Auf einen Blick (18.8.)

Nachricht 18. August 2005

Evangelische Radiosendungen für unterwegs
Kirchenprogramm für digitale Abspielgeräte

Als erste kirchliche Redaktion bietet der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) zusammen mit dem niedersächsischen Privatsender ffn das Kirchen-Podcast-Programm an. Interessierte können über das Internet kostenfrei ein ausgewähltes Angebot aus dem ekn-Programm abonnieren. Wer eine Sendung von ekn verpasst hat oder sich nicht im Sendegebiet aufhält, kann sich die entsprechende mp3-Datei für einen iPod oder sonstigen digitalen Walkman herunterladen. Ein Technikfreak braucht man dazu nicht zu sein, verspricht ekn-Chefredakteuer Tobias Glawion. Die Audio-Verwaltungsprogramme, wie z.B. iTunes oder iPodder, finden die zugehörigen Links von allein, wenn der Nutzer nach "ekn" oder der Sendung "ffn-spezial" sucht.

Für Bernd Merz, den Rundfunkbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist das neue Angebot ein Beispiel für den selbstbewussten Umgang mit neuen Technologien. „Die Kirchenredaktionen sind innovativ und gehen ohne Scheu neue Wege.“ Die Möglichkeit, sich gezielt und bewusst das eigene Programm für unterwegs zusammen stellen zu können, entspreche dem Vernetzungsgedanken evangelischer Medienarbeit. Für den Nutzer biete das Angebot von ekn zudem eine Art Qualitätsgarantie auf dem bunten Markt des Podcasting, so Merz. „Wer diese Sendungen abonniert, kann sicher sein, dass hier nach professionellen Kriterien gearbeitet wird.“

Neben dem „ffn-Spezial“, in dem die Kirchenredaktion Themen wie etwa das Verhältnis zwischen Religion und Fußball beleuchtet oder sich mit dem Kampf der Generationen beschäftigt, sollen zukünftig noch weitere Podcast-Programme angeboten werden. „Damit sind wir nicht nur technisch ganz weit vorne, sondern vor allem auch mit unseren spannenden Themen zwischen Himmel und Erde ganz nah dran an der jungen iPod-Generation,“ erklärt Tobias Glawion, Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen.

„Podcasting“ gilt unter Fachleuten mittlerweile als das „Radio der Zukunft“, da der Nutzer durch das Abonnementverfahren entsprechend seinen Interessen und Vorlieben sein Programm selbst zusammenstellen kann. Der Erfolg des neuen digitalen Abo-Radios scheint schon jetzt programmiert zu sein, alleine der Marktführer Apple hat weltweit bislang mehr als 15 Millionen Exemplare seines digitalen Abspielgeräts verkauft und propagiert jüngst das „Podcasting“ zum „Radio der nächsten Generation“. Das Podcast-Programm von radio ffn und dem Evangelischen Kirchenfunk findet man außerdem auch auf der Internetseite www.ekn.de. Weitere Informationen zum Thema „Podcasting“ sind unter www.podcast.de zu finden.

Hannover, 18. August 2005
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi
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Kirchen sind bei Urlaubern gefragte Ausflugsziele
Lüneburg/Aurich (epd). Kirchen sind nach Beobachtung von Experten zunehmend attraktive Ausflugsziele für Urlauber. "Man kann mit Sicherheit sagen, dass mehr Menschen in der Woche eine geöffnete Kirche besuchen, als sonntags in den Gottesdienst gehen", sagte der evangelische Pastor von "Kirche im Tourismus" Christian Cordes aus Betzendorf bei Lüneburg am Mittwoch.

Der Pastor betreut das Internetportal (www.offene-kirchen.de). Es führt Kirchen auf, die im Sommer verlässliche Öffnungszeiten garantieren. Blaue Schilder weisen auf diese Kirchen hin. Bundesweit beteiligen sich laut Cordes mehr als 460 Kirchengemeinden in neun Landeskirchen an der Initiative. Ein Schwerpunkt ist Niedersachsen, wo die Aktion vor fünf Jahren von der hannoverschen Landeskirche entwickelt wurde.

An der niedersächsischen Nordseeküste habe in diesem Sommer auch das Wetter dazu beigetragen, "dass Touristen vermehrt die Region und auch die Kirchen erkundet haben", sagte der Tourismusseelsorger der Region Hartmut Schneider (Aurich). Eine Studie für Ostfriesland habe im Jahr
1996 ergeben, dass jeder dritte Tourist eine Kirche aufsuche, berichtete der Pastor von "Kirche im Tourismus". Das Interesse hat seitdem nach seinen Beobachtungen zugenommen.

