Auf einen Blick (5./6. Juli)

Nachricht 05. Juli 2005

Thomas Höflich wird Superintendent in Hannover-Ost
Hannover (epd). Thomas Michael Höflich wird neuer Superintendent im Amtsbereich Ost des hannoverschen Stadtkirchenverbandes. Der 47-jährige Theologe löst von September an Michael Klatt ab, der im Frühjahr in das Leitungsteam des Hauses Kirchlicher Dienste gewechselt war, teilte der Verband am Dienstag mit.

Höflich, der in Hannover geboren und aufgewachsen ist, leitet seit vier Jahren den Kirchenkreis Demmin in der pommerschen Kirche. In Hannover wird der verheiratete Vater von drei Kindern für 13 Kirchengemeinden mit 50.000 evangelischen Christen und den drei Anstaltsgemeinden Annastift, Birkenhof und Stephansstift, zuständig sein, heißt es weiter. Höflich studierte Theologie in Göttingen und Marburg. Danach war er in Oyten bei Verden und in Sulingen als Gemeindepastor tätig. (epd Niedersachsen-Bremen/b2306/05.07.05)
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Hospiz-Stiftung gegen Schließung des Lutherstifts
Hannover/Falkenburg (epd). Die "Hospiz-Stiftung-Niedersachsen" hat vor einer möglichen Schließung des "Lutherstiftes" in Falkenburg bei Bremen gewarnt. Die hannoversche Landeskirche erwägt als Trägerin, im Zug ihrer geplanten Einsparungen von 80 Millionen Euro, die Einrichtung zu schließen. Alle Verantwortlichen seien aufgefordert, ein neues Finanzierungskonzept zu suchen, teilte die in Hannover ansässige Stiftung am Montag mit.

Schwerpunkt des Lutherstiftes ist die Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Trauerbegleitern. Diese Arbeit sei von überragender Bedeutung für die niedersächsischen Kirchen, heißt es weiter. Ohne die vielen hundert gut geschulten Ehrenamtlichen sei eine flächendeckende Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen nicht denkbar. In Niedersachsen gebe es keine vergleichbare Einrichtung, die Trauerbegleiter ausbilde.

Die Leiterin des "Lutherstifts", Jutta Wendland-Park, bestätigte die Pläne der Landeskirche. Jährlich qualifiziere das Stift rund 300 Ehrenamtliche zu Trauerbegleitern: "Diese Menschen haben hier eine geistliche und spirituelle Heimat gefunden." Das Stift habe einen Jahreshaushalt von rund 1,2 Millionen Euro, der zu etwa 60 Prozent von der Landeskirche getragen werde, sagte Wendland-Park. In der Einrichtung seien 32 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeitstellen beschäftigt. Internet: www.lutherstift.de.

Die "Hospiz Stiftung Niedersachsen" wurde auf Initiative der fünf evangelischen Landeskirchen und den drei katholischen Bistümern in Niedersachsen im Jahr 2003 gegründet. Sie fördert Ehrenamtliche in Vorbereitung und Fortbildung, durch die Unterstützung der Hospizgruppen und ihrer Vernetzung. Internet:
www.hospiz-stiftung-niedersachsen.de. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2297/04.07.05)
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Behinderten-Stiftung zeichnet Jugendliche aus
Hannover/Hildesheim (epd). Für ihr Engagement zugunsten behinderter Menschen erhalten etwa 100 Kinder und Jugendliche aus Niedersachsen erstmals einen Preis der Hildesheimer "Stiftung Himmelsthür". Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihnen am Donnerstag von Landtagspräsident Jürgen Gansäuer und Finanzminister Hartmut Möllring (beide CDU) im Landtag in Hannover überreicht, sagte Vorsitzende Johanna Hämel am Montag.

Insgesamt bewarben sich 80 Projekte mit mehreren hundert Kindern und Jugendlichen, unter ihnen ganze Schulen. 32 ausgewählte Initiativen erhalten jeweils eine Urkunde. Als ersten Preis verleiht die Stiftung 5.000 Euro, als zweiten Preis 3.000 und als dritten 2.000 Euro. Zur Jury gehören neben Hämel der Redakteur Michael B. Berger von der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" und Professorin Etta Wilken von der Universität Hannover.

