Auf einen Blick (28.6.)

Nachricht 28. Juni 2005

Synode diskutiert Perspektiven für Landeskirche Hannover
Hannover (epd). "Zukunft gestalten" ist ein zentrales Thema der hannoverschen Landessynode, die vom 29. Juni bis zum 2. Juli tagt. Ein Perspektivausschuss wird dem Kirchenparlament in Hannover Vorschläge vorstellen, wie der Haushalt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers in den nächsten fünf Jahren um 80 Millionen Euro heruntergefahren werden kann. 2004 betrug er noch fast 520 Millionen Euro. In zahlreichen Arbeitszweigen der Kirche hat sich bereits Besorgnis geäußert, nachdem der Ausschussbericht vorzeitig öffentlich bekannt wurde.

Die 98 Synodalen aus dem Raum zwischen Ostfriesland und Südniedersachsen tagen am Mittwoch zunächst im Michaeliskloster in Hildesheim zum Thema Gottesdienst und Kirchenmusik. Am Donnerstag stellt der Vorsitzende des Perspektivausschusses, Rolf Bade, in Hannover die Vorschläge für die Zukunft der Landeskirche angesichts sinkender Einnahmen vor. Über das weitere Vorgehen wird die Synode zum Schluss am Sonnabend entscheiden.

Am Freitag hält Landesbischöfin Margot Käßmann ihren Bericht. Davor werden Förderpreise der Landeskirche für innovative Projekte verliehen.
Die Sitzungen der Synode finden in der Henriettenstiftung statt und sind öffentlich. (epd Niedersachsen-Bremen/b2103/16.06.05)
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Berichterstattung während der Synode:
www.evlka.de/synode

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Restplatzbörse für evangelische Jugendfreizeiten im Internet
In wenigen Tagen beginnen die Ferien in Niedersachsen. Die Jugendverbände der Evangelischen Jugend in Niedersachsen (aejn e.V.) bieten auch in diesem Jahr eine Vielzahl von preisgünstigen Ferienmaßnahmen für unterschiedliche Altersgruppen im In- und Ausland an.
Bei einigen Ferienfreizeiten sind noch Plätze frei, so dass sich „Kurzentschlossene“ noch anmelden können. Dafür wurde im Internet eine "Restplatz-Börse" für Freizeiten eingerichtet.
Auf der Seite www.aejn.de findet man diese Börse unter „Forum“.

Kinder und Jugendfreizeiten nehmen eine Schlüsselfunktion in der Jugendverbandsarbeit ein. Kinder und Jugendliche erlernen miteinander den Umgang mit Konflikten und übernehmen Verantwortung für die Tages- und Programmgestaltung.
Im Blick auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung sind Freizeiten unverzichtbarer Bestandteil der evangelischen Jugendarbeit.
Die Freizeiten sind inhaltlich und organisatorisch gut vorbereitet, werden verantwortlich durchgeführt und im Team reflektiert. So können sich Kinder und Jugendliche bei uns zu Hause fühlen und Eltern die Sicherheit haben, ihre Kinder auf eine qualifizierte Freizeit zu schicken.

Hannover, 26.6.2005
Pressestelle der Landeskirche
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Plattdeutsche Kinderfreizeit im Moor bei Rotenburg
Borchel/Kr. Rotenburg (epd). "Leben as Plattfootindianer" ist das Motto der zehnten plattdeutschen Kinderfreizeit, zu der die Arbeitsgemeinschaft "Plattdüütsch in de Kark" in den Sommerferien einlädt. Vom 18. bis 26. Juli wollen die Betreuer nach Angaben von Mitorganisator Heiko Frese mit Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren in einem Freizeitheim in Borchel bei Rotenburg/Wümme nur Platt sprechen.

"Bibelarbeit, Spielen, Singen und das obligatorische 'Hest di al de Poten wuschen?' (Hast du dir die Hände gewaschen?) vor dem Mittagessen alles passiert in der Regionalsprache", sagte Frese. In der Woche will die Gruppe nach seinen Worten Tipis bauen, Federschmuck basteln und "den bisher fast unbekannten Plattfootindianern in den Mooren um Borchel" nachspüren. Mehr Informationen zu der Freizeit in Zusammenarbeit mit der lutherischen Heimvolkshochschule Hermannsburg gibt es unter der Telefonnummer 05052/9899-0. (epd Niedersachsen-Bremen/b2235/28.06.05)
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Neuer Bereichsleiter beim Diakonischen Werk
Hannover (epd). Jörg Reuter-Radatz wird von Juli an den Bereich Integration, Gesundheit und Pflege beim Diakonischen Werk der hannoverschen Landeskirche leiten. Der 48-jährige Diplom-Pädagoge war bisher stellvertretender Bereichsleiter, teilte das Diakonische Werk mit. Er wird Nachfolger von Wilfried Wesemann, der die Geschäftsführung des Johannesstiftes in Berlin übernahm.

