Auf einen Blick (12.8.)

Nachricht 12. August 2005

Bundespräsident besucht Förder-Einrichtung in Hannover
Hannover (epd). Bundespräsident Horst Köhler wird am 25. August die diakonische Einrichtung "Pro Beruf GmbH" in Hannover besuchen. Köhler wolle sich über die Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der gemeinnützigen Gesellschaft informieren, teilte die Diakonie am Donnerstag in Hannover mit. "Pro Beruf" stehe stellvertretend für andere Jugend-Förder-Einrichtungen in Deutschland.

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei aus Sicht des Bundespräsidenten eines der wichtigsten Probleme der Gesellschaft. Auch Jugendliche, deren Ausbildung problematisch verlaufen sei, müssten eine erneute Chance für einen Berufseinstieg erhalten, hieß es weiter. Dies könne durch gezielte Fördermaßnahmen, wie sie "Pro Beruf" anbiete, erleichtert werden.

Die gemeinnützige Gesellschaft verfügt nach Angaben der Diakonie über 120 Plätze für Ausbildung und Qualifizierung. Auch Hauptschulabschlüsse könnten vor Ort nachgeholt werden. In Zusammenarbeit mit 13 Schulen berate und unterstütze die Einrichtung außerdem Schüler bei der Suche nach Berufs- und Lehrstellen. In eigenen Werkstätten und Betrieben werden Jugendliche auf den Ausbildungs- und Arbeitsalltag vorbereitet. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2649/11.08.05)
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Hannover: Diakonie-Woche wird in Marktkirche eröffnet
Hannover (epd). Mit dem Gottesdienst "Wenn Armut Mauern baut" wird am 4. September um 10 Uhr in der hannoverschen Marktkirche die Woche der Diakonie in der Region Hannover eröffnet. Die Predigt hält Diakoniepastor Walter Lampe, teilte die Diakonie in Hannover mit.

Für die musikalische Begleitung werden der Posaunenchor der Stadtmission und der Gospelchor "Singkreis Landringhausen" sorgen. - In den fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen und ihren Diakonischen Werken beteiligen sich 1.600 Kirchengemeinden und 3.000 Einrichtungen an der Sammelwoche. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2647/11.08.05)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Anglikanischer Theologe neuer Präsident der Societas Liturgica
Dresden – Zum Abschluss des 20. Kongresses der Societas Liturgica hat turnusgemäß Prof. Dr. David Holeton (Prag) das Amt des Präsidenten dieser internationalen ökumenischen Vereinigung von Liturgie-Experten übernommen. Er war auf dem letzten Kongress 2003 in Eindhoven (Niederlande) als Vizepräsident gewählt worden und tritt jetzt die Nachfolge von Pastor i.R. Dr. Ottfried Jordahn (Hamburg) an. Der anglikanische Theologe Holeton, der in Prag Liturgiewissenschaft lehrt, wird den nächsten Kongress der Societas Liturgica 2007 in Palermo (Italien) leiten.

Zum neuen Vizepräsidenten wurde in Abwesenheit der in den USA geborene katholische Theologieprofessor Dr. James F. Puglisi S.A. (Rom) gewählt. Puglisi, der dem Franziskaner-Orden angehört und Ökumene sowie Liturgiewissenschaft lehrt, wird dem 22. Kongress der Societas Liturgica 2009 in Sydney (Australien) als Präsident vorstehen.

In den Council der Societas Liturgica, der zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Kongressen die Geschäfte führt, wurden gewählt: Oberkirchenrat Hans Krech (Hannover), Gottesdienst und Liturgiereferent der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Dr. Lizette Larson-Miller (Albany/USA), anglikanische Professorin für Liturgiewissenschaft, der lutherische Liturgie-Professor Dr. Gordon Lathorp (Philadelphia/USA) sowie der Benediktiner-Pater Prof. Dr. Patrik Prétot, der in Paris lehrt.

Als Sekretäre wurden im Amt bestätigt: Privatdozent Dr. Martin Stuflesser, der am Seminar für Liturgiewissenschaft im Fachbereich Katholische Theologie in Münster lehrt, sowie der anglikanische Kirchenmusiker Prof. Dr.. Alan Barthel (Louisville/USA). Im Amt des Schatzmeisters wurde der katholische Theologe Dr. Artur Waibel, Referent beim Deutschen Liturgischen Institut in Trier, bestätigt

Der 20. Kongress der Societas Liturgica tagte auf Einladung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vom 8. bis 13. August in der Dreikönigskirche in Dresden. Die Beratungen der mehr als 200 Liturgiewissenschaftlerinnen und -wissenschaftler standen unter dem Thema „Die verwandelnde und heilende Kraft der Liturgie in einer gebrochenen Welt“.. Seit Einführung der Kongresse im Jahre 1967 tagte die Societas Liturgica nach 1975 in Trier erstmals wieder in Deutschland.

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Für mehr Spiritualität im Gottesdienst
Dresden – Für mehr Spiritualität im Gottesdienst hat sich der Präsident der Societas Liturgica, Pastor i.R. Dr. Ottfried Jordahn (Hamburg), ausgesprochen. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des 20. Kongresses dieser internationalen ökumenischen Vereinigung von Liturgie-Experten in Dresden sagte er am 12. August, die Menschen müssten sich mit ihrer jeweiligen Lebenswelt in den Gottesdienst einbringen können. Empfehlenswert sei eine „vertiefte Form des Betens“, in der namentlich Fürbitte für Kranke und Leidende gehalten werde. Auch junge Menschen sollten mit ihrer Musik stärker in den Gottesdienst integriert werden. Dr. Jordahn regte an, in der evangelischen Kirche in Deutschland vermehrt die Abendmahlsliturgie in der bestehenden ausführlichen Form und nicht – wie vielfach zu erleben sei – in einer verkürzten Form zu feiern.

Präsident Jordahn plädierte ferner für eine stärkere „ökumenische Verknüpfung der Liturgie“. „Wir müssen über den eigenen Tellerrand schauen und Konsequenzen für die eigene Gottesdienstgestaltung ziehen“, sagte er vor Journalisten. Der Sekretär der Societas Liturgica, Privatdozent Dr. Martin Stuflesser, der am Seminar für Liturgiewissenschaft im Fachbereich Katholische Theologie in Münster lehrt, unterstrich ebenfalls, dass die Kirchen beim Thema „Liturgie“ voneinander lernen könnten. Eine Nivellierung der Liturgie sei nicht das Ziel. Vielmehr gehe es darum, dass unterschiedliche Traditionen sich gegenseitig befruchten könnten. So habe die römisch-katholische Kirche vom Protestantismus gelernt, die Predigt wert zu schätzen.

Oberkirchenrat Hans Krech (Hannover), Gottesdienst- und Liturgiereferent der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), sagte, die Liturgie sei der Kirche vorgegeben, doch müsse jede Generation sich diesen Schatz neu zu eigen machen, um ihr mit ihrer Stimme Authentizität zu verleihen. Liturgie sei nicht rückwärts gewandt. Vielmehr brächten Menschen in sie hinein, was in der Welt geschehe.

Seit dem 8. August tagen in der Dresdener Dreikönigskirche mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter der fast 500 Mitglieder umfassenden Societas Liturgica. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen Vorträge zum Thema „Die verwandelnde und heilende Kraft der Liturgie in einer gebrochenen Welt“ sowie rund fünfzig Fallstudien. Der Kongress endet am 13. August.

Weitere Informationen können im Internet unter www.societas-liturgica.org und www.velkd.de heruntergeladen werden.

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