Ausgewählt wurden Projekte mit Jugendlichen, die freiwillig Spielnachmittage in einem Heim für behinderte Menschen gestalten, oder Kindern, die regelmäßig mit behinderten Freunden spielen. Einige Jugendliche machten einen "Rollstuhlführerschein", um Rollstuhlfahrer besser betreuen zu können. Andere engagierten sich in gemeinsamen Freizeiten oder Theaterprojekten. "Wir waren sehr bewegt", sagte Hämel: "Wir konnten erkennen, wie einfühlsam Kinder und Jugendliche mit Menschen mit Behinderungen umgehen. Das wird in der Öffentlichkeit zu wenig beachtet."

Die "Stiftung Himmelsthür - damit Leben gelingt" will die Integration von Menschen mit geistigen, körperlichen und seelischen Behinderungen fördern. Sie wurde 2001 vom Verein "Freunde der Diakonischen Werke Himmelsthür" gegründet (Internet: www.stiftung-himmelsthuer.de). Die Diakonischen Werke Himmelsthür sind mit rund 1.700 geistig und mehrfach behinderten Bewohnern an 17 Standorten die größte Behinderten-Einrichtung in Niedersachsen. (epd Niedersachsen-Bremen/b2293/04.07.05)
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Landwirtschaftsminister Ehlen im Messe-Gottesdienst
Tarmstedt/Kr. Rotenburg (epd). Mit einem Festgottesdienst und einem Stand beteiligt sich die hannoversche Landeskirche an der landwirtschaftlichen Ausstellung vom 8. bis 11. Juli in Tarmstedt bei Bremen. Schwerpunkt des kirchlichen Engagements ist nach eigenen Angaben der Gottesdienst im großen Festzelt am Sonntag um 9.30 Uhr. Zu der Frage "Was ist uns heilig?" will sich unter anderen Niedersachsens Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen (CDU) äußern.

Die Predigt hält der ehemalige Landessuperintendent des Sprengels Stade, Karl Manzke. Auf einem Stand in Zelthalle 6 präsentiert die Kirche ihre Arbeit auf dem Lande. Auch das Evangelisch-lutherische Missionswerk Niedersachsen in Hermannsburg ist vertreten. Daneben wollen sich die Arbeitsgemeinschaft "Plattdüütsch in de Kark" und die Freizeit- und Begegnungstätte Oese bei Bremervörde vorstellen.

Auch die Diakonie hat einen Stand gemietet: Die Rotenburger Werke der Inneren Mission informieren in Zelthalle 1. Tarmstedt gilt in Fachkreisen als größte landwirtschaftliche Ausstellung im norddeutschen Raum (www.tarmstedterausstellung.de). Im vergangenen Jahr registrierten die Organisatoren mit 102.000 Gästen einen Besucherrekord. In diesem Jahr erwarten die rund 550 Aussteller auf dem 155.000 Quadratmeter großen Gelände mit zwölf Zelthallen zwischen 80.000 und 90.000 Gäste. (epd Niedersachsen-Bremen/b2295/04.07.05)
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Kirchengemeinden in Hannover-Stöcken fusionieren
Hannover (epd). Zwei evangelische Kirchengemeinden im hannoverschen Stadtteil Stöcken wollen im kommenden April fusionieren. Aus der
Bodelschwingh- und der Corvinus-Kirchengemeinde wird eine einzige Gemeinde mit einem Kirchenvorstand, einem Haushalt und vielen gemeinsamen Projekten, teilten die beiden Gemeinden am Montag mit. Die Kirchengebäude und Gemeindehäuser sollten erhalten bleiben. Für die Gesamtgemeinde werde noch ein neuer Name gesucht.

Hintergrund für die Fusion seien ursprünglich Sparvorgaben der Landeskirche gewesen, heißt es weiter. Inzwischen habe man jedoch auch die große Chance von Synergieeffekten erkannt. So sei ein neues regionales Konfirmandenmodell entwickelt worden, der regionale Kirchenchor "Kreuz Fidel" konnte Sänger in allen Stimmlagen gewinnen, und man habe die Küsterstelle durch die Ausdehnung auf zwei Gemeindehäsuer erhalten können.

Auch die Pfarrsekretärin und die Kirchenmusikerin seien in beiden Gemeinden angestellt. Die beiden neuen Pastoren seien als Pfarrteam abwechselnd für alle Gemeindemitglieder da, so dass eine Rundumversorgung trotz knapper werdender Pfarrstellen gewährleistet sei. - Von den 72 Kirchengemeinden des Stadtkirchenverbandes plant nach Angaben des Landeskirchenamtes zurzeit etwa ein gutes Dutzend eine derartige Fusion. (epd Niedersachsen-Bremen/b2288/04.07.05)


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