Das Diakonische Werk der evangelischen Landeskirche gehört mit 40.000 Beschäftigten und rund 20.000 Ehrenamtlichen nach eigenen Angaben zu den größten Wohlfahrtsverbänden in Niedersachsen. Es ist unter anderem Träger von 131 Altenheimen, in denen 11.000 Menschen leben. (epd
Niedersachsen-Bremen/b2196/24.06.05)
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Broschüre informiert Touristen über Kirchen im Harz
Clausthal-Zellerfeld (epd). In 51 Städten und Gemeinden des Harzes werden während der Ferienzeit Gottesdienste angeboten. Ein neues Faltblatt der hannoverschen Landeskirche und des Bistums Hildesheim listet insgesamt 63 evangelische und 40 katholische Kirchen und Kapellen auf, in denen Touristen Ruhe und Besinnung finden können. Darunter sind Sehenswürdigkeiten wie Deutschlands einzige Stabkirche in Hahnenklee bei Goslar, der Halberstädter Dom und die Stiftskirche in Quedlinburg. Touristen finden in der Broschüre auch die Gottesdienstzeiten.

Das Spektrum reicht von Altenau bis Zorge und berücksichtigt grenzüberschreitend alle Harzorte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Im vergangenen Jahr übernachteten nach Angaben des Harzer Verkehrsverbandes zwischen Juni und September rund zwei Millionen Touristen in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge. (Internet: www.bistum-hildesheim.de Stichwort "Tourismus") (epd Niedersachsen-Bremen/b2192/24.06.05)
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Nach Teilnehmerrekord geht "Nordseelauf" 2006 weiter
Cuxhaven/Aurich (epd). Kirche und Touristik haben eine positive Bilanz des vierten "Nordseelaufs gegen Gewalt" gezogen. Die Aktion mit acht Etappen von Wilhelmshaven nach Cuxhaven sei mit einem Teilnehmerrekord von 3.000 Läufern und Walkern zu Ende gegangen, sagte der Auricher Urlauberpastor Hartmut Schneider am Dienstag. Im nächsten Jahr werde es "definitiv einen fünften Lauf geben". Auch der Geschäftsführer des Touristikverbandes "Die Nordsee", Hans-Ulrich Elter aus Schortens, geht von einer Neuauflage im kommenden Jahr aus.

Unter dem Motto "Mach nicht halt - Lauf gegen Gewalt" hatten die evangelische Landeskirche Hannovers und der Marketingverband den Nordseelauf initiiert. Er führte diesmal vom 11. bis 18. Juni über 81 Kilometer. Stationen zwischen Start und Ziel waren die Strände und Promenaden von Borkum, Otterndorf, Butjadingen, Carolinensiel, Neuharlingersiel, Spiekeroog und Otterndorf. Höhepunkt war der letzte Abschnitt von der Insel Neuwerk mit einem Abstecher durch das Watt nach Cuxhaven.

Fairness habe alle Etappen bestimmt, sagte Schneider. So hätten die Ersten beim Zieleinlauf in Cuxhaven auf die letzten Läufer gewartet, um sie abzuklatschen. Die überschaubaren Teilnehmerzahlen, die Gemeinschaft und die Landschaft des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer machten die Faszination aus.

Laut Schneider haben 200 Teilnehmende die ganze Strecke absolviert. "Das Echo ist hervorragend", sagte auch Tourismus-Manager Elter: "Viele haben angekündigt, sie wollten im nächsten Jahr wiederkommen." Dem Verband komme es darauf an, mit der Aktion neue Gäste für die Nordsee zu begeistern und die sportliche Note der Küste zu betonen. Der Hauptsponsor EWE habe bereits Unterstützung für eine Fortsetzung signalisiert.

Mit seinem Motto will der 2002 erstmals veranstaltete Nordseelauf an die Dekade des Weltkirchenrates zur Überwindung von Gewalt erinnern. Begleitet wurde die diesjährige Aktion von zahlreichen Abendveranstaltungen der Kirchengemeinden an der Route, die meist über Deiche an der Küstenlinie führte. Andere Etappen gingen bei Ebbe und Flut an Salzwiesen, Dünen und Sandstränden entlang. (epd Niedersachsen-Bremen/b2155/21.06.05)
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Firmenchef Bahlsen setzt "Aufrichtigkeit gegen Lüge"
Hannover (epd). Werner Michael Bahlsen, Chef des hannoverschen Traditionsunternehmens, spricht am Mittwoch, dem 29. Juni, um 17 Uhr in der Marktkirche Hannover über das Thema "Aufrichtigkeit gegen Lüge".
Sein Vortrag gehört zu einer Reihe von "Moralischen Reden über Sünden und Tugenden", in der neben anderen schon der Schriftsteller Walter Kempowski, der Berliner Bischof Wolfgang Huber und die CDU-Politiker Heiner Geißler und Ministerpräsident Christian Wulff gesprochen haben.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2227/27.06.05)

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