Hermann Barth neuer Präsident des Kirchenamtes

Nachricht 30. Juni 2005

Burkhard Guntau neuer Vizepräsident

Der Theologe Hermann Barth wird der nächste Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dies hat der Rat der EKD beschlossen und darüber am Donnerstag, 30. Juni, mit der Kirchenkonferenz der EKD das Benehmen hergestellt. Der derzeitige Vizepräsident und Leiter der Hauptabteilung II „Theologie und öffentliche Verantwortung“ übernimmt zum 1. März 2006 von Valentin Schmidt das Amt des Präsidenten, der zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand tritt. Die Leitung der Hauptabteilung I „Recht und Verwaltung“ wird Oberkirchenrat Burkhard Guntau als Vizepräsident übernehmen. Die Hauptabteilung III „Ökumene und Auslandsarbeit“ leitet der Auslandsbischof der EKD, Rolf Koppe.

Herrmann Barth wurde 1945 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Heidelberg, Edinburgh und Tübingen war er von 1970 bis 1977 Wissenschaftlicher Assistent am Alttestamentlichen Seminar des Fachbereichs Evangelische Theologie der Universität Hamburg. Von 1977 bis 1978 war Hermann Barth Vikar in der Evangelisch-reformierten Kirche, um anschließend bis 1985 als Gemeindepfarrer in Kerzenheim (Pfalz) zu arbeiten. Seit 1985 ist der promovierte Theologe im Kirchenamt der EKD. Zuerst war er bis 1993 Referent für Fragen öffentlicher Verantwortung der Kirche im Kirchenamt der EKD, seit 1993 leitet er die Hauptabteilung II und ist einer der Vizepräsidenten.

Burkhard Guntau ist Jahrgang 1948. Er war nach dem Jurastudium viele Jahre im Justizdienst des Landes Niedersachsen und des Landes Sachsen-Anhalts beschäftigt, zuletzt als Vizepräsident des Oberverwaltungsgerichts und Landesverfassungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt. Er ist Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes für die zweite juristische Staatsprüfung. Seit 1996 ist er als Leiter der Rechtsabteilung im Kirchenamt.

Valentin Schmidt ist seit 1997 Präsident des Kirchenamtes der EKD. Schmidt, gebürtiger Hannoveraner, begann seine berufliche Laufbahn nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1971 als Referent des damaligen Oberstadtdirektors der niedersächsischen Landeshauptstadt, Martin Neuffer. Später übernahm er bis 1985 die Leitung des Rechtsamtes, von 1985 an die des Hauptamtes der Stadt Hannover. Anfang 1992 schied Schmidt aus dem Dienst der Landeshauptstadt aus und übernahm als Verbandsdirektor die Leitung des Kommunalverbandes Großraum Hannover, bevor er dann ins Kirchenamt wechselte. Valentin Schmidt erreicht im Februar 2006 das 65. Lebensjahr.

Hannover / Berlin, 30. Juni 2005

Pressestelle der EKD
Christof Vetter