Kirschstein will Ausgleich zwischen den Kirchenkreisen

Nachricht 28. Juli 2005

Norden/Kr. Aurich (epd). Superintendent Helmut Kirschstein (Norden) hat einen Ausgleich zwischen den großen und kleinen Kirchenkreisen in der hannoverschen Landeskirche gefordert. Der Perspektivausschusses der Landessynode habe empfohlen, alle Kirchenkreise mit weniger als 45.000 Mitgliedern zusammenzulegen, sagte Kirschstein am Donnerstag vor Journalisten. Er habe nun an die Synode den Antrag gestellt, vor einem Zusammenschluss einen effizienten Ausgleich der Kirchenkreisgrößen in jedem Einzelfall zu prüfen.

Derzeit haben Kirschstein zufolge 20 der insgesamt 58 Kirchenkreise der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers weniger als 45.000 Mitglieder. Von den sechs Kreisen im Sprengel Ostfriesland komme nur Aurich mit rund 76.000 Mitgliedern über diese Grenze. Die Kirchenkreise seien jedoch in der Region wichtig für die religiöse Identität der Menschen.

Kirschstein kritisierte, dass der Einspareffekt bei einer Zusammenlegung von Kirchenkreisen vom Perspektivausschuss nicht realistisch berechnet worden sei. Zudem müssten Synergieeffekte und Reibungsverluste abgewogen werden. Er riet dem Ausschuss, Erfahrungen anderer Landeskirchen heranzuziehen: Die bayerische Landeskirche, wie Hannover auch eine Flächenkirche, bilde beispielsweise in ihren Großkirchenkreisen inzwischen wieder Dekanate mit jeweils zehn Kirchengemeinden, berichtete der Superintendent. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2557/28.07.05)
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