Auf einen Blick (13.7.)

Nachricht 13. Juli 2005

Akademie bildet "Ethikberater" in Krankenhäusern aus
Göttingen/Hannover (epd). Krankenhaus-Mitarbeiter können sich ab diesem Herbst in Hannover zu "Ethikberatern" fortbilden lassen. Das Qualifizierungsprogramm "Ethikberatung im Krankenhaus" umfasst insgesamt sechs Grund- und Aufbaukurse, teilte die in Göttingen ansässige Akademie für Ethik in der Medizin am Mittwoch mit. Mitveranstalter sind das Zentrum für Gesundheitsethik der hannoverschen Landeskirche sowie mehrere Hochschulen.

Ethikberatung sei eine wichtige professionelle Dienstleistung für Patienten und Patientinnen und deren Angehörige, erklärte die Akademie.
Die Kurse behandeln Themen wie Patientenverfügungen, Entscheidungen am Lebensende sowie Fallbesprechungen auf den Stationen. - Kontakt und
Information: Akademie für Ethik in der Medizin, Humboldtallee 36, 37073 Göttingen, Telefon 0551/399680. (epd Niedersachsen-Bremen/b2412/13.07.05)
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EKD: PDS-Engagement von Kirchenmitarbeitern ungeklärt
Hannover/Berlin (epd). Die Vereinbarkeit eines Arbeitsverhältnisses bei der evangelischen Kirche mit einem politischen Mandat für die neue "Linkspartei/PDS" bleibt auch nach der neuen "Loyalitätsrichtlinie" der EKD unklar. Dies könne "noch nicht abschließend" gesagt werden, erklärte das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Dienstag auf Anfrage in Hannover.

Die EKD halte das politische Engagement von Beschäftigten der evangelischen Kirche und der Diakonie für "Parteien, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, für grundsätzlich unproblematisch". Dies betreffe sowohl die Volksparteien CDU/CSU und SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen und die FDP.

"Ein Engagement für extremistische Parteien und Gruppierungen ist unvereinbar mit der Loyalität, die die evangelische Kirche von ihren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwartet", äußerte der für Arbeitsrecht zuständige Referatsleiter Detlev Fey. Als Beispiel hatte die EKD bei der Veröffentlichung der neuen Vorschriften ausdrücklich ein etwaiges Engagement für rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen genannt.

Sollten sich Pfarrer bei der anstehenden Bundestagswahl für eine Partei um ein politisches Amt bewerben, "ist eine Einzelfallprüfung erforderlich". Dabei müsse vor allem bedacht werden, inwieweit die angestrebte Funktion Auswirkungen auf die Kirchengemeinde oder den sonstigen kirchlichen Dienstauftrag haben könnte. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2405/12.07.05)

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Diakonische Pflegeeinrichtungen zertifiziert
Hannover. Das Alten- und Pflegeheim Elbmarsch in Marschacht und der Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt sind mit dem Diakonie-Siegel Pflege und der Zertifizierungsurkunde für die Erfüllung der DIN ISO-Norm durch das Europäische Institut zur Zertifizierung von Managementsystemen und Personal ausgezeichnet worden. Das Siegel und die Zertifizierung bestätigen die erfolgreiche Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in allen Bereichen der stationären und ambulanten Pflege. Für die Pflegebedürftigen, die von den Einrichtungen betreut werden, heißt das, dass sie auf eine hohe Qualität in der Pflege und Versorgung vertrauen können.

Dagmar Schmidt und Frank Pipenbrink, Referenten im Diakonischen Werk der Landeskirche Hannovers, gratulierten den Einrichtungen und überreichten bei einem Festakt in Tostedt eine Glückwunschurkunde: „Während immer wieder die Debatte um Notstände in der Pflege die Öffentlichkeit alarmiert, gehen Sie neue Wege in die Zukunft, gewährleisten eine ganzheitliche Pflege, Versorgung, Betreuung und Beratung nach unserem christlich-diakonischen Menschenbild – trotz aller Knappheit der Ressourcen.“ Pipenbrink und Schmidt hoben hervor, dass während dieses Zertifizierungsprozesses die Geschäftsführung, die Vorstände sowie die Mitarbeitenden vorbildlich zusammengearbeitet haben.

Im Bereich der Landeskirche Hannovers gibt es 145 ambulante diakonische Dienste mit ca. 12.000 Pflegebedürftigen und 146 stationäre Altenhilfeeinrichtungen mit ca. 13.400 Plätzen.
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Bischöfe erholen sich am Meer und wandern in den Bergen
Hannover (epd). Die Bischöfe und leitenden Repräsentanten der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen erholen sich in diesem Jahr am Meer. Ihre katholischen Kollegen zieht es dagegen eher in die Berge. Das ergab eine epd-Umfrage zu Beginn der Sommerferien.

Die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann aus Hannover fährt nach Frankreich. Den braunschweigische Bischof Friedrich Weber verbringt die Ferien in Greetsiel in Ostfriesland, wo er früher als Pastor tätig war. Er will dort Fahrrad fahren, theologische Literatur lesen und die frische Meeresluft genießen. Der schaumburg-lippische Bischof Jürgen Johannesdotter fährt wie in den vergangenen Jahren auf die ostfriesische Nordsee-Insel Norderney.

Kirchenpräsident Jann Schmidt von der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer dagegen bevorzugt die Ostsee: Er will die Insel Rügen erkunden. An die deutsche Ostsee zieht es auch den theologischen Repräsentanten der Bremischen Evangelischen Kirche, Louis-Ferdinand von Zobeltitz. Er will auf Usedom ausspannen, lesen und Fahrad fahren.

Zwei katholische Weihbischöfe dagegen planen Wander-Urlaub in den Alpen: Hans-Georg Koitz vom Bistum Hildesheim fährt nach Südtirol. Und Heinrich Timmerevers vom Offizialatsbezirk Vechta des Bistums Münster macht Urlaub in Tschuggen bei Chur im Kanton Graubünden. Dort trifft er sich mit Priestern und Bischöfen, um durch die Schweizer Berge zu streifen.

Für Bischof Franz-Josef Bode vom Bistum Osnabrück steht in den nächsten Wochen erst einmal der katholische Weltjugendtag im Vordergrund, an dem er als deutscher "Jugend-Bischof" beteiligt ist.
Danach erholt er sich zunächst auf einer Reise nach Sizilien und dann auf der Nordsee-Insel Juist. Dort will er klassische Musik hören und lesen, aber "eher zur eigenen Erbauung", wie es aus dem Bistum hieß. Der Oldenburger evangelische Bischof Peter Krug machte keine Angaben. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2397/12.07.05)
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