Auf einen Blick (20.7.)

Nachricht 20. Juli 2005

"Kirche unterwegs" betreut Camper an der Nordseeküste
Aurich (epd). Mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter von "Kirche unterwegs" und dem "Bibellesebund" betreuen auch in diesem Jahr Campingplätze entlang der Nordseeküste. Bis Ende August sei die Kirche wieder auf elf Plätzen zwischen Norddeich und Otterndorf täglich für die Gäste präsent, sagte Urlauberpastor Hartmut Schneider(Aurich) am Mittwoch dem epd. Auch auf den Inseln böten die Kirchen zahlreiche Gottesdienste, Konzerte, Lesungen und andere Aktionen an.

Die Helfer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren lebten bis zum Saisonschluss für jeweils zwei bis vier Wochen in Wohnwagen auf den Plätzen, sagte Schneider. Das Projekt "Kirche unterwegs" sei von vielen Campingplätzen nicht mehr wegzudenken. Viele Gäste erwarteten dieses Angebot und wählten ihr Urlaubsziel nach den Campingplätzen aus, auf denen die Kirche aktiv ist. Die Chancen für die Kirche, mit Menschen in Kontakt zu kommen, seien immens. "Auch Menschen, die der Kirche sonst nicht nahe stehen, nehmen sie hier von einer angenehmen Seite wahr", so der Urlauberpastor.

Die familienorientierten Einsätze auf den Campingplätzen mit Freizeitprogrammen und seelsorgerlichen Angeboten seien "fester Bestandteil der Arbeit", betonte Schneider. Die Nachfrage der Campingplätze und der Kurverwaltungen sei auch in diesem Jahr höher als das, was die Kirche leisten könne. "Wir sind an der Grenze unserer personellen Kapazitäten angekommen", bedauert der Pastor. In Niedersachsen beteiligen sich die hannoversche und die braunschweigische Landeskirche zusammen mit dem katholischen Bistum Hildesheim an der Seelsorge unter freiem Himmel.

Die Urlauber honorierten, dass die Kirche mit ihnen Wohnwagen an Wohnwagen lebe, begründete der Pastor den Erfolg des kirchlichen Engagements in den Urlaubsgebieten. Stärker als in früheren Jahren suchten die Menschen im Urlaub Ruhe, erfahrbare Religiosität und Begegnung. "Bei der 'Kirche unterwegs' erleben die Menschen echte Gemeinschaft auf Zeit und die Chance zum Auftanken fern jeder Hektik", so Schneider.(epd Niedersachsen-Bremen/b2496/20.07.05)
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Lutheraner in Deutschland wollen neuen Bischof wählen
Waren/Hannover (epd). Die Wahl eines neuen Leitenden Bischofs oder einer Bischöfin steht im Mittelpunkt der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vom 15. bis 19. Oktober. Dazu kommen die 62 Synodalen im mecklenburgischen Klink bei Waren zusammen, teilte das Lutherische Kirchenamt am Freitag in Hannover mit. Seit Oktober 1999 hat der Schleswiger Bischof Hans Christian Knuth dieses Amt inne. Er steht den Angaben zufolge nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung.

Auf der Tagesordnung stehe zudem ein aktueller Bericht über die Beziehungen zur katholischen Kirche. Die VELKD-Synode will sich außerdem mit dem Thema "Gebet" befassen. Die VELKD ist ein Zusammenschluss von acht lutherischen Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die VELKD wurde 1948 gegründet. Zu ihr gehören derzeit rund 10,4 Millionen Gemeindemitglieder. Die Generalsynode ist das Gesetz gebende Organ und tagt in der Regel einmal im Jahr. (epd Niedersachsen-Bremen/b2456/15.07.05)
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Stader Industriepastor fordert mehr Ausbildungsplätze
Stade (epd). Der evangelische Industriepastor Walter Punke hat bei einer Freisprechungsfeier in der Stader St.-Wilhadi-Kirche mehr Ausbildungsplätze und Jobs für Jugendliche gefordert. Der Gesellschaft dürfe keine Anstrengung zu groß sein, um junge Menschen "reinzuholen statt auszuschließen", sagte der Theologe der hannoverschen Landeskirche am Dienstagabend. Er sprach vor Gesellen der Tischler-Innung Stade, die ihre Prüfungen gerade erfolgreich abgeschlossen hatten.

Große Betriebe müssten mehr ausbilden, sagte Punke. Auch die Jugendlichen seien gefordert. "Vorbild aber und in der Pflicht sind wir, die Älteren." Alle in der Gesellschaft müssten sich einig sein, dass Jugendarbeitslosigkeit gegen die Ehre und ethische Maßstäbe gehe. (epd
Niedersachsen-Bremen/2489/19.07.05)
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Bundestreffen evangelischer Studenten erstmals in Bremen
Bremen (epd). Die Bundesversammlung der etwa 140 Evangelischen Studentengemeinden in Deutschland trifft sich im September erstmals in Bremen. Dabei wird nach Angaben der Organisatoren auch Bürgermeister Henning Scherf (SPD) als Ehrengast erwartet. Vom 15. bis 19. September wollen die Delegierten im Zentrum der St.-Stephani-Kirche vor allem über die Rolle der Studierendengemeinden an deutschen Hochschulen und Universitäten diskutieren. Dazu wird auch der Generalsekretär des Weltverbandes, Michael Wallace, erwartet.

Gastgeberin des Treffens ist die "Evangelische StudentInnen-Gemeinde" (ESG) in Bremen. Zu ihr gehören neben sozialen Aktivitäten eine Kneipe, regelmäßige Tango-Kurse sowie Angebote, in denen entwicklungspolitische und interreligiöse Fragen erörtert werden. Pastorin im Gemeindezentrum an der Parkstraße 107 ist die evangelische Theologin Birgit Locnikar.

Da die Bremische Evangelische Kirche bis 2009 etwa 25 Prozent ihres Haushaltes kürzen will, hat die Studierendengemeinde einen Förderverein gegründet. Ansprechpartner ist Christian Holtbrügger (Kontakt: 0421/241 260). Spenden können unter dem Stichwort "ESG-Förderverein" auf das Konto 320145 bei der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft (Bankleitzahl 210 602 37) eingezahlt werden. (epd Niedersachsen-Bremen/b2483/19.07.05)