Auf einen Blick (22.8.)

Nachricht 22. August 2005

Köhler und Bischof Huber bei Trauerfeier in Taizé
Hannover/Berlin (epd). An der Beisetzung des Taizé-Gründers Roger Schutz an diesem Dienstag nehmen aus Deutschland Bundespräsident Horst Köhler und der Berliner Bischof Wolfgang Huber teil. Dies teilten das Bundespräsidialamt und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Montag in Berlin und Hannover mit. Der Schweizer reformierte Theologe Schutz war am vergangenen Dienstag während eines Gottesdienstes im französischen Taizé im Alter von 90 Jahren von einer offenbar geistig verwirrten Frau erstochen worden.

Der EKD-Ratsvorsitzende Huber erklärte am Montag, die Frömmigkeit und Spiritualität der Brüder aus Taizé habe mehrere Generationen evangelischer Christen geprägt. Es liege ihm sehr daran, durch seine Teilnahme am Trauergottesdienst die tiefe Verbundenheit der evangelischen Kirche in Deutschland mit dem evangelischen Pastor und ökumenischen Prior Roger Schutz auszudrücken. Für viele Menschen sei die Begegnung mit ihm prägend gewesen. Einige Lieder aus Taizé hätten einen festen Platz im evangelischen Gesangbuch gefunden.

Die Trauerfeier beginnt nach Angaben der Bruderschaft von Taizé um 14 Uhr. Für diejenigen, die keinen Platz in der Versöhnungskirche bekommen, soll der Gottesdienst auf eine Großleinwand übertragen werden. Frère Roger war zuvor in der Kirche der Versöhnung aufgebahrt worden. Das Bayerische Fernsehen wird den Trauergottesdienst für Frère Roger aus der Versöhnungskirche Taizé von 13.30 Uhr bis 16 Uhr live übertragen.

Der gewaltsame Tod von Schutz war weltweit mit großer Betroffenheit aufgenommen worden. Der aus Stuttgart stammende katholische Theologe Bruder Alois Löser (51) hat seine Nachfolge angetreten. Roger Schutz hatte in den 40er Jahren die ökumenische Gemeinschaft von Taizé in Burgund gegründet. Heute leben dort mehr als 100 Brüder aus rund 25 Ländern. Seit Ende der 50er Jahre treffen sich Jugendliche in Taizé. Alljährlich kommen bis zu 100.000 junge Menschen zu den traditionellen Taizé-Jugendtreffen am Jahresende in einer europäischen Großstadt zusammen. (epd Niedersachsen-Bremen/b2687/22.08.05)
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Noch Plätze frei - Fortbildung Dorfhelferin beginnt am 19.9.05
Dorfhelferinnen arbeiten in Familien, wenn die haushaltsführende Person - in der Regel die Mutter - wegen Unfall, Krankheit, Kuraufenthalt, Schwangerschaftsproblemen oder Geburt eines Kindes den Haushalt vorübergehend nicht führen kann.
Der nächste Fortbildungskurs zur Dorfhelferin beginnt am 19. September 2005 und endet nach der Prüfung am 4. November 2006.

Aufgenommen werden können Hauswirtschafterinnen mit einem Jahr Praxiserfahrung oder Wirtschafterinnen. Drei Monate Erfahrung im Haushalt eines landwirtschaftlichen Betriebes sind ebenfalls Voraussetzung.

Die Fortbildung beinhaltet Unterrichtsblöcke in Loccum, Praktika in der Säuglingspflege, im Kindergarten, in der Alten- und Krankenpflege, in der Behindertenarbeit und in Familien.

Nähere Informationen:
Ev. Dorfhelferinnen-Seminar Hormannshausen
31547 Rehburg-Loccum
Tel. 05766/7274 - Fax 05766/941404
E-Mail: DHW.Seminar.Loccum@evlka.de
www.dhw-nds.de
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Leer: Landessuperintendentin weiht Raum der Stille ein
Leer (epd). Das Kreiskrankenhaus Leer wird am Donnerstag mit einem ökumenischen Gottesdienst einen Raum der Stille einweihen. Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein halte um 17 Uhr die Predigt zu der Feier, teilte der Kirchenkreis am Freitag in Leer mit.

Patienten, Mitarbeiter und Besucher könnten den Raum nutzen, um Andachten zu halten oder zu beten. Die offiziellen Andachten und Gottesdienste würden per Hausfernsehen übertragen, hieß es weiter. "Die langen Bemühungen um einen solchen Raum sind endlich von Erfolg gekrönt", sagte Krankenhaus-Seelsorger Gernot Wollé. Spender der Krankenhausseelsorge und mehrere Kirchengemeinden hätten das Projekt finanziert. (epd Niedersachsen-Bremen/b2677/19.08.05)
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