Allein in der St.-Johannis-Kirche in Lüneburg gehen in Ferienzeiten Schätzungen zufolge täglich rund 1.000 Besucher ein und aus. Auch auf dem Land seien Kirchen beliebte Ziele, sagte Cordes. "In gut gestalteten Kirchen erleben die Menschen so etwas wie den kleinen Gottesdienst im Alltag." Dies werde in den Eintragungen der Gästebücher deutlich. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2664/17.08.05)
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„Eine andere Welt ist möglich.“
„Tag für Frauen“ thematisiert globale Gerechtigkeit; Referentin ist Barbara Lochbihler, Generalsekretärin von amnesty international Deutschland.

Ideen für eine gerechtere Welt entwickeln die Teilnehmerinnen des diesjährigen „Tags für Frauen“, den das Frauenwerk im Haus kirchlicher Dienste organisiert: am 10. September 2005 von 10.00 bis 16.30 Uhr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover.

Das Eingangsreferat hält Barbara Lochbihler, Generalsekretätin der deutschen Sektion von amnesty international (ai). Sie thematisiert die ständigen Einschränkungen der Menschenrechte von Frauen weltweit: Frauen würden eher an den Folgen geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Gewalt sterben, als an anderen Menschenrechtsverletzungen. „Hinzu kommt, dass die Armut ein weibliches Gesicht hat und in allen Regionen der Welt Millionen von Frauen ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte beraubt werden.“

Diesen Tatsachen stellen die Frauen in der hannoverschen Landeskirche ihre Visionen von einer gerechten und gewaltfreien Welt gegenüber. Franziska Müller-Rosenau, Leiterin des Frauenwerks, greift in einer Bibelarbeit zu Lukas 6,20 den Tagungstitel auf: „Eine andere Welt ist möglich“. Verschiedene Handlungsfelder werden in Workshops exemplarisch herausgegriffen. Themen sind zum Beispiel das Menschenrecht auf Wasser, faire Produktionsbedingungen und fairer Handel oder Fragen zu Armut und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Ergänzt wird das Programm u. a. durch Bildmeditationen, einen Chor-Workshop, eine Kleidertauschbörse sowie den Raum der Stille. Die Ökumeneprojekte des Frauenwerks werden vorgestellt.

Frauenwerk im Haus kirchlicher Dienste
Fon: 0511/1241-425
E-Mail: frauenwerk@kirchliche-dienste.de
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Spendenwerber treffen sich zu Fachtagung in Hannover
Hannover (epd). Die Fachtagung der Spendenwerber von Kirche, Caritas und Diakonie findet zum ersten Mal in Hannover statt. Zur "kollekta 2005" am 29. September im Stephansstift werden bis zu 200 Teilnehmer erwartet, kündigten die Organisatoren am Freitag an. Die haupt- und ehrenamtlichen Fundraiser informieren sich in Seminaren und Workshops über Themen wie Erbschaftsmarketing, Telefon-Fundraising oder Unternehmenskooperationen. Bisher fanden die jährlichen Tagungen in Bielefeld statt. (epd Niedersachsen-Bremen/b2520/22.07.05)
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Symposium: Kirchliches Arbeitsrecht auf dem Prüfstand
Gifhorn (epd). In einem "Management-Symposium" wollen die Diakonischen Heime Kästorf der Frage nachgehen, ob das eigenständige Arbeitsrecht für Kirche und Diakonie noch zeitgemäß ist. Das Symposium findet in Kooperation mit der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen am 29. und 30. September in Gifhorn-Kästorf unter der Überschrift "Diakonie im Ausverkauf? Der Dritte Weg auf dem Prüfstand" statt.

Als Dozenten werden nach Angaben der Diakonischen Heime der Bundesarbeitsrichter Professor Hans-Wolf Friedrich sowie die Göttinger Professoren Reiner Anselm (Lehrstuhl für Ethik), Jan Heermelink (Praktische Theologie) und Günther Schanz (Institut für Unternehmensführung) mitwirken. Unter den weiteren Dozenten sind der Direktor des Diakonischen Werkes der braunschweigischen Landeskirche, Lothar Stempin, der hannoversche Oberlandeskirchenrat Peter Fündeling und der Mitarbeitervertreter Manfred Freyermuth.

In der Einladung wird erläutert, dass Kirche und Diakonie einen eigenen Weg bei der Gestaltung ihrer Arbeitsverhältnisse gehen. Diese richten sich nicht nach Tarifverträgen. Paritätisch besetzte Kommissionen handeln stattdessen Dienstvertragsordnungen aus. Grundlegend dabei sei das Verständnis der Kirche als einer christlichen Dienstgemeinschaft. Ob der den Dritten Weg tragende Konsens noch Sinn mache, werde seit der Entstehung eines Gesundheits- und Pflegemarktes heftig diskutiert. (epd Niedersachsen-Bremen/b2669/18.08.05)
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