Kinder betreut. Drei Kinder starben dort.

Das Kinderhospiz erhielt 2004 rund zwei Millionen Euro an Spenden. Die Kranken- und Pflegekassen übernehmen nur knapp die Hälfte der Kosten.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2757/30.08.05)
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Stiftung kauft Grundstück für Gedenkstätte in Sandbostel
Sandbostel/Kr. Rotenburg (epd). Die Stiftung "Lager Sandbostel" hat ein 2,8 Hektar großes Grundstück auf dem Gelände des ehemaligen
Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Sandbostel im Landkreis Rotenburg gekauft. Damit rückt nach Einschätzung des Stiftungsvorstandes der Bau einer Gedenkstätte auf dem Areal näher. Das Grundstück wechselt Anfang Oktober den Besitzer. Über den Kaufpreis für das Areal wurde mit dem Voreigentümer Stillschweigen vereinbart.

Dann könne eine Arbeitsgruppe mit dem Konzept für eine Gedenkstätte beginnen, hieß es. Vorstandsmitglied Karl-Heinz Buck hofft, dass noch im Herbst genauere Pläne vorgelegt werden können. Erste Kostenschätzungen für eine Gedenkstätte liegen laut Buck bei rund 250.000 Euro, die die Stiftung durch Spenden aufbringen will. Ob bestehende Baracken genutzt werden oder ein Neubau errichtet wird, ist noch nicht klar.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde eine Stiftung gegründet, die den Bau einer Gedenkstätte auf dem historischen Lagergelände vorantreibt. Mit der Stiftung und dem nun erfolgten Grundstückskauf wurde ein über Jahre schwelender Streit beigelegt. Die Gemeinde Sandbostel wollte die Gedenkstätte ursprünglich auf dem etwa zwei Kilometer entfernten Kriegsgefangenen-Friedhof errichten.

Der 1992 gegründete Verein "Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel" setzte sich für einen Ort des Gedenkens direkt auf dem mehr als 30 Hektar großen Lagergelände ein, das seit 1973 größtenteils als Gewerbegebiet genutzt wird. Hier stehen noch viele der alten Baracken, die aber größtenteils in einem schlechten Zustand sind.

Zu den Gründungsmitgliedern der Stiftung gehören das Land Niedersachsen, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Gemeinde Sandbostel sowie die Samtgemeinde und die evangelische Kirchengemeinde Selsingen. Das Lager wurde Ende April 1945 von britischen Soldaten befreit. Zwischen 8.000 und 50.000 Menschen starben in Sandbostel.
Genauere Zahlen sind unbekannt. Viele der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge litten zum Zeitpunkt der Befreiung an Typhus, Ruhr und Tuberkulose. (epd Niedersachsen-Bremen/b2763/30.08.05)

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