"Armut ist ein Skandal!"

Nachricht 04. Juli 2005

EKD setzt sich für Umsetzung der Millenniumserklärung ein

Es sei eine dringende Aufgabe der Weltgemeinschaft, konkrete Perspektiven zu entwickeln, um die Lebensverhältnisse in der südlichen Hemisphäre zu verbessern, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, im Rahmen einer Pressekonferenz zum Aktionstag „Deine Stimme gegen die Armut“, am Samstag, den 2. Juli, in Berlin. Obwohl die Welt genug Ressourcen habe, alle Menschen zu ernähren, verhungerten täglich weltweit 24.000 Menschen. "Armut ist ein Skandal!" betonte Huber.

Der Rat der EKD bekräftige die Aufgabe der Politik, im Vorfeld der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September dieses Jahres die Weichen für eine Umsetzung der Entwicklungsziele zu stellen, die in der sogenannten Millenniumserklärung der Vereinten Nationen festgelegt sind. "Wir wenden uns in diesem Sinne an die in Deutschland politisch Verantwortlichen, die im Rahmen der Millenniumserklärung gegebenen Zusagen einzuhalten," erklärte der Ratsvorsitzende. Aus Sicht der Evangelischen Kirche seien neue Initiativen notwendig, um die Finanzierung der Maßnahmen sicherzustellen, die zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele erforderlich sind.

Die EKD sei bereit, "mit all denen zu kooperieren, die sich für die Umsetzung der Millenniumsziele einsetzen." Huber verwies auf die Stellungnahme "Schritte zu einer nachhaltigen Entwicklung", den der Rat der EKD durch seine Kammer für Nachhaltige Entwicklung erarbeitet hat, und der im Rahmen der Berliner Pressekonferenz der Öffentlichkeit übergeben wurde.


Hannover/Berlin, 2. Juli 2005

Pressestelle der EKD
Silke Fauzi

s. EKD-Texte