Erster Spatenstich beim Tsunami-Hilfe-Projekt des Missionswerks

Nachricht 25. August 2005

Hermannsburg. Eine "monumentale Versammlung" war laut einer E-Mail aus dem südindischen Chennai bei dem feierlichen "Ersten Spatenstich"
am 11. August anwesend, der in der Region Kancheepuram im südindischen Tamil Nadu den Baubeginn von 187 Häusern für Tsunamiopfer offiziell markierte. Im Beisein des örtlichen Landrates, der die Grundstücke für die vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) mitfinanzierte Wiederaufbaumaßnahme zugewiesen hat, begann damit die "heiße Bauphase", die planmäßig am 15. Dezember abgeschlossen sein soll.

Seit der Flutkatastrophe am 2. Weihnachtstag 2004 hatte das ELM Spenden für die Tsunamiopfer in Südindien gesammelt. Nachdem schnell mit großzügiger internationaler Beteiligung die Soforthilfe sichergestellt war, begann man mit Plänen für den langfristigen Wiederaufbau der zerstörten Fischer- und Bauerndörfer an der indischen Pazifikküste.
Gut 575.000 Euro konnte das ELM der örtlichen Nothilfeorganisation der Ev.-luth. Tamilkirche für ein Hausbauprogramm zusagen. Das Geld kommt aus Spenden von Privatleuten und Firmen, sowie aus kirchlichen Zuschüssen.

Nach langwierigen Verhandlungen mit den örtlichen Behörden steht nun fest, dass der kirchlich verantwortete Wiederaufbau "unwetterfeste"
Einfachhäuser nach einem Bauplan-Vorschlag der Vereinten Nationen errichten wird.. Jede Wohneinheit kostet ca. 3.000 Euro. "Dies ist zwar etwas teurer als die alternative Leichtbauweise", erklärt Ponniah Manoharan, der Indienbeauftragte des ELM, "aber wir haben uns für die stabile Konstruktion entschieden, weil wir in einem Gebiet bauen, das regelmäßig von Hurrikans und Monsunüberschwemmungen heimgesucht wird. Wir sind uns mit unseren indischen Partnern darin einig, dass wir so bauen wollen, dass die jetzt obdachlosen Menschen nicht bei der nächsten Naturkatastrophe wieder Hab und Gut verlieren."
Am 14. August traf Kumar Vasanth in Indien ein, den das ELM als Baukoordinator und Controller für das Großprojekt gewinnen konnte.

Vasanth (58) stammt aus Bangalore in Tamil Nadu und ist daher mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut. Er ist ein ausgewiesener Spezialist für große Bauprojekte und war unter anderem als Bauherrvertreter für das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin zuständig. "Wir sind dankbar dafür, mit diesem Spezialisten eine Garantie dafür zu haben, dass die Spendengelder verantwortungsvoll und mit dem größtmöglichen Nutzen in der Katastrophenregion eingesetzt werden", freut sich Manoharan.

Neben den Baumaßnahmen sei es aber auch notwendig, die anderen laufenden Programme des Missionswerkes in Indien weiterhin zu fördern, ergänzte Manoharan. Dazu gehöre die Unterstützung der Frauenarbeit, z. B. in Witwenheimen, diverse kleine Projekte zur Förderung der Selbstständigkeit kastenloser Familien, Kirchbauprogramme, Ausbildung und Schülerheime. Spenden für diese langfristige Begleitung der indischen Partner erbittet das ELM unter dem Stichwort "Indien" auf das Konto 91 91 91 bei der Sparkasse Celle, BLZ 257 500 01.

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